Produktbild: Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme

Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme

2

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.02.2017

Verlag

CulturBooks Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

718 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783959880725

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Nein

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Ja

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

12.02.2017

Verlag

CulturBooks Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

718 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783959880725

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Eine gelungene Polit-Komödie, ein Provinztrip

hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 13.03.2021

Bewertungsnummer: 999222

Bewertet: Buch (Paperback)

Mit “Und bis es soweit ist, gibt es Eiscreme” gelingt Martin Spieß ein Roadmovie aus der niedersächsischen Provinz – dem Wendland, das seit den späten 1970er Jahren nicht nur Protestbühne, sondern auch Heimat für Hippies, Ökobauern, “hauptberufliche” Atomkraftgegner und Großstadtflüchtlinge geworden ist. Denn schon seit vierzig Jahren wird dort gegen Atomenergie protestiert, erst gegen die Errichtung eines zentralen nuklearen Endlagers, jetzt gegen die regelmäßigen Castor-Transporte, die benutzte Brennstäbe ins Dauer-Zwischenlager bringen. Der Ich-Erzähler und sein bester Freund Jäger, die beide in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen sind, sehen in ihrem Demo-Trip Abenteuer ebenso wie politischen Protest. Und sie schmücken die aufregenden Ereignisse mit all ihrem sekundären Erleben aus TV-Serien, Filmen oder Musik aus – popkulturelle Philosophie, wie das Universum von Star Trek, ist ihnen eben geläufiger als komplizierte Realpolitik. Und jeder Kenner der Popkultur weiß, wer Matt Smith und David Tennant sind – richtig: zwei Dr. Who-Darsteller, die in ihrer Zeitmaschine, der Tardis (äußerlich leicht zu verwechseln mit einer blauen britischen Telefonzelle) immer wieder die Welten retten. Über dem ganzen schwebt eine so süßlich duftende Wolke Cannabisgeruch, dass das Ende nur offen bleiben kann: Was passiert wirklich mit Jäger? Ist es real oder wieder nur eine fiktive Sequenz? So ist “Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme” eine gelungene Polit-Komödie, ein Provinztrip und eine Reise ins moderne popkulturelle Universum – und auch ein Bericht über realen Protest.

Eine gelungene Polit-Komödie, ein Provinztrip

hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 13.03.2021
Bewertungsnummer: 999222
Bewertet: Buch (Paperback)

Mit “Und bis es soweit ist, gibt es Eiscreme” gelingt Martin Spieß ein Roadmovie aus der niedersächsischen Provinz – dem Wendland, das seit den späten 1970er Jahren nicht nur Protestbühne, sondern auch Heimat für Hippies, Ökobauern, “hauptberufliche” Atomkraftgegner und Großstadtflüchtlinge geworden ist. Denn schon seit vierzig Jahren wird dort gegen Atomenergie protestiert, erst gegen die Errichtung eines zentralen nuklearen Endlagers, jetzt gegen die regelmäßigen Castor-Transporte, die benutzte Brennstäbe ins Dauer-Zwischenlager bringen. Der Ich-Erzähler und sein bester Freund Jäger, die beide in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen sind, sehen in ihrem Demo-Trip Abenteuer ebenso wie politischen Protest. Und sie schmücken die aufregenden Ereignisse mit all ihrem sekundären Erleben aus TV-Serien, Filmen oder Musik aus – popkulturelle Philosophie, wie das Universum von Star Trek, ist ihnen eben geläufiger als komplizierte Realpolitik. Und jeder Kenner der Popkultur weiß, wer Matt Smith und David Tennant sind – richtig: zwei Dr. Who-Darsteller, die in ihrer Zeitmaschine, der Tardis (äußerlich leicht zu verwechseln mit einer blauen britischen Telefonzelle) immer wieder die Welten retten. Über dem ganzen schwebt eine so süßlich duftende Wolke Cannabisgeruch, dass das Ende nur offen bleiben kann: Was passiert wirklich mit Jäger? Ist es real oder wieder nur eine fiktive Sequenz? So ist “Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme” eine gelungene Polit-Komödie, ein Provinztrip und eine Reise ins moderne popkulturelle Universum – und auch ein Bericht über realen Protest.

"Je älter man wird, desto weniger gut ist man in der Lage, die Realität zu leugnen"

Dr_ M aus Sachsen am 03.02.2021

Bewertungsnummer: 1113927

Bewertet: Buch (Paperback)

Vielleicht trifft das nicht auf alle Menschen zu, aber immerhin auf einige, die der Erzähler dieses Romans im Wendland auf seiner Erkundungstour mit Herrn Jäger traf. Martin Spieß wurde in Dannenberg an der Elbe geboren und lebt noch heute als Musiker und Schriftsteller im Wendland. Er muss es also wissen. Ein pointiertes literarisches Roadmovie soll dieses Buch sein, verkündet der Verlag. Ich begann es mit einer gewissen Skepsis zu lesen. Man kennt schließlich die immer wiederkehrenden Rituale bei Castor-Transporten nach Gorleben, bei denen es nur noch darum geht, sie für die Allgemeinheit möglichst teuer zu machen. Was geht in den Köpfen der ehemaligen Blockierer vor? Und wie ticken die Bewohner im Wendland? Spieß beantwortet solche Fragen in seinem lässig geschriebenen Buch, das wie ein Roman konzipiert wurde, sich aber gelegentlich auch wie eine gute Reportage liest: Zwei vom literarischen Erfolg nicht gerade verwöhnte Schriftsteller touren durchs Wendland auf der Suche nach Erlebnissen, Stimmungen und Antworten. Was dabei herauskommt, scheint mir eine ziemlich ehrliche und deshalb für manche möglicherweise auch unerwartete Bestandsaufnahme zu sein: "Man kann sich ein ganzes Leben einreden, dass man etwas nur um einer Sache selbst willen getan hat, aber das ist Bullshit." Oder: "Meine Lieblingsdefinition von Wahnsinn ist, dass man immer wieder ein und dieselbe Aktion wiederholt und jedes Mal ein anderes Ergebnis erwartet." Auf die Frage, ob es denn hier keinen stört, dass der Atommüll direkt vor der Haustür steht, bekommt Herr Jäger die klare Antwort: "Ich glaube, dass das hier die wenigsten stört. Gorleben ist wahrscheinlich die einzige Gemeinde im Landkreis, die wirtschaftlich gesehen richtig gut dasteht." Die Leute hätten sich an die schon zwanzig Jahre in der Halle herumstehenden Castoren gewöhnt. Was sollen sie sich also noch darüber aufregen? Bauern hätten ihr Land verkauft und sind damit reich geworden. Ehemalige Protestierer hätten Häuser erworben und würden nun als Anwälte hier arbeiten. Man hat sich eben mit der Realität arrangiert. Spieß beschreibt mit seinem Buch eine merkwürdige Stimmung zwischen "alternativen" Lebensformen und einem Akzeptieren einer alternativlosen Realität im Wendland. Man kann eben nicht immer wieder den Stein auf den Berg schleppen, ihn wieder hinunterrollen sehen und dann freudig von vorne anfangen. Irgendwann scheitert der eigene gerne auch nach außen getragene Enthusiasmus an der fehlenden Kraft. Dann beginnt man es zu akzeptieren: "Wie sagte Patrick Jane in 'The Mentalist'? < Ein für mich ein unerwartet interessantes und gut geschriebenes Buch. Keine hohe Literatur, aber handwerklich solide, witzig und tatsächlich pointiert. Und irgendwie auch befriedigend, weil es sich der Realität stellt. Vielleicht gefällt das nicht jedem. Mir allerdings schon.

"Je älter man wird, desto weniger gut ist man in der Lage, die Realität zu leugnen"

Dr_ M aus Sachsen am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 1113927
Bewertet: Buch (Paperback)

Vielleicht trifft das nicht auf alle Menschen zu, aber immerhin auf einige, die der Erzähler dieses Romans im Wendland auf seiner Erkundungstour mit Herrn Jäger traf. Martin Spieß wurde in Dannenberg an der Elbe geboren und lebt noch heute als Musiker und Schriftsteller im Wendland. Er muss es also wissen. Ein pointiertes literarisches Roadmovie soll dieses Buch sein, verkündet der Verlag. Ich begann es mit einer gewissen Skepsis zu lesen. Man kennt schließlich die immer wiederkehrenden Rituale bei Castor-Transporten nach Gorleben, bei denen es nur noch darum geht, sie für die Allgemeinheit möglichst teuer zu machen. Was geht in den Köpfen der ehemaligen Blockierer vor? Und wie ticken die Bewohner im Wendland? Spieß beantwortet solche Fragen in seinem lässig geschriebenen Buch, das wie ein Roman konzipiert wurde, sich aber gelegentlich auch wie eine gute Reportage liest: Zwei vom literarischen Erfolg nicht gerade verwöhnte Schriftsteller touren durchs Wendland auf der Suche nach Erlebnissen, Stimmungen und Antworten. Was dabei herauskommt, scheint mir eine ziemlich ehrliche und deshalb für manche möglicherweise auch unerwartete Bestandsaufnahme zu sein: "Man kann sich ein ganzes Leben einreden, dass man etwas nur um einer Sache selbst willen getan hat, aber das ist Bullshit." Oder: "Meine Lieblingsdefinition von Wahnsinn ist, dass man immer wieder ein und dieselbe Aktion wiederholt und jedes Mal ein anderes Ergebnis erwartet." Auf die Frage, ob es denn hier keinen stört, dass der Atommüll direkt vor der Haustür steht, bekommt Herr Jäger die klare Antwort: "Ich glaube, dass das hier die wenigsten stört. Gorleben ist wahrscheinlich die einzige Gemeinde im Landkreis, die wirtschaftlich gesehen richtig gut dasteht." Die Leute hätten sich an die schon zwanzig Jahre in der Halle herumstehenden Castoren gewöhnt. Was sollen sie sich also noch darüber aufregen? Bauern hätten ihr Land verkauft und sind damit reich geworden. Ehemalige Protestierer hätten Häuser erworben und würden nun als Anwälte hier arbeiten. Man hat sich eben mit der Realität arrangiert. Spieß beschreibt mit seinem Buch eine merkwürdige Stimmung zwischen "alternativen" Lebensformen und einem Akzeptieren einer alternativlosen Realität im Wendland. Man kann eben nicht immer wieder den Stein auf den Berg schleppen, ihn wieder hinunterrollen sehen und dann freudig von vorne anfangen. Irgendwann scheitert der eigene gerne auch nach außen getragene Enthusiasmus an der fehlenden Kraft. Dann beginnt man es zu akzeptieren: "Wie sagte Patrick Jane in 'The Mentalist'? < Ein für mich ein unerwartet interessantes und gut geschriebenes Buch. Keine hohe Literatur, aber handwerklich solide, witzig und tatsächlich pointiert. Und irgendwie auch befriedigend, weil es sich der Realität stellt. Vielleicht gefällt das nicht jedem. Mir allerdings schon.

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Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme

von Martin Spiess

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