Alt oder alt und krank. Ansätze einer gerontologischen Ethik
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.12.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
254 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656854470
Der demographische Wandel und die damit zusammenhängenden gravierenden Veränderungen, die von den Sozialwissenschaften bereits aufgenommen wurden, fanden in der Philosophie kaum Beachtung. "Insbesondere zeigt sich immer wieder, dass die ethische Reflexion gerontologischer Themen eher schwach entwickelt ist." (Heinz Rüegger, 11) Allerdings analysieren verschiedene Autoren den demographischen Wandel und den scheinbar damit verbundenen "Jugendwahn" völlig unterschiedlich. Während Frank Schirrmacher (Schirrmacher, 2004) einen sozialen Terror der Altersangst diagnostiziert, kommt Rupprecht Podszun (Podszun, 2000) zu dem Schluss, dass der Jugendkult ein Märchen ist und die Republik verkalkt.
Frühere Abhandlungen (so z. B. Handbuch der Christlichen Ethik 1993) subsumieren die Fragen zum Altern meist unter die Fragen zum Lebensende. Diese einseitige Fokussierung auf Fragen um Sterben und Tod stellt aus heutiger Sicht eine ethisch äußerst fragwürdige Vereinfachung dar.
Auch scheint es, noch keine begriffliche Festlegung zu geben. Während in einigen Texten von der Ethik des Alters oder Alterns die Rede ist, werden auch Wortkombinationen wie Alter und Ethik oder Gerontologie und Ethik benutzt. Ferner werden Alter und Altern getrennt voneinander und nicht aufeinander bezogen behandelt.
Otfried Höffe hat 2002 beide Aspekte mit dem Begriff der gerontologischen Ethik zusammengefasst. Auch wenn sich viele Autoren auf diesen Text beziehen, hat sich der Begriff der gerontologischen Ethik scheinbar noch nicht durchgesetzt.
Ein möglicher Grund für dieses vorhandene Defizit könnte sein, dass eine gerontologische Ethik mehr ein Thema innerhalb der Pflegewissenschaften als der Medizin ist. Da jedoch die Pflegewissenschaften, zumindest im deutschsprachigen Raum, eher als Stiefkinder in der akademischen Familie angesehen wurden, blieb die Entwicklung einer gerontologischen Ethik eine Nischendiskussion.
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