Corporate Citizenship im Handwerk von Oberbayern - ein Vergleich zwischen Stadt und ländlichem Raum
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
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Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
19.09.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
104 (Printausgabe)
Dateigröße
1233 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656011255
wirtschaftsethischen Diskussion um die Stellung von Unternehmen in unserer heutigen
Gesellschaft. Im Fokus des deutschen Diskurses standen anfänglich Großunternehmen.
Zu der Gesamtheit aller auf dem deutschen Markt tätigen Firmen zählen in erster Linie
aber kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Anteil von 99,7 Prozent. Diese
sind es auch, die neuerdings ins Blickfeld der Europäischen Union (EU) geraten, und sich
zu ihrem Engagement durch Dokumentation bekennen sollen. Jenes Engagement findet
bisher eher im Stillen statt und wird aus einer gewissen Selbstverständlichkeit heraus
praktiziert. Wie beispielsweise die Ergebnisse einer Studie des
Meinungsforschungsinstituts "Forsa" verdeutlichen, ist jedoch die Bereitschaft von kleinen
Betrieben, für wohltätige Zwecke einzutreten, um ein Vielfaches höher als die von
Großkonzernen. Bei Betrieben mit einem Umsatz von 100.000 Euro im
Jahresdurchschnitt liegen die freiwillig gespendeten Beträge bei 3,1 Prozent ihres
Jahresumsatzes. Großkonzerne geben lediglich etwa 0,1 Prozent für wohltätige Zwecke
aus.
Im Jahr 2004 lagen noch keine anhand von Branche, Unternehmensgröße und Region
differenzierenden Analysen zu Corporate Citizenship-Aktivitäten in Deutschland vor.
Nach Kenntnis des Verfassers trifft der Mangel an umfangreichen Arbeiten über das
Corporate Citizenship nach wie vor auf Handwerksbetriebe zu. Da diese jedoch etwa ein
Viertel in der Größenkategorie der KMU ausmachen, stellen die Handwerksbetriebe einen
bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland dar. Über die Bedeutung des Handwerks
äußerte sich auch der ehemalige Bundeskanzler Ludwig Erhard. Seine besondere
Verbundenheit zum Handwerk sah er nicht nur darin begründet, dass diese "die Bürger
mit Wurst, Bier und Brötchen versorgen", sondern ihn beeindruckten vielmehr deren
selbstverantwortliches Handeln und persönliches Engagement. Er sah im Handwerk ein
"soziologisch und politisch stabilisierende[s] Element". Dementsprechend soll die
vorliegende Arbeit durch ihre ausschließliche Konzentration auf das Corporate Citizenship
im Handwerk dazubeitragen, den Mangel an Informationen, der bisher über diese
Berufsgruppe vorherrscht, zu reduzieren. [...]
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