»Der Frauenchor von Chilbury« erzählt von den Kämpfen, Affären, Enttäuschungen und Erfolgen eines Chors während des Zweiten Weltkriegs. Als England in den frühen Tagen des zweiten Weltkriegs in das Kriegsgeschehen eingreift und die Männer in der Ferne kämpfen, schmieden die Frauen des Dorfes Chilbury einen ungewöhnlichen Plan. Sie widersetzten sich der Entscheidung des Vikars den Chor aufzulösen. Stattdessen singen sie weiter und lassen sich als Frauenchor von Chilbury wieder auferstehen. Tauchen Sie ein in die Schicksale fünf außergewöhnlicher Chormitglieder:Eine ängstliche Witwe ist am Boden zerstört als ihr Sohn in den Kampf zieht; die ältere Tochter des Brigadegenerals fühlt sich hingezogen zu einem mysteriösen Künstler; ihre jüngere Schwester ist unmöglich verliebt, eine Jüdin, geflohen aus der Tschechoslowakei, hütet ein Familiengeheimnis; und eine Hebamme schmiedet Pläne, um ihrer zwielichtigen Vergangenheit zu entkommen. Jennifer Ryans Debütroman ist eine zauberhafte Geschichte voller Intrigen, Romantik und den wichtigen Fragen des Lebens. Sie beleuchtet spannend die wahre Stärke der Frauen an der Heimatfront.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
23.07.2021
eBook (ePUB 3)
Chilbury 1940: Zweiter Weltkrieg, zwölf grundverschiedene Frauen, ein Chor. Dies ist eine bewegende Geschichte über Frauen, die in schwierigen Zeiten zusammenzuhalten, denn das ist das Einzige, was zählt. Sie lernen Krieg, Verlust und Angst in der Gemeinschaft zu überstehen und durch Freundschaft und Verständnis so manches leichter zu meistern. Dieses Buch mit historischem Hintergrund bekommt von mir 5 Sterne!
Bewertung
aus Südbrookmerland
5/5
12.07.2019
eBook (ePUB 3)
Gutes Buch
Das Buch ist ganz gut zu lesen. Man muss gut aufpassen,weil die Geschichte immer wieder springt. Ansonsten ist es ein tolles Buch.
Timo Funken
5/5
16.06.2019
eBook (ePUB 3)
Der Frauenchor von Chilbury
Ein berührender Roman über die starken Frauen während des zweiten Weltkrieges. Aber auch im größeren Sinne ein Buch, welches über die "Normalität" des Lebens in absolut abnormalen Zuständen schreibt.
Liebe Grüße,
Timo Funken
MarionHH
Thalia Book Circle Community
5/5
15.08.2017
eBook (ePUB 3)
Starkes Buch über starke Frauen!
Chilbury, Kent in England, 1940: Fast alle Männer im Dorf wurden für den Zweiten Weltkrieg eingezogen. Die Frauen übernehmen mehr und mehr die anfallenden Arbeiten auf Höfen und in Läden oder arbeiten als Krankenschwestern oder beim Nachrichtendienst. Da wird – zum Schrecken der weiblichen Bevölkerung – der Chor von Chilbury wegen Männermangel aufgelöst. Die Damen sind entsetzt, haben dem aber nichts entgegen zu setzen. Eines Tages zieht Primrose Trent, Musikprofessorin aus London, ins Dorf und mischt dieses kräftig auf. Sie gründet einen reinen Damenchor und meldet diesen sogar entgegen aller Widerstände bei einem Gesangswettbewerb an. Doch der Krieg ist in vollem Gange und macht auch vor dem kleinen Dorf nicht Halt…
Bezauberndes Buch über die Hoffnung in schweren Zeiten, über das Über-sich-Hinauswachsen in Krisenzeiten, aber auch über Selbstfindung, Läuterung und nicht zuletzt die Liebe. Eigentlich sind es mehrere Geschichten, die in Form von Bekanntmachungen, Tagebüchern, Briefen und Schlagzeilen in Zeitungen erzählt werden. Über einen Zeitraum von März bis Anfang September 1940 wird von großen und kleinen Kümmernissen, von Intrigen, kriminellen Machenschaften, aber auch von Träumen, Hoffnungen und Wünschen berichtet. Durch die gewählte Erzählform hat man das Gefühl, dies alles geschieht wirklich und man selber ist mittendrin, man wird Teil der Dorfgemeinschaft und erlebt hautnah alle Geschehnisse mit. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, locker, aber doch stilvoll, jeder Brief, jeder Tagebucheintrag, jede Notiz erhält eine eigene Note, und trotz der damit verbundenen häufigen Perspektivwechsel und kurzen „Kapitel“ liest sich das Ganze ungeheuer flüssig. Es ist an sich ein Buch der leisen Töne. Sicherlich sind die großen Erlebnisse und Ereignisse einschneidend und haben weitreichende Konsequenzen, doch es sind die kleinen Dinge, die Mut machen und amüsieren, an Hand derer die Protagonisten ihre Entscheidungen fällen und die den Leser oftmals überraschen.
Jeder Charakter ist vielschichtig und man erfährt einiges über das Selbstbild von einzelnen Menschen, das oft in einigem Gegensatz zu dem Bild steht, das andere von demjenigen haben. Das machte für mich einer der größten Reize aus, es wird ein Ereignis oder ein Person aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben, doch es wiederholt sich niemals und wird niemals langweilig, im Gegenteil. Es ist interessant zu lesen, wie Ereignisse wahrgenommen werden, sie bekommen aus jeder Perspektive heraus eine eigene Dynamik. Das Ganze lebt zudem von den starken Charakteren und der Entwicklung von einzelnen Figuren. Einerseits ist da eine durchaus in sich geschlossene Dorfwelt mit teilweise skurrilen Menschen, mit ihren Befindlichkeiten, Feindseligkeiten und Geheimnistuereien. Sie versuchen lange, ihre gewohnten Abläufe und Strukturen beizubehalten. Andererseits ist da die Außenwelt und diese dringt immer mehr in das Dorf ein und verändert es. Durch den Krieg sind die Frauen gezwungen selbst die Initiative zu ergreifen, doch sie müssen sich auch erst einmal dazu durchringen, die Entscheidungsgewalt lag bislang bei den Männern. So verändert sich die Gesellschaft, die Frauen werden selbständiger und selbstbewusster, und die Persönlichkeit manch einer gewinnt an Substanz und Eigenständigkeit, manch eine beweist ungeahnte Führungsqualitäten, manch eine zeigt ihr wahres Gesicht oder verstellt sich nicht mehr. Es ist ein Frauenroman, Männer spielen dabei zwar auch eine Rolle, aber bleiben doch zumeist im Hintergrund, da sie im Krieg sind, haben eine Nebenrolle oder werden in ihre Schranken verwiesen.
Fazit: Ein wunderbarer Roman und gleichzeitig ein Zeitzeugnis davon, wie Frauen an der Heimatfront ihr Leben meisterten, ihren Mann standen und über sich hinauswuchsen. Ein Buch, das zeigt, was Menschen leisten, wie sie sich und die Gesellschaft verändern können. Es sind die stillen Helden, die die Welt verändern. Wundervoll geschrieben in einem außergewöhnlichen Stil, der fesselt, und eine Autorin, die es versteht, ein schwieriges und trauriges Kapitel der Geschichte hoffnungs- und humorvoll und ihre Charaktere liebevoll zu behandeln. Eine, die man sich merken sollte und von der es hoffentlich bald mehr zu lesen gibt!
Bewertung
aus Dresden
5/5
14.08.2017
eBook (ePUB 3)
Unglaublich authentischer Kriegsroman
Wenn man "Der Frauenchor von Chilbury" liest, denkt man zugegebenermaßen nicht direkt an einen Kriegsroman. Jedenfalls ging es mir nicht so. Mit ihrem Debut hat Jennifer Ryan etwas ganz besonderes geschaffen, denn sie hat damit nicht nur britische Kriegsgeschichte geschrieben sondern auch Kriegsgeschichte der Frauen, die sich allein um alles Verbliebene kümmern mussten.
Zur Geschichte: Während des zweiten Weltkrieges, werden auch in England immer mehr Männer zum Kriegsdienst eingezogen. Weil die männlichen Chorstimmen fehlen, beschließt daher der Pfarrer der Gemeinde von Chilbury den Chor einzustellen. Das trifft bei den Frauen auf Widerstand, allerdings erst Prim kann ihn umstimmen und gründet den Frauenchor von Chilbury. Er ist es auch, mit seinen vielen Facetten und seiner Leiterin Prim, die die Frauen zum Nachdenken und zum Wandel bewegt. Sie werden von kleinen, schüchternen Mäuschen im Laufe des Romans zu starken Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und alles mögliche tun, um während des Krieges einander beizustehen.
Jennifer Ryan hat für ihren Roman einen interessanten Schreibstil gewählt. Aus 5 verschiedenen Perspektiven heraus, berichtet sie in Form von Tagebucheinträgen und Briefen, was passiert. 2 Mädchen und 3 Frauen werden so hautnah über die Zeit hinweg begleitet und durch die persönliche Art des Niederschreibens, werden ihre Gefühle unglaublich gut transportiert. Dabei findet Ryan eine Balance zwischen der Schwere des Kriegsthemas und der Leichte eines Unterhaltungsromans. Ich konnte mich gut in die Personen hineinfühlen und hatte dabei nicht das Gefühl von der Geschichte erdrückt zu werden, weil so viel Menschlichkeit, Humor und Lebensfreude darin steckten. Dabei werden viele Themen ergriffen, doch nichts wirkt überladen oder zuviel. Vielmehr scheint die Autorin es geschafft zu haben, das ganz "normale" Alltagsleben mit seinen vielfältigen Facetten und Wirrungen im zweiten Weltkrieg eingefangen zu haben.
Ich bin gespannt, mehr von ihr zu lesen!
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