Günter Wallraffs literarische Entwicklung im Kontext der Studentenbewegung
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
18,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.08.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
44 (Printausgabe)
Dateigröße
274 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640985937
I. Industriereportagen (1964-1966) 6
1. Wallraffs Weg zur Literatur 6
2. Wallraff als Teilnehmender Beobachter 8
3. Das Analysemodell 11
4. "Am Fließband": Die Funktion der SIES 13
II. 13 unerwünschte Reportagen (1967-1968) 18
1. Grundzüge zur Entstehung der Studentenbewegung 18
2. Die Umfunktionierung der Literatur: Wallraffs Berührungen mit der Studentenbewegung 20
3. "Asyl ohne Rückfahrkarte" 23
4. Sauberes Berlin (Juli 1967) 28
Statt eines Fazits: Ein soziologisch-literaturwissenschaftlicher Deutungsversuch 34
Literaturauswahl 39
Einleitung
"(...) mancher marxistisch berührte Dichter pflegt zu meinen, er sei durch die Kälte dieser Berührung behindert. Das Innen kommt nicht gut dabei weg, das Gefühl und die sorgsame Lust, es zu sagen, werden nicht immer zur Kenntnis genommen. Jede Blume gilt dann als Lüge (...) Marx, sagen die derart Verhinderten, habe ihnen das gute Gewissen des Erfindens geraubt (...)" (Ernst Bloch, Paris 1935)
Ernst Bloch thematisiert hier das angeblich antipodische Verhältnis zwischen einem dem Marxismus nahestehenden Schriftsteller und seiner, aus dieser ideologischen Gesinnung heraus resultierenden, Abkehr von seiner "Innerlichkeit". Obwohl sich Blochs Diagnose auf einige Schriftsteller des Bundes Proletarisch Revolutionärer Schriftsteller (BPRS) bezieht - der 1928 in der Weimarer Republik gegründet wurde - scheint dieses Phänomen im Zuge der Studenten- bewegung der 1960er Jahre in der BRD eine Renaissance zu erleben.
Im Zentrum der vorliegenden Untersuchung steht die Literatur des Schriftstellers Günter Wallraff. Die literarische Entwicklung Wall- raffs in den 1960er Jahren ist geprägt von einer Dispensation an einen subjektiven zugunsten eines scheinbaren objektiven Schreibstils. Inwieweit diese, mit Bloch, "Abkehr von der Innerlichkeit" durch die Berührung mit Marx ausgelöst wurde, wäre noch zu diskutieren. Auf den ersten Blick jedenfalls gibt es für diese These einige Anhaltspunkte. Denn Wallraffs 1966 erschienenes Debüt "Wir brauchen dich - Als Arbeiter in deutschen Industriebetrieben" (Industriereportagen) war, im Gegensatz zu seinem zweiten Buch, noch nicht von diesem Kontakt gekennzeichnet.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice