Psalm 22 - Vom klagenden Schrei zum Lobgesang
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.04.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
351 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640884568
die Anschläge des bösen Feindes ab. Aus voller Überzeugung singt er: "Mag ein Heer mich
umlagern: Mein Herz wird nicht verzagen." Wilde Dämonen in Tiergestalt reißen die schützenden
Mauern des Grabes ein. Ein einziges Geschrei von Löwen und Stieren. Die Schmerzen der
Versuchung gleichen Todesqualen, doch Antonius widersteht ihr. Ja, er macht sich lustig über die
Dämonen. Er spricht ihnen ihre Macht ab. Er hält voll und ganz an seinem Glauben fest und
vertraut auf Gott. Er verspürt keine Furcht und antwortet auf die Angriffe der wilden Bestien:
"Denn ein Siegel und eine Mauer der Sicherheit ist uns der Glaube an unseren Herrn." Da erscheint
ihm ein Lichtstrahl durch, das sich öffnende, Dach und Gott offenbart sich dem Glaubensstreiter.
Plötzlich sind alle Dämonen verschwunden, wie auch seine Schmerzen. Gott hat ihn von aller Pein
erlöst. Als Antonius dies realisiert, quält ihn nur eine Frage, die er an die Erscheinung richtet: "Wo
warst du, warum bist du nicht gleich zu Anfang erschienen, um meine Qualen zu beenden?" Da
antwortet ihm eine Stimme: "Antonius, ich war hier, aber ich wartete, um deinen Kampf zu sehen.
Nun, da du standgehalten hast und nicht besiegt worden bist, werde ich dir immer Helfer sein und
deinen Namen überall berühmt machen."
Wo bist du Gott? Warum stehst du mir in dieser schweren Stunde nicht bei? Wieso muss ich dieses
Leid erfahren?
Wie Antonius kann auch der Beter des 22. Psalms diese Fragen nicht verdrängen. Stets hat er Gott
die Treue gehalten. Tag und Nacht hat er zu ihm gebetet. Doch wo ist er nun, wo wilde Bestien ihn
umzingeln, der Tod ihm unausweichlich scheint? Der Psalmist schreit verzweifelt um Hilfe und er
wird tatsächlich erhört. In dem Moment, in dem er dem Tod ins Auge blickt (V.22), wird er vom
Herrn erhört und sein gesamtes Leid ist binnen eines Wimperschlages Vergangenheit. Aus Klage
wird Lob, aus Einsamkeit Gemeinschaft.
Die folgende Arbeit versucht diesen Umschwung nachzuvollziehen und begibt sich auf die Suche
nach Überlieferung und Redaktion des Psalms. [...]
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