Die Erzählung, erschien 1845 ursprünglich unter dem Titel Der Heilige Abend.
An eben jenem Abend verirren sich zwei Kinder im Wald. Sofort brechen Menschen auf um die Verirrten zu suchen.
Unter den Eindrücken der Natur und der Sorge um die verirrten Kinder erleben alle Beteiligten die christlichen Hochfeste en miniature.
Bergkristall gilt als die ergreifendste Erzählung Stifters.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Annas.bibliomanie.n.babystuff
aus Hamburg
5/5
22.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nostalgie pur
Vorurteile überwinden
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Bergkristall
Der Heilige Abend
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Rezensionsexemplar
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Inhalt: Zwei Dörfer. Eins ist eher reich - das Andere eher arm. Ein Mann und eine Frau verlieben sich. Die Frau stammt aus dem reichen Dorf, der Mann aus dem Anderen. Sie bekommen zwei Kinder. Diese sind, wie die Eltern in beiden Dörfern fremd, da sie die Anderen sind.
Am Heiligen Abend gehen die Kinder ins andere Dorf zu den Großeltern. Auf dem Rückweg fängt es heftig an zu Schneien und die Kinder verlaufen sich.
Am nächsten Morgen finden die beiden Suchtrupps aus den zwei Dörfern die verschollenen Kinder.
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Meine Meinung: Am Anfang dachte ich: OHA! Gleich verlaufen sich die Kinder auf dem Weg vom einen Dorf zum anderen und habe ein bedrückendes Gefühl gehabt, da ich mich selbst als Kind zusammen mit meinem Bruder im Wald verlaufen habe.
Aber das Ende ist zuckersüß. Die Menschen der beiden Dörfer sehen über ihre Vorurteile hinweg und begehen gemeinsam das Weihnachtsfest.
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Fazit: Diese Vorlesegeschichte ab vier Jahren ist wunderbar klassisch illustriert und versetzt einen in ein nostalgisches Adventsflair.
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Text: Anita Sansone Cotti nach Adalbert Stifter
Illustration: Maja Dusiková
4,5/5
Preis: 16,95€
ISBN: 978 3 85581 580 7
Verlag: Bohem
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Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar @bohempress
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Ursula Schrott
aus Vöcklabruck
5/5
25.04.2012
Buch (Taschenbuch)
Ruhe, Naturverbundenheit, Erzählkunst
In ruhiger Sprache erzählt Adalbert Stifter vom Leben in den Bergen. Im Mittelpunkt steht das Geschwisterpaar Konrad und Sanna, das sich an Heiligabend auf dem Weg von den Großeltern nach Hause am Berg verirren. Stifters großartige Naturbeschreibungen und seine Würdigung des Unscheinbaren und Kleinen sind in unserer hektischen Zeit ein besonderer Lesegenuß. Eine kleine Auszeit in Gelb!!
Igelmanu66
aus Mülheim
4/5
22.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Alte Sprache, aber eine wunderbar weihnachtliche Botschaft
»Wenn ich nur mit diesen meinen Augen etwas zu erblicken imstande wäre, dass ich mich darnach richten könnte.« Aber es war rings um sie nichts als das blendende Weiß, überall das Weiß, das aber selber nur einen immer kleineren Kreis um sie zog, und dann in einen lichten streifenweise niederfallenden Nebel überging, der jedes Weitere verzehrte, und verhüllte, und zuletzt nichts anderes war als der unersättlich niederfallende Schnee.«
An einem Heiligen Abend verirren sich ein Junge und seine kleine Schwester im Gebirge, plötzlich eingetretener starker Schneefall sorgt dafür, dass sie nach dem Besuch bei den Großeltern den Rückweg in ihr Dorf nicht mehr finden. Während die beiden in der eisigen Kälte um ihr Überleben kämpfen, schließen sich die Bewohner zweier verfeindeter Dörfer zu einer gemeinsamen Rettungsaktion zusammen.
Es war diese Handlung, die mich zu dem Buch greifen ließ. Es hat schon viele Jahre auf dem Buckel, erschienen ist es bereits 1845, entsprechend weicht die Sprache von der heutigen ganz ordentlich ab. Die Grundthematik, dass in einer Notlage Menschen bereit sind, über Vorbehalte und alten Ärger hinwegzusehen, um sich auf das Wesentliche zu besinnen, ist aber einfach schön und wunderbar weihnachtlich. Die Schilderung der Naturgewalten ist intensiv, entsprechend lässt einen der Überlebenskampf der Geschwister stark mitfiebern.
Fazit: Wer bereit ist, sich auf die alte Sprache einzulassen, darf sich auf ein Buch mit wunderbar weihnachtlicher Botschaft freuen.
Herbert Huber
aus Wasserburg a. Inn
4/5
25.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vielschichtiges Plädoyer für Aussöhnung auf vielen Ebenen
Wer „Bergkristall“ in einer Ausgabe mit dem Titelbild der beiden Kinder im verschneiten Wald vor sich hat und es als Kinderbuch oder als Weihnachtswunder mit zauberhafter schneebedeckter Natur lesen will, wird enttäuscht werden oder liest die großartige Erzählung nur oberflächlich.
Es geht um Weihnachten und es steckt reichlich religiöse Symbolik drin. Doch wichtig sind auch die Ebenen Mensch und Natur und das gesellschaftliche Miteinander.
In „Bergkristall“ zeigt Stifter wie regionale Grenzen überwunden werden, wie Ressentiments gegenüber Fremden (und seien sie nur aus dem südlichen Nachbartal) abgebaut werden. Die Erzählung ist vielschichtig.
Für mein Lesevergnügen zieht sich der erste Teil der Schneenacht etwas. Ich empfehle die Ausgabe innerhalb des Erzählbands „Bunte Steine“ mit einer beachtenswerten Vorrede Stifters.
Nicole
aus Nürnberg
4/5
01.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Neuauflage
Meine Meinung zum Kinderbuch:
Bergkristall
Inhalt in meinen Worten:
In der Geschichte des Bergkristalls geht es um zwei Geschwisterkinder, die sich an Heilig Abend fürchterlich verlaufen und wo es nicht sicher ist, ob sie zurückfinden werden. Doch davor geschah ganz viel in zwei Dörfern. Denn es geht darum das zwei Dörfer dank einer Hochzeit irgendwie verbunden sind, aber sich keiner wirklich richtig wohl fühlt. Wie geht man damit um? Ganz einfach, man geht seinen Weg, bis die Kinder verschwinden und man sich riesig Sorgen macht.
Wird es ein Weihnachtliches Wunder geben?
Wie ich das Gelesene empfinde:
Die Geschichte ist nicht im modernen Deutsch geschrieben, sondern ich merkte der Geschichte ihre Zeit an. Das fand ich aber total angenehm, denn mit Sprache kann man seitjeher wunderbar spielen. Sicherlich ist es so, das die Geschichte nicht neu ist und immer wieder werden ähnliche Geschichten geschrieben, dennoch hat diese Geschichte ihre ganz besondere Aussage. Nämlich wie tief Zusammenhalt gehen kann, gerade wenn es aussichtslos aussieht, kann es Rettung geben, man muss die Augen und Ohren eben gut offen halten.
Die Sprache:
Wie schon erwähnt, ist die Sprache nicht die mordernste, aber dafür eben in der alten Sprache die man noch vor 50/60 Jahren sprach, so gab es auch Worte, die ich selbst noch nicht so gehört habe, oder eher sehr selten. Genau das macht auch den Charme dieser Geschichte aus.
Weihnachten:
Erst am Ende der Geschichte war mir bewusst, das es um eine Weihnachtsgeschichte geht, davor war es eine alle Jahreszeitengeschichte und von einem, der sich eine Frau aus einem anderen Dorf suchte und somit war die Familie nicht hier und nicht dort richtig zu Hause. Denn die Dörfer lagen beide in einem Tal und dazwischen war ein Berg. Doch kein Problem, man kann den Weg gut gehen, so auch die zwei Kinder, um die es in dieser Geschichte geht, nur mit dem einen Tag, wo sie zu Oma und Opa gehen wollten, rechnete keiner, das die Kinder erst einmal verschwinden.
Doch wie es zu Weihnachten ist, es muss in einer Form gut ausgehen, sonst wäre es kein Weihnachten.
Charaktere:
Die Geschichte geht vor allem um diese beiden Kinder, und doch waren sie fremd, denn es ist eine an sich kurze Geschichte, die mir aber aufzeigt, es gibt immer einen Weg, zumindest finden die Beiden ihren Weg.
Spannung:
Am Anfang wusste ich nicht wohin mich diese Geschichte führen mag, deswegen war ich schon gespannt, doch so richtig große Spannung blieb aus, weil für mich einfach klar war, in einem Kinderbuch, das auch noch zu Weihnachten spielt, kann nichts schlimmeres geschehen.
Illustrationen:
Ich finde die Zeichnungen dem Stil der Sprache sehr gut angepasst. Die Zeichnungen wirken gekörnt, aber zeigen wirklich in jedem Bild etwas einzigartiges, so wie es früher Kinderbücher getan haben.
Hier ist also ein ganz großer toller Punkt vorhanden.
Empfehlung:
Ein Kinderbuch, das ich nicht nur zu und an Weihnachten empfehlen kann, sondern immer dann, wenn man gerade ein kleines Wunder benötigt. Tolle Bilder unterstreichen das Gelesene, so das man gut in die Geschichte eintauchen kann.
Am besten setzt ihr euch mit eurem Kind oder Enkelkind auf das Sofa und lest diese Kindergeschichte vor und anhand der Bilder wissen die Kleinen direkt wo sie sind.
Bewertung:
Ich gebe dem Buch vier Sterne. Einfach weil es nicht so ganz das typische Weihnachtsbuch war.
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