Emilia war noch Emilka, als ihre Eltern mit ihr losfuhren – raus aus dem grauen Polen, nach Westberlin! Das war 1988. Nur ein Jahr später hatte sie einen neuen Namen, ein neues Land, eine neue Sprache: Sie war jetzt Deutsche, alles Polnische war unerwünscht. Wenn die neuen Kollegen der Eltern zum Essen kamen, gab es nicht etwa Piroggen, sondern Mozzarella und Tomate. Und als Emilia ein Deutschdiktat mit zwei Fehlern nach Hause brachte, war ihre Mutter entsetzt: Was war schiefgelaufen? Ergreifend erzählt Emilia Smechowski die persönliche Geschichte einer kollektiven Erfahrung: eine Geschichte von Scham und verbissenem Aufstiegswillen, von Befreiung und Selbstbehauptung.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
mima
5/5
04.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Reflektiert und nahbar
Ein sehr persönlich geschriebenes Buch, mit einem authentischen, offenen Ton und spürbare Nähe zur Autorin. Sie schreibt klar, klug und reflektiert, ihr journalistischer Hintergrund zeigt sich in Stil, Struktur und sprachlichem Feingefühl.
Ein (noch) stärkerer analytischer oder gesellschaftskritischer Blick auf Migration, Anpassungsdruck oder Identität wäre stellenweise wünschenswert gewesen, nicht weil das Buch ihn zwingend bräuchte, sondern weil es das Potenzial dazu gehabt hätte.
Insgesamt aber eine gelungene, eindringliche und lesenswerte persönliche Erzählung.
Bewertung
5/5
21.02.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
In rauen, populistischen Zeiten...
In rauen, populistischen Zeiten ist dies ein Buch, das uns erden kann. Wie eine vermeintlich perfekte Integration in Deutschland noch lange nachhallt, zeigt diese junge Polin.
Bewertung
5/5
08.01.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gefunden: eine stille Perle im Regal.
Wir Strebermigranten ist ein autobiografischer Roman, der mit seiner Authentizität überzeugt. Emilia Smechowski erzählt die Geschichte ihrer Eltern und ihre eigene, eine Geschichte von Flucht, Ankunft und Heimat. Dabei schildert sie klar, selbstkritisch und aufrichtig persönliche Erinnerungen, die sie zu einem stimmigen fiktiven Roman spinnt. Einfühlsam porträtiert sie eine Generation von Polen, die kurz vor der Wende nach Deutschland floh und sich perfekt in ihre neue Heimat integrierte und heute nahezu unsichtbar ist. Ihre Einblicke sind echt und ehrlich und ihr Roman unbedingt lesenswert!
Bewertung
4/5
26.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hach.. man erkennt so vieles wieder!...
Hach.. man erkennt so vieles wieder! Ein tolles Buch für alle polnischen Auswanderer!
Bewertung
4/5
10.08.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartig geschriebener Roman...
Großartig geschriebener Roman über die Erfahrung als polnische Migrantin in Deutschland! Nüchtern, tiefgründig und erdrückend. Ein Roman, der vielen Migranten eine Stimme gibt.
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