Holt, eine Kleinstadt in Colorado. Eines Tages klingelt Addie, eine Witwe von 70 Jahren, bei ihrem Nachbarn Louis, der seit dem Tod seiner Frau ebenfalls allein lebt. Sie macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag: Ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte? Louis lässt sich darauf ein. Und so liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihr Leben. Doch ihre Beziehung weckt in dem Städtchen Argwohn und Missgunst.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
19.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Und wundervolles Buch
Addie und Louis leben in Nachbarschaft. Beide sind verwitwet und habe je ein erwachsenes Kind. Da sich Addie, besonders nachts einsam fühlt, macht sie Louis den Vorschlag, die Nächte zusammen zu verbringen. Zum Reden und Nicht-Einsam-Sein. Es entwickelt sich eine eine wundervolle, zärtliche Freundschaft beziehungsweise Liebesgeschichte.
Der Schluss hat mich etwas verstört. Damit habe ich nicht gerechnet.
Ein wunderschönes Buch, ein toller Schreibstil. Über das Ende muss ich erstmal hinwegkommen.
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
10.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
In der Nacht ist der Mensch nicht gern allein
Meine Meinung
In der Nacht ist der Mensch nicht gern allein.
Diese berührende Geschichte erzählt von zwei älteren Menschen, die sich nach Zärtlichkeit und guten Gesprächen sehnen.
Die 70-jährige Witwe Addie ist mir sehr sympathisch, da ich ihren Mut bewundere. Sie bietet ihrem freundlichen Nachbarn Louis an, die Nächte in ihrem Bett zu verbringen. Der Witwer ist anfangs sehr verwundert, doch schon bald genießt er die guten Gespräche mit Addie. Denn genau das hat beiden gefehlt: körperliche Nähe und Gespräche, die die Einsamkeit der Nacht vertreiben.
Nicht alle Bewohner des kleinen Ortes Holt County in Colorado zeigten Verständnis. Dennoch erfuhren sie auch Bewunderung von einigen älteren Menschen.
Obwohl sie sich seit vielen Jahren kennen, wussten sie nichts voneinander. Die Geschichte zeigt, wie es im Leben wirklich ist. Wir machen uns ein Bild von anderen Menschen, welches unsere Wahrheit ist. Doch sehr oft liegen wir damit total falsch. Ich habe die Gespräche der beiden mit sehr viel Interesse verfolgt. Addie und Louis haben mein Herz berührt. Als dann noch Addies 6jähriger Enkel zu Besuch kam, nachdem sich dessen Eltern zerstritten haben, hätte ich Louis am liebsten in den Arm genommen und ganz fest gedrückt. Die Wärme, die er dem kleinen Jungen entgegenbrachte, tat ihm unheimlich gut.
Mir haben auch die Ausflüge gut gefallen, die sie zu dritt unternommen haben. Ich konnte mir die Kleinstadt Holt bildlich vorstellen. Die Umgebungen rund um den Ort laden zu Wanderungen und Campingurlauben ein.
Fazit
Zwei ältere Menschen sind auf einem guten Weg, noch einmal glücklich zu werden. Umso fassungsloser hat mich das Ende zurück gelassen.
Die Geschichte wärmt die Seele. Nur das Ende hätte ich mir anders vorgestellt und gewünscht.
Mal ganz ehrlich: Wer ist schon gerne in der Nacht allein? Egal in welchem Alter, wir alle brauchen menschliche Wärme und Berührungen.
Danke für diese schöne Geschichte.
nicigirl85
aus Ilsenburg
5/5
05.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Einfach mal machen...
Nach einer sehr intensiven Woche fiel mir dieses Buch wie durch Zufall in die Hände und es war genau die Geschichte, die ich brauchte.
Addie ist 70 Jahre alt, Witwe und fühlt sich einsam. Da kommt sie auf die Idee ihren netten Nachbarn Louis, der ebenfalls alleine ist, zu fragen, ob er nicht zusammen mit ihr die Nacht verbringen will, weil diese immer die schlimmsten sind. Er willigt ein. Doch was werden die Bewohner von Holt denken? Wie werden ihre Kinder darauf reagieren? Und vor allem: Was wird ihnen das persönlich geben?
Kent Haruf hat ein Händchen dafür Tagesroutinen und Alltagssituationen sehr intensiv mit wenigen Worten zu beschreiben und man empfindet gerade diese Einfachheit als Geschenk.
Ich mochte sehr wie die alten Herrschaften einfach ihr Ding machen gegen alle Vorurteile und Vermutungen, die die Nachbarschaft so hegt. Ich fand es schon immens spannend wieviel Gedanken sich die Leute um andere machen und um Themen, die sie einfach nichts angehen, sondern nur die beiden Betroffenen, die sich dafür entscheiden nicht mehr einsam zu sein.
Am meisten hat mich berührt, wie gerade der Sohn von Addie gegen Louis schießt, weil er Angst hat nicht mehr im Mittelpunkt zu sein, obwohl er ein erwachsener Mann ist. Stattdessen könnte er einfach mal seiner Mutter das kleine, späte Glück gönnen.
Mir ging die Geschichte wirklich unter die Haut und sie hat mich emotional sehr bewegt, da ich das Geschilderte spüren konnte und kurz vorher selbst erlebt habe wie wichtig so ein kleines Glück sein kann.
Fazit: Der erste Band der Holt- Reihe, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Klasse!
Bewertung
5/5
20.01.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wundervoller und berührender kann...
Wundervoller und berührender kann ein so dünnes Buch kaum sein! Sich einfach mal was trauen, ohne etwas auf die Reaktion der anderen zu geben. Und das ganz altersunabhängig!
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