Manchmal gründet das Wunder einer idealen Ehe nicht in der Aufrichtigkeit, sondern im Verschweigen. Als Lotto und Mathilde heiraten, kennen sie sich erst wenige Wochen. Sie sind jung und schön und einander vollkommen verfallen. Ihr Glück ist förmlich mit Händen greifbar, und über die Jahre ist ihre Vertrautheit so tief, dass sie sich auch wortlos zu verstehen scheinen. Doch was wissen sie wirklich voneinander? Ahnt Lotto, welchen Zorn Mathilde hinter ihrem sanften Lächeln verbirgt? Und was geschieht, wenn sich eine einzige Annahme in ihrem Beziehungsgeflecht als Illusion herausstellt? Lauren Groff zeichnet das Bild einer Ehe, hinter deren Glanz sich schleichend etwas Dunkles offenbart.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Tintenschoen
5/5
30.04.2018
Buch (Taschenbuch)
Die authentische Geschichte einer Ehe, die nur auf den ersten Blick perfekt ist
Zurecht Barack Obama’s Lieblingsbuch:
LICHT UND ZORN von Lauren Groff
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Ich liebe dieses Buch und ich liebe Lotto & Mathilde, um die es in diesem Buch geht. Doch es ist nicht nur deren turbulente Lebens- und Liebesgeschichte, die mich sofort gefangen genommen hat und die, die ein oder andere Überraschung birgt, sondern Lauren Groffs beeindruckender Schreibstil. Mühelos wechselt sie zwischen der Erzählperspektive der verschiedenen Protagonisten und zwischen den unterschiedlichen Zeiten, in denen die Geschichte spielt, ohne dass man als Leser verwirrt wird oder gar den Faden verliert. Ganz im Gegenteil, dadurch entsteht ein Sog in die Geschehnisse, dem man sich kaum entziehen kann.
Ich habe schon viele unterschiedliche Meinungen über dieses Buch gehört und gelesen und kann durchaus nachvollziehen, dass diese Art, eine Geschichte zu erzählen, nicht jedem liegt. Für mich persönlich ist es jedoch ein extrem beeindruckendes und lesenswertes Werk!!
Bewertung
5/5
26.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Schwierig, das Buch einzuordnen..
Lauren Groff zeichnet mit ihrem Roman Licht und Zorn wohl tatsächlich ein desaströses Bild einer Ehe. Die Hauptprotagonisten sind Lotto und Mathilde, die sich Hals über Kopf verliebt in ihre Beziehung und Ehe stürzen. Doch beide Figuren haben ihre dunklen Schattenseiten und tragen einigen Ballast aus ihren ganz persönlichen Vergangenheiten mit sich. So ist die Entwicklung und die scharfsichtige Offenlegung der Hintergründe beider Protagonisten wohl nicht verwunderlich.
Ich muss sagen, dass ich hin und wieder Schwierigkeiten mit dem allzu scharfen oder gegenteilig verharmlosenden und dadurch entlarvenden Schreibstil von Lauren Groff hatte und dadurch beim Lesen doch einige Male ins Stocken geriet. So wird beispielsweise ein klassischer (wenn auch einmaliger) Missbrauch eines Jungen durch einen Lehrer in etwa mit den Wurm aus der Hose holen umschrieben.. Ein krasser Vorgang, der aber in einem seichten Ton und lapidar nebensächlich beschrieben wird und damit den, meines Erachtens, typischen Stil des Romans gut widerspiegelt. Das kann man als großes sprachliches Können der Autorin interpretieren, es kann aber auch genauso gut nach hinten losgehen. Ich war jedenfalls von Groffs derben Euphemismen stellenweise überrascht und auch irritiert. Sicherlich ist die Schreibweise der Autorin hilfreich, um den Plot der Geschichte in Szene zu setzen und die Intensität der Wirkungen einzelner Inhalte zu vervielfachen. Doch war es trotzdem nicht immer ganz meins. Was meiner Meinung nach wirklich positiv zu bewerten ist, sind trotz allem die Authentizität der Figuren und die atmosphärische Dichte, die von Anfang an geschaffen werden und sehr greifbar wirken. Lauren Groff verzeichnet mit ihrem Roman buchstäblich ein Szenario, das an Vielschichtigkeit und Tiefe wohl kaum zu toppen ist auch wenn die Verläufe vordergründig oftmals erst gar nicht so erscheinen, weil die Geschichte fast schon zu süffisant herunter erzählt wird.
Insgesamt habe ich mich, wie eingangs beschrieben, trotzdem ein wenig schwer mit dem Buch getan, würde es aber dennoch (mit den oben benannten Einschränkungen) weiterempfehlen.
Bewertung
aus Bern
1/5
21.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Fehlkauf
Der Plot mag ja noch etwas hergeben, aber die literarische Umsetzung ist nicht besser als in einem „Heftli-Roman“. Viel Sex, viel Party, Geld-Machen vs Loser-Sein….amerikanisch halt.
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