Examensgottesdienst im Rahmen der 2. theologischen Prüfung Homiletisch-liturgische Arbeit zum Gottesdienst zum 2. Advent
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
31.01.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
119 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656116363
Herrn gefolgt war und die Macht Gottes als König und Herrscher erwartet wurde (Sach 9,9),
konzentriert sich der zweite Sonntag im Advent auf den "kommenden Erlöser". Sein
Proprium ist damit stärker christologisch ausgerichtet: Die Gemeinde wartet auf den
göttlichen Erlöser Jesus Christus.
So beschäftigen sich fünf der sechs Perikopen für diesen Sonntag mit eschatologischen
Motiven. Sowohl der Text der ersten Perikopenreihe (Lk 21,25-33) wie auch der Episteltext
(Jak 5,7f.), und der aus der Apokalypse des Johannes (Offbg. 3,7-13) haben den kommenden
Jesus Christus zum Thema.
Mt 24,1-14 redet über den Anfang der Wehen der Endzeit, wohingegen Jes 35,3-10 das
zukünftige Heil für Israel im Blick hat. Einzig der Text der vierten Perikopenreihe (Jes 63,15-
16. (17-19a).19b;64,1-3) aus der Sicht des Volkes Israel über das Ausbleiben des Eingreifens
Gottes.
Die Texte betonen damit das zweite, eschatologische Kommen Jesu Christi. Daneben
wartet die Gemeinde am 2. Advent nicht nur auf Jesus Christus als den am Ende der Zeiten
Kommenden, sondern sie besinnt sich auch auf das der Menschheit zuteil gewordene
Heilsereignis der Offenbarung Gottes in Jesus Christus wie es an Weihnachten gefeiert wird.
So gilt es bei der Gottesdienstvorbereitung diese beiden Aspekte der Rückbesinnung auf den
gekommenen Erlöser und des Blickes nach vorne auf den kommenden Erlöser im Blick zu
behalten.
Die Erwartung des Erlösers spiegelt sich auch im Wochenspruch (Lk 21,28) und im
Psalmgebet wieder (Ps 24). Dem entspricht die liturgische Farbe violett, die zum Ausdruck
bringt, dass sich die Gemeinde auf ein hohes Christusfest, besonders durch Buße, vorbereitet.
Deswegen entfällt ab diesem Sonntag auch das Gloria in excelsis. Da der Bußcharakter der
Adventszeit in meiner Lehrgemeinde weder sonderlich bekannt noch beliebt ist, wird es eine
weitere Herausforderung sein, diesen in einer für die Gemeinde verständlichen und sie
auferbauenden Weise zu kommunizieren.
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