Eine ergreifende Geschichte über Liebe, Loyalität und Moral im Angesicht des Krieges.
Kreta, 1943: Der deutsche Archäologe Johann Martens hat den Auftrag, für die Wehrmacht die Kunstschätze der besetzten Insel zu katalogisieren, die sich als Beutegut für Hitlers Germanisches Museum eignen. Der Einheimische Andreas wird zu seinem Fahrer und Führer, doch schon bald verbindet die beiden Männer mehr als nur ihre Arbeit. Je mehr Zeit Martens auf Kreta verbringt, desto stärker fühlt er sich von der Lebensart der Inselbewohner und der Schönheit von Andreas' Tochter Eleni angezogen. Als die Deutschen eine Razzia planen, steht Martens vor einer folgenschweren Entscheidung.
Klaus Modicks Roman Der kretische Gast ist ein fesselnder Liebesroman und packender historischer Roman zugleich. Mit fundierten Recherchen und einfühlsamen Charakteren zeichnet er ein lebendiges Bild der Zeit zwischen den Vierzigerjahren und den Jahrzehnten danach, zwischen der Hitze des kretischen Sommers und der Kälte des Hamburger Winters. Ein hochaktueller Roman, der Fragen nach Moral, Verantwortung und der Macht der Liebe in Zeiten des Krieges aufwirft.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Timo Funken
5/5
29.07.2019
Buch (Taschenbuch)
Der kretische Gast
Spannender packender Roman, der einen mit ins Jahr 1943 nimmt. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir gut gefallen. Außerdem hat mir die Sprache des Buches sehr zugesagt.
Liebe Grüße
Timo Funken
Bewertung
5/5
13.09.2018
Buch (Taschenbuch)
Der kretische Gast ist eine wunderbare...
Der kretische Gast ist eine wunderbare und berührende Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Krieg. Das Buch ist nicht nur für Kreta Fans ein Muss!
Circlestones Books Blog
5/5
01.06.2018
Buch (Taschenbuch)
Sehr spannend und beeindruckend erzählte Geschichte aus der deutschen Besatzungszeit auf Kreta
„Und er wußte, daß in der Flüchtigkeit dieses Anblicks die Dauer beschlossen lag und vielleicht sogar ein Funken Ewigkeit.“ (Originalzitat Seite 406, Auflage 2005)
Inhalt
Lukas Hollbach, Student, kauft im März 1975 auf einem Flohmarkt von Kindern zwei gerahmte Fotografien. Die eine Fotografie, auf der zwei Männer zu sehen sind, kommt ihm bekannt vor. Das andere Foto zeigt eine Hafenansicht und auf der Rückseite entdeckt er eine Notiz in griechischer Sprache. Eine Studienkollegin erkennt den Hafen, Agia Galini auf Kreta, und zu Sommerbeginn fährt Lukas auf diese Insel, eine Reise die ihn in die Vergangenheit führt, ins Jahr 1943, als Kreta von den Deutschen und Engländern besetzt war.
Als Johann Martens, Archäologe, auf Grund seiner Sprachkenntnisse 1943 den Auftrag erhält, für die deutsche Wehrmacht die Kunstschätze der Insel Kreta zu katalogisieren, kann er nicht ablehnen. Als der deutsche Leutnant, dem er auf Kreta zugeteilt ist, feststellt „Katalogisieren kann man nur, was man zu Gesicht bekommt, wovor man nicht die Augen verschließt“ (Zitat Seite 36), ist Johann anfangs nicht bewusst, wie rasch dies für ihn Wirklichkeit wird. Er muss Entscheidungen treffen, die ihn in Lebensgefahr bringen. Der griechische Wort Xenos bedeutet sowohl „Fremder“, als auch „Gast“ und manchmal erfolgt der Übergang fließend.
Thema und Genre
Dieser Roman ist ein zeitgeschichtliches Epos und eine eindrucksvolle Schilderung der Insel Kreta. Es umfasst die beiden letzten Kriegsjahre, als Kreta von den Deutschen und von den Engländern besetzt war. Die stolzen Kreter wollten jedoch vor allem eines, Freiheit. Es geht hier um Entscheidungen, die in dieser gefährlichen, dunklen Zeit jeder für sich selbst treffen musste, wo zwischen Mut und Verrat, zwischen dem Ausführen der Befehle wie unter Zwang und der Befehlsverweigerung alles möglich war. Es geht aber auch um die heutige Generation der Kinder und wie sie mit der Vergangenheit der Familie umgehen.
Charaktere
Johann Martens ist Archäologe und versucht, sich als Deutscher möglichst neutral zu verhalten. Gewalt lehnt er ab, doch auf Kreta wird er mit einer Realität konfrontiert, wo er nicht mehr wegschauen kann. Durch den Einheimischen Andreas, der ihm von den Deutschen als Chauffeur und Übersetzer zugeteilt wurde, lernt er rasch, hinter die Kulissen zu blicken und beginnt zu verstehen, worum es wirklich geht. Ein mutiger, unangepasster Protagonist.
Lukas Hollbach wird im Zuge seiner Recherchen 1975 endgültig erwachsen und er entdeckt die Schönheit der Insel Kreta, die griechische Gastfreundschaft und taucht tief in die Ereignisse der Kriegsjahre ein, die auch ihn betreffen.
Der Autor geht realistisch, aber sensibel mit den Charakteren der besetzten Insel um, dadurch bleiben die handelnden Personen im Graubereich und es gibt keine gut – böse Stereotypen. Das macht diesen Roman so beeindruckend, unvorhersehbar und spannend. Natürlich kommen auch Frauen in der Geschichte vor, sowohl Johann, als auch Lukas verlieben sich, doch steht die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund, sondern erklärt manche Entscheidungen der Hauptprotagonisten.
Handlung und Schreibstil
Die Erzählung ist zweisträngig. Die beiden zeitlich getrennten Ereignisketten 1943 und 1975 sind ineinander verschränkt. Ort der Handlung ist überwiegend die Insel Kreta. Jedes Kapitel trägt als Überschrift Ort und Jahr und ist in nummerierte Unterkapitel eingeteilt. Dadurch bleibt der Roman für den Leser übersichtlich. Die gesamte Geschichte ist sehr spannend erzählt.
Dieser Roman ist pures Lesevergnügen, sprachlich gekonnte Schilderungen wecken Sehnsucht nach Kreta, ohne jedoch bemüht metaphorisch zu sein.
Fazit
Dies ist das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe, aber es werden bald weitere folgen. Sprachgewandt zieht uns Klaus Modick von der ersten Zeile an in eine sehr spannende Handlung mit interessanten, vielschichtigen Charakteren. Dieser Roman ist ein Page-turner, der alle Erwartungen erfüllt.
Juti
aus HD
4/5
27.11.2020
Buch (Taschenbuch)
Zu viel Zufall Ich bin ein…
Zu viel Zufall Ich bin ein Modick-Fan. Seine letzten Bücher „Keyseerlings Geheimnis“ und „Konzert ohne Dichter“ konnte ich eine Bestnote geben. Bei diesem schon älterem Werk muss ich aber einen Stern abziehen. Der Grund liegt darin, dass die Verknüpfung der Urlaubsgeschichte des Sohn von Hollbach mit den Kriegserlebnissen des kretischen Gast unglaubwürdig erschient. Hätte der Autor besser nicht daran getan diese Nebenhandlung wegzulassen? Das eigentlich spannende nämlich wie der Vater zu den Kriegsverbrechen steht, die sein Sohn aufdeckt wird gar nicht erzählt. Dafür viele romantische Liebesschnulze. Doch wie bei Modick sonst auch ist die Historie gut recherchiert, so dass ich zustimmen könnte. So könnte es gewesen sein. Man bekommt Lust beim nächsten Kreta-Urlaub nach den Spuren der Vergangenheit zu suchen. Vielleicht hat sich Modick die Kritik an diesem Buch zu Herzen genommen und die nächsten Bücher kürzer und prägnanter geschrieben. Wegen der Spannung im Mittelteil noch 4 Sterne.
Bewertung
aus Mülheim
5/5
15.09.2019
eBook (ePUB 3)
Spannend und informativ
Dieses Buch fesselt mich von der ersten Seite an. Absolut lesenswert.
Etwas schwierig ist es, die wechselnden Handlungsorte im Blick zu
behalten.
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