Produktbild: Hard Revolution

Hard Revolution

1

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

31.05.2017

Verlag

Ars Vivendi Verlag

Seitenzahl

420 (Printausgabe)

Dateigröße

2021 KB

Übersetzt von

Gottfried Röckelein

Sprache

Deutsch

EAN

9783869138299

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

31.05.2017

Verlag

Ars Vivendi Verlag

Seitenzahl

420 (Printausgabe)

Dateigröße

2021 KB

Übersetzt von

Gottfried Röckelein

Sprache

Deutsch

EAN

9783869138299

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Dass für George Pelecanos die…

Havers am 31.07.2017

Bewertungsnummer: 2710189

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dass für George Pelecanos die literarische Verarbeitung des Alltags in seiner Heimatstadt Washington schon immer ein zentrales Thema war und ist, weiß jeder, der seine Romane kennt. Ob das nun die Washington-Trilogie oder die Strange/Quinn-Reihe ist, die Stadt und ihre Bewohner, aber auch die gesellschaftlichen Verhältnisse, bilden immer den Rahmen für die Bücher des Autors. So auch in „Hard Revolution“, im Original bereits 2004 erschienen und nun dankenswerterweise in der deutschen Übersetzung (von Gottfried Röckelein) im Ars Vivendi Verlag veröffentlicht. Die Handlung liegt zeitlich vor der in den drei bereits erschienenen Bänden der Reihe und könnte den Untertitel „Wie er wurde, was er ist“ tragen, wobei es nicht nur um Derek Stranges persönliche Geschichte, sondern auch um die soziokulturellen Veränderungen in Washington geht. Pelecanos erzählt in zwei Zeitebenen, 1959 und 1968: Washingtons Wohnviertel sind nach sozialem Status und Ethnien getrennt. Üblicherweise bleiben die Weißen und die Afroamerikaner man unter sich, Rassismus und Diskriminierung gehört zum Alltag. Wer schwarz ist, hat schon von vornherein schlechte Karten und kann im seltensten Fall seine Träume verwirklichen. Derek Strange ist 1959 zwölf Jahre alt und hat ein Vorbild, Frank Vaughn, einen Polizisten (weiß), in dessen Haushalt seine Mutter als Putzfrau arbeitet. Wie dieser möchte er Polizist werden, für einen schwarzen Jungen nahezu ein unerreichbares Ziel, denn zu dieser Zeit gibt es kaum afroamerikanische Polizisten (ca. 25 % in den Sechzigern). Außerdem ist dieser Berufswunsch für einen Jungen aus seinem Viertel eher ungewöhnlich, sind diese doch meist auf der anderen Seite zu finden. Dass Derek zehn Jahre später von seinen eigenen Leuten als Verräter, als „Onkel Tom“ bezeichnet wird, wenn er in Polizeiuniform mit seinem Partner auf Streife ist, versteht sich fast von selbst. Das Civil Rights Movement gewinnt Ende der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre an Bedeutung, die Wut wächst, die amerikanische Gesellschaft ist noch immer durch Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit gekennzeichnet. Gangs übernehmen ganze Viertel, die Heimkehrer aus dem Vietnamkrieg sind entweder traumatisiert und/oder wenden das auf den Schlachtfeldern erworbene Wissen auf der Straße an. Jeder will sein Stück vom Kuchen, vom amerikanischen Traum. Die Gewalt nimmt zu, Opfer sind auf beiden Seiten zu beklagen. Auch Derek Strange muss das erfahren, als sein Bruder erschossen wird. Und als am 04.04.1968 Dr. Martin Luther King, die Gallionsfigur der Bürgerrechtsbewegung, in Memphis einem Attentat zum Opfer fällt, brennt auch in Washington die Luft. Und nicht nur die. Es sind unzählige Geschichten von „unten“, die George Pelecanos in „Hard Revolution“ hineinpackt und daraus das grandiose Porträt einer Gesellschaft am Scheideweg zeichnet, die aber offenbar aus ihrer Geschichte nichts gelernt hat. Denn dem Civil Rights Movement entspricht heute „Black Lives Matter“, eine Bewegung, die sich gegen gewalttätige Übergriffe engagiert, denen Afroamerikaner tagtäglich ausgesetzt sind. Traurig genug, dass es ausgerechnet die Uniformträger sind, die hier immer wieder durch brachiale Gewalt und vorschnellen Schusswaffeneinsatz auffallen. „Hard Revolution“ ist weit mehr als ein Kriminalroman, es ist ein höchst politisches Buch, ein soziokulturelles Porträt der Hauptstadt der Vereinigten Staaten der fünfziger und sechziger Jahre, sehr lebendig und authentisch erzählt. Und mit sehr viel Zeitkolorit durch die Einarbeitung von Filmtiteln, Automarken und jeder Menge Musik in die Story. Nachdrückliche Leseempfehlung!

Dass für George Pelecanos die…

Havers am 31.07.2017
Bewertungsnummer: 2710189
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dass für George Pelecanos die literarische Verarbeitung des Alltags in seiner Heimatstadt Washington schon immer ein zentrales Thema war und ist, weiß jeder, der seine Romane kennt. Ob das nun die Washington-Trilogie oder die Strange/Quinn-Reihe ist, die Stadt und ihre Bewohner, aber auch die gesellschaftlichen Verhältnisse, bilden immer den Rahmen für die Bücher des Autors. So auch in „Hard Revolution“, im Original bereits 2004 erschienen und nun dankenswerterweise in der deutschen Übersetzung (von Gottfried Röckelein) im Ars Vivendi Verlag veröffentlicht. Die Handlung liegt zeitlich vor der in den drei bereits erschienenen Bänden der Reihe und könnte den Untertitel „Wie er wurde, was er ist“ tragen, wobei es nicht nur um Derek Stranges persönliche Geschichte, sondern auch um die soziokulturellen Veränderungen in Washington geht. Pelecanos erzählt in zwei Zeitebenen, 1959 und 1968: Washingtons Wohnviertel sind nach sozialem Status und Ethnien getrennt. Üblicherweise bleiben die Weißen und die Afroamerikaner man unter sich, Rassismus und Diskriminierung gehört zum Alltag. Wer schwarz ist, hat schon von vornherein schlechte Karten und kann im seltensten Fall seine Träume verwirklichen. Derek Strange ist 1959 zwölf Jahre alt und hat ein Vorbild, Frank Vaughn, einen Polizisten (weiß), in dessen Haushalt seine Mutter als Putzfrau arbeitet. Wie dieser möchte er Polizist werden, für einen schwarzen Jungen nahezu ein unerreichbares Ziel, denn zu dieser Zeit gibt es kaum afroamerikanische Polizisten (ca. 25 % in den Sechzigern). Außerdem ist dieser Berufswunsch für einen Jungen aus seinem Viertel eher ungewöhnlich, sind diese doch meist auf der anderen Seite zu finden. Dass Derek zehn Jahre später von seinen eigenen Leuten als Verräter, als „Onkel Tom“ bezeichnet wird, wenn er in Polizeiuniform mit seinem Partner auf Streife ist, versteht sich fast von selbst. Das Civil Rights Movement gewinnt Ende der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre an Bedeutung, die Wut wächst, die amerikanische Gesellschaft ist noch immer durch Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit gekennzeichnet. Gangs übernehmen ganze Viertel, die Heimkehrer aus dem Vietnamkrieg sind entweder traumatisiert und/oder wenden das auf den Schlachtfeldern erworbene Wissen auf der Straße an. Jeder will sein Stück vom Kuchen, vom amerikanischen Traum. Die Gewalt nimmt zu, Opfer sind auf beiden Seiten zu beklagen. Auch Derek Strange muss das erfahren, als sein Bruder erschossen wird. Und als am 04.04.1968 Dr. Martin Luther King, die Gallionsfigur der Bürgerrechtsbewegung, in Memphis einem Attentat zum Opfer fällt, brennt auch in Washington die Luft. Und nicht nur die. Es sind unzählige Geschichten von „unten“, die George Pelecanos in „Hard Revolution“ hineinpackt und daraus das grandiose Porträt einer Gesellschaft am Scheideweg zeichnet, die aber offenbar aus ihrer Geschichte nichts gelernt hat. Denn dem Civil Rights Movement entspricht heute „Black Lives Matter“, eine Bewegung, die sich gegen gewalttätige Übergriffe engagiert, denen Afroamerikaner tagtäglich ausgesetzt sind. Traurig genug, dass es ausgerechnet die Uniformträger sind, die hier immer wieder durch brachiale Gewalt und vorschnellen Schusswaffeneinsatz auffallen. „Hard Revolution“ ist weit mehr als ein Kriminalroman, es ist ein höchst politisches Buch, ein soziokulturelles Porträt der Hauptstadt der Vereinigten Staaten der fünfziger und sechziger Jahre, sehr lebendig und authentisch erzählt. Und mit sehr viel Zeitkolorit durch die Einarbeitung von Filmtiteln, Automarken und jeder Menge Musik in die Story. Nachdrückliche Leseempfehlung!

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