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Ich bring dich um! Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.10.2017

Verlag

Ecowing

Seitenzahl

292 (Printausgabe)

Dateigröße

731 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783711052087

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

12.10.2017

Verlag

Ecowing

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292 (Printausgabe)

Dateigröße

731 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783711052087

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Am Thema verhoben

Dr_ M aus Sachsen am 15.06.2018

Bewertungsnummer: 1110947

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Titel dieses Buches klingt verheißungsvoll. Und irgendwie auch aktuell, denn angeblich nehmen Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft zu. Leider bleibt auch die Autorin einen Beweis für diese schwammige Behauptung schuldig. Schwammig ist sie deshalb, weil gar nicht klar ist, was wirklich damit gemeint ist. Ein Verbrechen (also Gewalt) ist klar definiert, wie aber definiert man Hass? Was ist Hate Speech? Und wer verfolgt das Nichtdefinierte? Man könnte vom Titel des Buches ausgehend zu der Vermutung kommen, dass es um solche Fragen in ihm geht. Doch weit gefehlt. In Wirklichkeit kommt das scheinbare Thema nur am Rande vor und wird dann auch noch sehr flach behandelt. Die Autorin ist forensische Psychiaterin. So lange sie bei ihrem Thema und konkreten Fällen bleibt, ist das ihr Text wirklich interessant. Die gewählten Beispiele bezeugen in der Tat, zu welcher schockierenden Brutalität und Gewalt Menschen selbst aus scheinbar nichtigen Gründen fähig sind. Diese für die meisten Menschen unfassbaren Zusammenhänge vermag die Autorin gut nachvollziehbar zu erklären. Wenn sie dabei geblieben wäre, läge ein wirklich interessantes, lehrreiches, gut lesbares Buch vor. Man kann auch dem zweiten Aspekt noch folgen, den sie ausführlich abhandelt, denn dabei geht es ihr um die Verteidigung ihres durch krasse Fehleinschätzungen in Verruf geratenen Fachgebiets. Nicht alles muss man dabei so sehen wie die Autorin, aber man würde akzeptieren, dass es ihr gutes Recht ist, den Zustand der forensischen Psychiatrie aus ihrer Sicht zu schildern. Immerhin ist sie dabei auch ehrlich und benennt die Katastrophen, die auf das Konto forensischer Gutachter gehen. Wen das interessiert, der kann sich die recht lange, aber keineswegs vollständige Liste dieser grandiosen und leider tragischen Fehleinschätzungen im Buch mit den Kommentaren der Autorin durchlesen. Inzwischen soll sich insbesondere bei der Risikoeinschätzung von in geschlossenen Anstalten Einsitzenden manches geändert haben. Kritisch wird es jedoch allerdings, wenn die Autorin die recht vielen Kriminalfälle, die sie aus persönlicher Sicht kennt, dazu benutzt, um beim Leser das Gefühl zu erzeugen, die Gewalt und der Hass hätten in der deutschen Gesellschaft in den letzten Jahren zugenommen. Denn tatsächlich bringt sie dafür keinerlei Beweis in irgendeiner nachvollziehbaren Form. Wenn es um eine Zunahme geht, dann muss man sie schließlich messen können. Und wenn man etwas messen will, dann muss man den Gegenstand dieser Messung erst einmal definieren. Man findet in diesem Buch so etwas nicht einmal im Ansatz. Berichte über Gewalttaten, wie sie in diesem Buch stehen, findet man genau so auch in der Vergangenheit, einfach weil es solche Verbrechen immer gegeben hat. Noch merkwürdiger wird es jedoch, wenn plötzlich alles in einen Topf geworfen wird, wenn sich also Mord im sozialen Nahbereich, Sexualdelikte, Massenvergewaltigungen am Kölner Hauptbahnhof und auf der Domplatte und islamischer Terrorismus in Deutschland in derselben Liga wiederfinden. Und das alles dann unter der Überschrift "Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft". Wer so etwas macht, verspielt schnell seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit. Es ist doch völlig offensichtlich, dass die Ereignisse aus der Kölner Silvesternacht von 2015 oder terroristische Anschläge rein gar nichts mit der Verbrechensstatistik und ihrer Entwicklung in Deutschland oder mit irgendwelchen Zuständen innerhalb der deutschen Gesellschaft zu tun haben. Diese fürchterlichen Ereignisse kommen von außen. Warum die Autorin das alles vermischt, bleibt ihr Geheimnis. Auf Seite 92 lernt man, dass es "rassistisch ist, Kriminalität als Ursache für Gewalt in ethnische Begründungszusammenhänge umzudefinieren". Die Täter von Köln haben "nicht deswegen Frauen begrapscht, weil es Araber oder Nordafrikaner sind, sondern weil es Kriminelle sind". Dem kann man zustimmen. Gleichzeitig lässt sich allerdings nicht wegdiskutieren, dass es diese Art der sexuellen Demütigung von Frauen durch ganze Gruppen von Männern in Deutschland so bisher nicht gab, sie jedoch aus arabischen Ländern (beispielsweise aus Kairo) durchaus bekannt sind. Einige Seiten später allerdings schreibt die Autorin dann folgende bemerkenswerten Sätze: "Zudem gibt es noch die wirklich kulturspezifischen Kontextfaktoren. … Im eigenen Kopf sind es eben doch Prostituierte, unkeusche Frauen, liederliche Wesen." Gemeint sind die Köpfe der Täter und deutsche Frauen. Und weiter, wieder zwei Seiten später: "Das bedeutet, dass die sexuelle Übergriffigkeit Frauen gegenüber eigentlich nicht den Frauen gilt, sondern im Grunde den Mann adressiert und ihm verdeutlicht, dass er nicht in der Lage ist, auf seinen Besitz aufzupassen." Wenn es nicht so widerlich wäre, könnte man jetzt lachen. Denn diese Sätze sind entlarvend. Erst macht die Autorin deutlich, dass ethnische Begründungszusammenhänge rassistisch seien, dann aber geht sie genauso vor. Und obendrein attestiert sie den Grapschern von Köln einen durchaus rassistischen Hintergrund, den sie mit der Formulierung "kulturspezifische Elemente" tarnt. Immerhin kommt sie später zu der Überzeugung, dass man eine Gesellschaft nur zusammenhalten kann, wenn alle ihre Teile sich bedingungslos zu den Grundwerten dieser Gesellschaft bekennen (S. 220). Das schließt dann alle die aus, die mit solchen "kulturspezifischen Elementen" ausgestattet sind. Es ist dann am Ende auch nicht mehr verwunderlich, dass sich die Autorin als Verfechterin der politischen Korrektheit offenbart. Im Wissen, dass Sprache das Denken beeinflusst, müsse man eben die Sprache ändern (S. 278). Das bedeutet im Klartext nichts anderes als ein Bekenntnis zum Versuch einer politischen Manipulation und zu einer Umerziehung. Steigern könne man das dann noch durch eine "adressatengerechte Vermittlung von politischer Bildung". Wer legt eigentlich fest, wie gesprochen werden darf und was die Inhalte einer solchen "adressatengerechten politischen Bildung" sind? Wer erhebt sich dann in dieser Form über andere, und was hat das dann noch mit dem Grundgesetz zu tun, das den demokratischen Rechtsstaat in Deutschland definiert. Vielleicht ist der Autorin nicht wirklich bewusst, dass sie sich mit solchen Forderungen bereits jenseits der Normen einer wahrhaft demokratischen Ordnung befindet. Würde man das Buch auf seine Ausführungen zum eigentlichen Thema, also dem spezifischen Fachgebiet der Autorin reduzieren, dann hätte es eine gute Bewertung verdient. Da sich die Autorin jedoch zu einer Reihe unbewiesener pauschaler Behauptungen hinreißen lässt, ganz unterschiedliche Sachzusammenhänge ohne Not vermischt und dann auch noch zu sich widersprechenden, wenngleich auch entlarvenden Aussagen kommt, dann muss man Widerspruch anmelden.

Am Thema verhoben

Dr_ M aus Sachsen am 15.06.2018
Bewertungsnummer: 1110947
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Titel dieses Buches klingt verheißungsvoll. Und irgendwie auch aktuell, denn angeblich nehmen Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft zu. Leider bleibt auch die Autorin einen Beweis für diese schwammige Behauptung schuldig. Schwammig ist sie deshalb, weil gar nicht klar ist, was wirklich damit gemeint ist. Ein Verbrechen (also Gewalt) ist klar definiert, wie aber definiert man Hass? Was ist Hate Speech? Und wer verfolgt das Nichtdefinierte? Man könnte vom Titel des Buches ausgehend zu der Vermutung kommen, dass es um solche Fragen in ihm geht. Doch weit gefehlt. In Wirklichkeit kommt das scheinbare Thema nur am Rande vor und wird dann auch noch sehr flach behandelt. Die Autorin ist forensische Psychiaterin. So lange sie bei ihrem Thema und konkreten Fällen bleibt, ist das ihr Text wirklich interessant. Die gewählten Beispiele bezeugen in der Tat, zu welcher schockierenden Brutalität und Gewalt Menschen selbst aus scheinbar nichtigen Gründen fähig sind. Diese für die meisten Menschen unfassbaren Zusammenhänge vermag die Autorin gut nachvollziehbar zu erklären. Wenn sie dabei geblieben wäre, läge ein wirklich interessantes, lehrreiches, gut lesbares Buch vor. Man kann auch dem zweiten Aspekt noch folgen, den sie ausführlich abhandelt, denn dabei geht es ihr um die Verteidigung ihres durch krasse Fehleinschätzungen in Verruf geratenen Fachgebiets. Nicht alles muss man dabei so sehen wie die Autorin, aber man würde akzeptieren, dass es ihr gutes Recht ist, den Zustand der forensischen Psychiatrie aus ihrer Sicht zu schildern. Immerhin ist sie dabei auch ehrlich und benennt die Katastrophen, die auf das Konto forensischer Gutachter gehen. Wen das interessiert, der kann sich die recht lange, aber keineswegs vollständige Liste dieser grandiosen und leider tragischen Fehleinschätzungen im Buch mit den Kommentaren der Autorin durchlesen. Inzwischen soll sich insbesondere bei der Risikoeinschätzung von in geschlossenen Anstalten Einsitzenden manches geändert haben. Kritisch wird es jedoch allerdings, wenn die Autorin die recht vielen Kriminalfälle, die sie aus persönlicher Sicht kennt, dazu benutzt, um beim Leser das Gefühl zu erzeugen, die Gewalt und der Hass hätten in der deutschen Gesellschaft in den letzten Jahren zugenommen. Denn tatsächlich bringt sie dafür keinerlei Beweis in irgendeiner nachvollziehbaren Form. Wenn es um eine Zunahme geht, dann muss man sie schließlich messen können. Und wenn man etwas messen will, dann muss man den Gegenstand dieser Messung erst einmal definieren. Man findet in diesem Buch so etwas nicht einmal im Ansatz. Berichte über Gewalttaten, wie sie in diesem Buch stehen, findet man genau so auch in der Vergangenheit, einfach weil es solche Verbrechen immer gegeben hat. Noch merkwürdiger wird es jedoch, wenn plötzlich alles in einen Topf geworfen wird, wenn sich also Mord im sozialen Nahbereich, Sexualdelikte, Massenvergewaltigungen am Kölner Hauptbahnhof und auf der Domplatte und islamischer Terrorismus in Deutschland in derselben Liga wiederfinden. Und das alles dann unter der Überschrift "Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft". Wer so etwas macht, verspielt schnell seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit. Es ist doch völlig offensichtlich, dass die Ereignisse aus der Kölner Silvesternacht von 2015 oder terroristische Anschläge rein gar nichts mit der Verbrechensstatistik und ihrer Entwicklung in Deutschland oder mit irgendwelchen Zuständen innerhalb der deutschen Gesellschaft zu tun haben. Diese fürchterlichen Ereignisse kommen von außen. Warum die Autorin das alles vermischt, bleibt ihr Geheimnis. Auf Seite 92 lernt man, dass es "rassistisch ist, Kriminalität als Ursache für Gewalt in ethnische Begründungszusammenhänge umzudefinieren". Die Täter von Köln haben "nicht deswegen Frauen begrapscht, weil es Araber oder Nordafrikaner sind, sondern weil es Kriminelle sind". Dem kann man zustimmen. Gleichzeitig lässt sich allerdings nicht wegdiskutieren, dass es diese Art der sexuellen Demütigung von Frauen durch ganze Gruppen von Männern in Deutschland so bisher nicht gab, sie jedoch aus arabischen Ländern (beispielsweise aus Kairo) durchaus bekannt sind. Einige Seiten später allerdings schreibt die Autorin dann folgende bemerkenswerten Sätze: "Zudem gibt es noch die wirklich kulturspezifischen Kontextfaktoren. … Im eigenen Kopf sind es eben doch Prostituierte, unkeusche Frauen, liederliche Wesen." Gemeint sind die Köpfe der Täter und deutsche Frauen. Und weiter, wieder zwei Seiten später: "Das bedeutet, dass die sexuelle Übergriffigkeit Frauen gegenüber eigentlich nicht den Frauen gilt, sondern im Grunde den Mann adressiert und ihm verdeutlicht, dass er nicht in der Lage ist, auf seinen Besitz aufzupassen." Wenn es nicht so widerlich wäre, könnte man jetzt lachen. Denn diese Sätze sind entlarvend. Erst macht die Autorin deutlich, dass ethnische Begründungszusammenhänge rassistisch seien, dann aber geht sie genauso vor. Und obendrein attestiert sie den Grapschern von Köln einen durchaus rassistischen Hintergrund, den sie mit der Formulierung "kulturspezifische Elemente" tarnt. Immerhin kommt sie später zu der Überzeugung, dass man eine Gesellschaft nur zusammenhalten kann, wenn alle ihre Teile sich bedingungslos zu den Grundwerten dieser Gesellschaft bekennen (S. 220). Das schließt dann alle die aus, die mit solchen "kulturspezifischen Elementen" ausgestattet sind. Es ist dann am Ende auch nicht mehr verwunderlich, dass sich die Autorin als Verfechterin der politischen Korrektheit offenbart. Im Wissen, dass Sprache das Denken beeinflusst, müsse man eben die Sprache ändern (S. 278). Das bedeutet im Klartext nichts anderes als ein Bekenntnis zum Versuch einer politischen Manipulation und zu einer Umerziehung. Steigern könne man das dann noch durch eine "adressatengerechte Vermittlung von politischer Bildung". Wer legt eigentlich fest, wie gesprochen werden darf und was die Inhalte einer solchen "adressatengerechten politischen Bildung" sind? Wer erhebt sich dann in dieser Form über andere, und was hat das dann noch mit dem Grundgesetz zu tun, das den demokratischen Rechtsstaat in Deutschland definiert. Vielleicht ist der Autorin nicht wirklich bewusst, dass sie sich mit solchen Forderungen bereits jenseits der Normen einer wahrhaft demokratischen Ordnung befindet. Würde man das Buch auf seine Ausführungen zum eigentlichen Thema, also dem spezifischen Fachgebiet der Autorin reduzieren, dann hätte es eine gute Bewertung verdient. Da sich die Autorin jedoch zu einer Reihe unbewiesener pauschaler Behauptungen hinreißen lässt, ganz unterschiedliche Sachzusammenhänge ohne Not vermischt und dann auch noch zu sich widersprechenden, wenngleich auch entlarvenden Aussagen kommt, dann muss man Widerspruch anmelden.

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Ich bring dich um!

von Nahlah Saimeh

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