Hans Jonas' Gottesbegriff nach Auschwitz. Ein Klärungsversuch der Theodizeefrage
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
28.03.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
742 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668423091
Im Laufe der Menschheitsgeschichte kam es immer wieder zu Katastrophen, Kriegen und Hungersnöten. Aktuell wird die Welt durch Terror und Angst bedroht, Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht aus ihrer Heimat. Die Frage nach dem Leid in der Welt und wie ein Gott diese zulassen kann, beschäftigt die Menschen dadurch schon immer. Die Religionen haben im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Theorien entworfen, wie diese scheinbar widersprüchlichen Dinge in Einklang gebracht werden können. Der Versuch einer Rechtfertigung Gottes angesichts des Leids in der Welt wird mit dem Begriff der Theodizee umschrieben.
Durch die Geschehnisse des 2.Weltkrieges erreichten diese Überlegungen jedoch eine neue Stufe. Eine weitere Steigerung des Leids und der Gewalt, die die Menschen ratlos zurücklässt. Auschwitz steht wie kein zweites Bild für diese grausame Zeit. Dem Hass der Nationalsozialisten fielen nicht nur Millionen von Juden zum Opfer. Jedoch gerade für sie, das von Gott auserwählte Volk, entsteht hier ein Konflikt, der unlösbar erscheint. Welcher Gott kann so etwas zulassen? Noch dazu bei seinem auserwählten Volk?
Hans Jonas, einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, war selbst Jude und persönlich von den Ereignissen betroffen. Er beschäftigte sich mit diesen Fragen, da er seinen Glauben an Gott nicht aufgeben wollte. In einer Festrede zur Verleihung des Dr.-Leopold-Lucas-Preises der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen im Jahre 1984 ging er dem Gottesbegriff nach Auschwitz nach. Schon rein begrifflich lässt sich hier ein Bruch erkennen, zwischen der Zeit vor Auschwitz und danach. Die Ereignisse haben bei ihm offensichtlich zu einem Überdenken des Gottesbildes geführt.
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