Produktbild: Memory Wall

Memory Wall Novelle

8

8,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2018

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

btb

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

18,7/11,8/1,7 cm

Gewicht

156 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71554-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2018

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

btb

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

18,7/11,8/1,7 cm

Gewicht

156 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71554-1

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Wir sind nichts ohne unsere Erinnerungen

Bewertung am 19.03.2018

Bewertungsnummer: 250671

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

in unglaublich zarter Manier verfolgt man die Aufzeichnungen der 74jährigen Alma, die sich an ihren Mann erinnert. Alma verliert so nach und nach ihr Gedächtnis. Doch das splitterhafte erinnern und ihre Notizen dazu führen uns auf unnachahmliche Weise in ihr Leben, in ihre Seele, das was sich darauf eingebrannt hat. "Man muss erst beginnen, sein Gedächtnis zu verlieren, und sei's nur stückweise, um sich darüber klar zu werden, dass das Gedächtnis unser ganzes Leben ist. Ein Leben ohne Gedächtnis wäre kein Leben, wie eine Intelligenz ohne Ausdrucksmöglichkeit keine Intelligenz wäre. Unser Gedächtnis ist unser Zusammenhalt, unser Grund, unser Handeln, unser Gefühl. Ohne Gedächtnis sind wir nichts." Diese Worte von Luis Bunuel, Mein letzter Seufzer, stellt der Autor seiner Novelle voran. Und das ist so tief wahr wie dramatisch, wenn man sich vergegenwärtigt, was bleibt wenn man sich so langsam verliert. Poetisch, intensiv, Worte von großer Schönheit und Sätze von durchdringender Wahrheit. Dieses schmale Bändchen von Anthony Doerr ist etwas ganz besonderes. Ein Kleinod. Man kennt den Autor übrigens von seinem großartigen Roman "Alles Licht, das wir nicht sehen" für den er - zu Recht - den Pulitzerpreis erhielt.

Wir sind nichts ohne unsere Erinnerungen

Bewertung am 19.03.2018
Bewertungsnummer: 250671
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

in unglaublich zarter Manier verfolgt man die Aufzeichnungen der 74jährigen Alma, die sich an ihren Mann erinnert. Alma verliert so nach und nach ihr Gedächtnis. Doch das splitterhafte erinnern und ihre Notizen dazu führen uns auf unnachahmliche Weise in ihr Leben, in ihre Seele, das was sich darauf eingebrannt hat. "Man muss erst beginnen, sein Gedächtnis zu verlieren, und sei's nur stückweise, um sich darüber klar zu werden, dass das Gedächtnis unser ganzes Leben ist. Ein Leben ohne Gedächtnis wäre kein Leben, wie eine Intelligenz ohne Ausdrucksmöglichkeit keine Intelligenz wäre. Unser Gedächtnis ist unser Zusammenhalt, unser Grund, unser Handeln, unser Gefühl. Ohne Gedächtnis sind wir nichts." Diese Worte von Luis Bunuel, Mein letzter Seufzer, stellt der Autor seiner Novelle voran. Und das ist so tief wahr wie dramatisch, wenn man sich vergegenwärtigt, was bleibt wenn man sich so langsam verliert. Poetisch, intensiv, Worte von großer Schönheit und Sätze von durchdringender Wahrheit. Dieses schmale Bändchen von Anthony Doerr ist etwas ganz besonderes. Ein Kleinod. Man kennt den Autor übrigens von seinem großartigen Roman "Alles Licht, das wir nicht sehen" für den er - zu Recht - den Pulitzerpreis erhielt.

"Alma steht barfuß und ohne…

herrzett aus lübeck am 08.03.2018

Bewertungsnummer: 2712057

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Alma steht barfuß und ohne Perücke mit einer Taschenlampe im oberen Schlafzimmer. [...] Vor einem Moment noch, da ist sich Alma sicher, hat sie etwas Wichtiges getan. Etwas, bei dem es um Leben und Tod ging. Aber sie kann sich nicht erinnern, was es war." In Anthony Doerrs Novelle "Memory Wall" lernen wir die Geschichte von Alma kennen. Alma hat Demenz. Man kann es auch gar nicht schön reden, doch es ist trotz der fortschreitenden medizinischen Möglichkeiten nicht aufzuhalten. Ärzte können aufgrund von 4 Ports, die in Almas Kopf verankert sind, Erinnerungen 'ernten', auf Kassetten speichern. So können diese Fragmente oder Puzzleteile immer mal wieder abgespielt und zurück ins Gedächtnis gerufen werden. Früher hatte Alma täglich an der Wand gearbeitet. Eine Wand mit dutzenden von Erinnerungen in Form von Kassetten, Bildern und gekritzelten Notizen. In dessen Innerstes ein Bild ihres Mannes Harold. Eine Herzattacke riss ihn während der Suche nach Fossilien aus ihrem Leben. Und so ist Alma ganz auf sich allein gestellt. Naja, nicht ganz, ihr Haushälter Pheko, ein Einbrecher und Luvo leisten ihr hin und wieder Gesellschaft. Doch als sie in ein Heim abgeschoben und das Haus verkauft werden soll, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und die Suche nach der einen entscheidenden Erinnerung... "Jede Kassette an Almas Wand wird zu einem kleinen Feuer in der Dunkelheit. Luvo bewegt sich zwischen ihnen hin und her und erkundet nach und nach das Labyrinth ihrer Geschichte." Dieses Buch hat mich auf eine sehr tiefgründige Art und Weise bewegt. Es sind die Bilder, die Anthony Doerr (und der Übersetzer Werner Löcher-Lawrence) hier hervorruft. Die Vergänglichkeit und das Zurücklassen von Erinnerungen und Andenken, die für andere eher Krempel darstellen und ohne die zugehörige Person nutzlos erscheinen. Es ist das Bild, dass wir ohne Erinnerung eigentlich nichts wären, als eine nutzlose Hülle unserer selbst. Schon allein das im Einstieg abgedruckte Zitat von Luis Bunuel schließt die Klammer um dieses Buch und öffnet die Gedankenwelt. Der Spiegel spricht von einem Zauber, den das obsessive Erzählen erzeugt - für mich ist es mehr als das. Eine mitreißend, traurig, schöne Geschichte sowie ein Gedankenanstoß der Endlichkeit und das Erkennen des ungeahnten Glücks. "Nichts bleibt [...] Dass etwas versteinert, ist ein Wunder. Die Chancen stehen eins zu fünfzig Millionen. Der Rest von uns? Wir verschwinden im Gras, in Käfern, in Würmern. In Lichtstreifen."

"Alma steht barfuß und ohne…

herrzett aus lübeck am 08.03.2018
Bewertungsnummer: 2712057
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Alma steht barfuß und ohne Perücke mit einer Taschenlampe im oberen Schlafzimmer. [...] Vor einem Moment noch, da ist sich Alma sicher, hat sie etwas Wichtiges getan. Etwas, bei dem es um Leben und Tod ging. Aber sie kann sich nicht erinnern, was es war." In Anthony Doerrs Novelle "Memory Wall" lernen wir die Geschichte von Alma kennen. Alma hat Demenz. Man kann es auch gar nicht schön reden, doch es ist trotz der fortschreitenden medizinischen Möglichkeiten nicht aufzuhalten. Ärzte können aufgrund von 4 Ports, die in Almas Kopf verankert sind, Erinnerungen 'ernten', auf Kassetten speichern. So können diese Fragmente oder Puzzleteile immer mal wieder abgespielt und zurück ins Gedächtnis gerufen werden. Früher hatte Alma täglich an der Wand gearbeitet. Eine Wand mit dutzenden von Erinnerungen in Form von Kassetten, Bildern und gekritzelten Notizen. In dessen Innerstes ein Bild ihres Mannes Harold. Eine Herzattacke riss ihn während der Suche nach Fossilien aus ihrem Leben. Und so ist Alma ganz auf sich allein gestellt. Naja, nicht ganz, ihr Haushälter Pheko, ein Einbrecher und Luvo leisten ihr hin und wieder Gesellschaft. Doch als sie in ein Heim abgeschoben und das Haus verkauft werden soll, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und die Suche nach der einen entscheidenden Erinnerung... "Jede Kassette an Almas Wand wird zu einem kleinen Feuer in der Dunkelheit. Luvo bewegt sich zwischen ihnen hin und her und erkundet nach und nach das Labyrinth ihrer Geschichte." Dieses Buch hat mich auf eine sehr tiefgründige Art und Weise bewegt. Es sind die Bilder, die Anthony Doerr (und der Übersetzer Werner Löcher-Lawrence) hier hervorruft. Die Vergänglichkeit und das Zurücklassen von Erinnerungen und Andenken, die für andere eher Krempel darstellen und ohne die zugehörige Person nutzlos erscheinen. Es ist das Bild, dass wir ohne Erinnerung eigentlich nichts wären, als eine nutzlose Hülle unserer selbst. Schon allein das im Einstieg abgedruckte Zitat von Luis Bunuel schließt die Klammer um dieses Buch und öffnet die Gedankenwelt. Der Spiegel spricht von einem Zauber, den das obsessive Erzählen erzeugt - für mich ist es mehr als das. Eine mitreißend, traurig, schöne Geschichte sowie ein Gedankenanstoß der Endlichkeit und das Erkennen des ungeahnten Glücks. "Nichts bleibt [...] Dass etwas versteinert, ist ein Wunder. Die Chancen stehen eins zu fünfzig Millionen. Der Rest von uns? Wir verschwinden im Gras, in Käfern, in Würmern. In Lichtstreifen."

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Memory Wall

von Anthony Doerr

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Christoph Paris

Osiander Zentrale

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5/5

Anthony Doerr: Memory Wall

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein besonderes, kleines Buch, eher eine Novelle. Wir befinden uns in Südafrika in einer vielleicht gar nicht so fernen Zukunft. Ein kleiner Junge soll Verbrechern helfen etwas sehr teures zu finden - auf dem Weg dahin erleben wir abenteuerliche, utopische Geschichten - geschrieben in einer feinen Sprache. Hat mich sehr beeindruckt.
  • Christoph Paris
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Anthony Doerr: Memory Wall

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein besonderes, kleines Buch, eher eine Novelle. Wir befinden uns in Südafrika in einer vielleicht gar nicht so fernen Zukunft. Ein kleiner Junge soll Verbrechern helfen etwas sehr teures zu finden - auf dem Weg dahin erleben wir abenteuerliche, utopische Geschichten - geschrieben in einer feinen Sprache. Hat mich sehr beeindruckt.

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