Das neue Sehen - Die neuen Frauen - Die neuen Fotografinnen - Bildbetrachtungen Aenne Biermann - Neue Fotografin, Neue Frau
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
30.04.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
685 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638188807
Deutschlands um daraus die Entwicklung eines Neuen Sehens und eines neuen
Rollenverständnisses der Geschlechter abzuleiten. Beide Bewegungen verliefen parallel und
waren niemals homogen. Ich werde auf die Entwicklung des Neuen Sehens/ der Neuen
Fotografie in den Zwanziger Jahren eingehen.
Von vielen Seiten wurde der Versuch unternommen das Bild der Neuen Frau festzuschreiben.
Mit dem Ergebnis, das Kategorien und Klischees erschuf, die dem neuen Kulturideal nur
oberflächlich gerecht wurden. Dennoch werde ich in dieser Arbeit mit diesen Kategorien
arbeiten, da sie für meine Zwecke ausreichend erscheinen. In einem weiteren Abschnitt werde
ich den Beruf Fotografin näher beleuchten um dann das Leben und einige Werke der
Künstlerin Aenne Biermann unter den Gesichtspunkten der Neuen Fotografie und dem
veränderten Geschlechterverständnis zu betrachten.
Die erste deutsche Republik, eine Zeit des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs,
wurde von vielen Frauen als hoffnungsvoller Übergang in eine liberale Zukunft erlebt. In
diesen Jahren der aufbrechenden sozialen Hierarchien suchten und fanden zahlreiche
Fotografinnen Zugang zu den neuen, sich erweiternden Bereichen fotografischer Tätigkeit.
Die Kamera ermöglichte nicht nur eine neue Chance zur Berufstätigkeit für Frauen, sondern
bedeutete auch gleichzeitig ein mögliches Instrument zur gesellschaftlichen Teilnahme (vgl.
Eskildsen 1994).
Ein wichtiger, meist vernachlässigter Zweig der Fotografie ist jenen unzähligen, meist
unbekannten AmateurfotografInnen zu verdanken, die sich dem fotografischen
Kunsthandwerk widmeten und mit ihren Produkten selten einem vorgegebenem Regelkanon
entsprachen. Dennoch spiegeln sie die Eigenheiten und Besonderheiten der Fotografie wider
oder betonen sie auf besondere Weise. In Ausstellungen oder Veröffentlichungen ist dem
heutigen Betrachter aus der unabschätzbaren Masse an Fotografien nur ein Bruchteil an
Aufnahmen zugänglich (vgl. Frizot 1998). [...]
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