Absolute Musik im Gesamtkunstwerk? Sinfonische Strukturen in Richard Wagners "Parsifal"
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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.04.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
110 (Printausgabe)
Dateigröße
428 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640883868
Ausgehend von Wagners schöpferischer Verfahrensweise, die für die Arbeit am Parsifal Dank der Tagebuchaufzeichnungen Cosimas außergewöhnlich detailliert dokumentiert wurde, wird der Blick auf die Machart der Musik gelenkt. Der Schwerpunkt liegt also nicht auf dem musikalischen Drama als Gesamtkunstwerk, sondern auf seiner Musik als einer eigenständigen Entität. Eine solche Betrachtungsweise legitimiert sich bereits durch den dezidiert sinfonischen Anspruch des Komponisten. Im Parsifal kam dieser Anspruch besonders zum Tragen, denn je älter Wagner wurde, desto entschiedener verfolgte er instrumentalmusikalische Prinzipien. - Das vorliegende Buch stellt sich dem Versuch, die Musik des Wagnerschen Dramas nicht aus der Sicht des Musiktheaters zu beurteilen (was zwangsläufig ein Stehenbleiben bei den in ihrer Erklärungskraft beschränkten Leitmotiven zur Folge hätte), sondern sie aus einem Blickwinkel zu betrachten, der dem ideellen und qualitativen Anspruch der Musik gerecht wird. Versucht wird eine musikalische (Form-)Analyse des Parsifal unter Einbeziehung von Wagners Arbeitsweise und seiner bedeutendsten ästhetischen Ansichten.
Nicht nur die zahlreichen Abschnitte reiner Instrumentalmusik im Bühnenweihfestspiel zeigen, dass es sich bei diesem Werk um mehr als eine Oper im konventionellen Sinn handelt: Wagner erschuf gleichsam ein von sinfonischen Prinzipien geprägtes Musiktheater. - Das Ziel des Autors ist es, zu einem angemesseneren Blick auf Wagners "Opern", besonders auf seine letzte, beizutragen. Dies aber kann nur durch eine veränderte Methodik in der Charakterisierung der Musik darin erreicht werden. Deren analytische Beurteilung steht deshalb im Mittelpunkt. So wird die Komposition des Parsifal auch in denjenigen Kontext gestellt, in dem sie Wagner selbst gedanklich verortete - nämlich in jenen der Instrumentalmusik seiner großen Vorbilder Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven.
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