Rumänien als Entdeckung und Überraschung: das stieß dem Autor zu, als er 2011-12 Dorfschreiber in Siebenbürgen wurde. Doch Rumänien, insbesondere Transsilvanien bleibt auch nach dieser Zeit weiterhin Elmar Schenkels Thema. Im vorliegenden Band sind frühere und spätere Reisen nach Rumänien aufgezeichnet, aber auch die Auseinandersetzung mit anderen, die dort unterwegs sind und waren, mit rumänischer Literatur (Mircea Eliade), mit Dracula, Jules Verne und Prinz Charles sowie mit Siebenbürger Märchen. Der Autor versteht es, seine Begeisterung für diesen sagenhaften Landstrich mitzuteilen. Eine Zugfahrt mit einem besonderen Express, die Lust auf eigene Entdeckungen macht.
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1.0/5.0
Traveimker
aus Zwischen Paris und Moskau
1/5
10.08.2017
Buch (Paperback)
Transsilvanien Express…
Transsilvanien Express -Streifzüge durch ein sagenhaftes Land. Wer hier unter diesem Titel eine Reisebeschreibung oder eine Zusammenstellung von Beschreibungen des karpartischen Landstriches im Nordwesten und Zentrum Rumäniens erwartet wird schnell enttäuscht. Schenkel, Professor für Englische Literatur in Leipzig, verliert bereits im ersten Teil seines Buches den Faden. Er schweift ab in die Diskussion zur Entstehung der Texte des rumänischen Philosophen Eliade um sich dann in zunächst in das literarische Lebenswerk des Iren Abraham Stoker und später in so manchen weiteren englischen Literaten hinein zu steigern, wenn er nur eine Verknüpfung zu Siebenbürgen aufzuweisen im Stande ist. Am Ende wird noch die Literatur von Fermor, Kiss, Haltrich und eines Herrn Schuller beschrieben. Dabei hätte es Schenkel leicht gehabt hier ein wirkliches Werk vorzulegen. Seine Zeit als sogenannter Dorfschreiber in Siebenbürgen wird immer wieder nur erwähnt, die Hintergründe und Lebensgeschichten der Menschen vor Ort bleiben wenig erläutert. Völlig ignoriert werden die politischen Umstände dieses von Migration und Machtwechseln über Jahrhunderte so geschundenen Landstriches. Auch ein Einblick in die "Zigeunerwelt" der Sinti und Roma ( sie nennen sich selbst Zigeuner) bleibt Schenkel den Lesern schuldig wie die fehlende Diskussion um die zunächst Unmöglichkeit der "Rückkehr des rumänischen Königs" in einer Wertegemeinschaft der EU. Alles in allem wurde das Thema des Buches vollends verfehlt. Schade.
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