Die Privatermittlerin Mia Magaloff muss dringend über ihre Zukunft nachdenken. Sie nimmt sich eine Auszeit auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog. Sandstrand, Meer und Sonne - mehr braucht sie nicht dafür. Doch bereits auf der Fähre zur Insel wird sie verflucht, begegnet an der Utkieker-Skulptur einem scheinbar Durchgeknallten, der sie um Hilfe anfleht, und findet am anderen Tag eine Tote, die vielleicht noch hätte leben können, wenn Mia schneller gehandelt hätte. Sie muss sich kümmern und hat sieben Tage Zeit dafür, damit es nicht noch mehr Tote gibt ... "Tatort Schreibtisch - Autoren live" ist eine Hörbuch-Reihe, in der renommierte und beliebte Schriftstellerinnen und Schriftsteller ihre eigenen Bücher vorstellen. Jeden Monat erscheint ein Roman, ungekürzt und wie bei einer Autoren-Lesung vom Autor selbst eingesprochen. Das ist für Fans eine Chance, ihre Lieblingsautoren ganz neu kennenzulernen, und für alle anderen eine gute Gelegenheit, neue und besondere Autoren zu entdecken.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
21.08.2025
Buch (Taschenbuch)
wunderbar lesenswert - macht Lust auf Titelfigur Mia und Meer
1. Inhaltliche Zusammenfassung
Die Handlung beginnt in Krefeld, wo die Titelfigur Mia gerade geschieden worden ist und mit wiederkehrenden Fragen, von denen viele Frauen in der Lebenssituation heimgesucht werden, beschäftigt ist. Ihr 50. Geburtstag steht kurz bevor und sie beschließt, ihr gewohntes Leben, z.B. der gemeinsame Geburtstagsurlaub mit dem Freund hinter sich zu lassen und sich auf die Suche nach einem Sinn für die Zukunft zu machen. Es geht auf die Insel Spiekeroog. Meer – Wind sollen den Kopf frei pusten. Auf ihrer Reise begegnet sie direkt auf der Fähre verschiedenen Charakteren, darunter eine Hexe, die ihr auf freche Art wertvolle Lektionen über das Leben und die Bedeutung von Träumen vermittelt, dabei jedoch einen Fluch ausspricht. Angekommen konfrontiert sie die Ferienwohnung Besitzerin erstmal damit, dass sie lange ein Verhältnis mit Mia’s jetzigem Freund hatte. Das muss bei einem Gang über die Insel verarbeitet werden. An der Uitkieker Skulptur begegnet sie einem großen, auffälligen Typen, der etwas „schräg“ rüber kommt und sie um Hilfe bittet, die Insel zu retten. Ein Tag darauf findet sie eine Tote in der Wartehalle der Museumsbahn. Der einzige Polizist auf der Insel, der vergeblich die Verstärkung vom Festland erwartet, scheint ihr nicht besonders engagiert. Er will das Thema möglichst einfach weit weg wissen - doch da findet Mia schon die nächste Tote. Bei ihren Recherchen kommt sie nicht nur den Insulanern und Spiekeroogern („ein feiner Unterschied“..lach) näher, sondern erlebt auch jugendliche Charaktere, die wie es in unserer Zeit üblich ist, ihre eigenen Ideen zu Geschäftsmodellen oder Arbeit haben. Die Geschichte endet mit einer überraschenden Wendung, die die Botschaft des Buches unterstreicht: die Wahrheit mit all ihren Facetten liegt oft näher, als man denkt.
2. Bewertung
Ingrid Schmitz schafft es, mit einer einfachen, aber poetischen Sprache tiefgründige Themen wie Schicksal, Liebe und den Sinn des Lebens zu behandeln. Besonders beeindruckend ist die universelle Botschaft des Buches, wo Leser sich in jedem Alter angesprochen fühlen, egal ob sie den Alltag leben oder von Extremsituationen eingeholt werden. Allerdings könnte die Tiefe in das Intimleben der Titelfigur Mia auf manche Leser etwas überwältigend wirken. Die Handlung mag stellenweise vorhersehbar erscheinen, doch ist fesselnd und macht Lust auf Meer (auch im Sinne von mehr) Erlebnisse rund um Mia, den Niederrhein und die Inselwelt.
3. Fazit
"Der Spikerooger Uitkieker“ ist ein inspirierendes Werk, das zum Nachdenken anregt und Mut macht, den eigenen Weg zu gehen und sich Konfrontationen zu stellen. Es ist besonders empfehlenswert für Leser, die „mit raten“ wollen. Denn die Sprache der Autorin lässt eigene Recherchen „zwischen den Zeilen“ zu. Auch für sogenannte spirituelle und esoterische Themen, die allen Lesern über einschlägige Angebote zu einem „besseren“ (sportlicher, schlanker, entspannter..) zugespielt werden kommt jeder auf der Suche nach einer motivierenden Geschichte zu seinem Recht.
Bewertung
5/5
05.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Spannung
Flott geschrieben, ein guter Inselkrimi, zum entspannen genau das richtige. Wenn man die Insel kennt, erkennt man viele Orte/Begebenheiten wieder. Ich freu mich auf die Folgebände.
Bewertung
aus Oldenburg
5/5
13.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Unruhige Ferienzeit
Ein Buch, dass ich von Anfang bis Ende genossen habe. Wirklich toll hat Ingrid Schmitz Land und Leute auf Spiekeroog beschrieben und die ostfriesischen Eigenheiten wunderbar dargestellt, ebenso wie die Protagonisten rund um die Privatermittlerin Mia Magaloff. Ruckzuck war ich mitten in der Geschichte und auf der Insel.
Mia Magaloff braucht eine Auszeit und nimmt das Angebot von ihrem Freund, dem Kommissar, an, statt einem Urlaub zu zweit, allein auf die Insel Spiekeroog zu reisen. Bereits auf der Fähre hat sie eine unschöne Begegnung, die ihre ersehnte Ruhe ins Wanken bringt. Aber nicht nur das, kaum da, wird sie in zwei Mordfälle verwickelt. Eine unruhige Ferienzeit beginnt.
Dieses Buch hat mir so viel Freude bereitet, dass ich es sehr gern empfehle.
Bewertung
5/5
21.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Spannender Urlaub
Dieses war mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, es hat mir gefallen. Mia ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Zunächst versucht Mia einen ruhigen Urlaub auf der Insel zu verbringen und ihren 50. Geburtstag in aller Ruhe dort zu feiern. Aber es kommt anders, als sie es sich gedacht hat. Sie findet nacheinander 2 Tote, deren Ursache sie nicht in Ruhe lassen und somit beginnt sie zu recherchieren.
Der Schreibstil hat mir gefallen. Die einzelnen Kapitel gehen nahtlos ineinander über und die Protagonisten wie auch die Umgebungen der Insel werden detailliert beschrieben. Auch kommt das Zwischenmenschliche nicht zu kurz. Die Darstellung des Utkiekers alias Ubbo hat mich sehr bewegt und auch traurig gemacht. Hingegen Chica und Checker einem Tränen in die Augen brachten, allerdings vom Lachen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ich freue mich schon auf weitere Bücher von der Autorin.
gaby2707
aus München
5/5
07.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Zu Besuch auf Spiekeroog
In "Mordsreise" von Ingrid Schmitz war ich das erste Mal mit der Privatermittlerin Mia Magaloff auf der Nordseeinsel Spiekeroog. Damals war ihre Freundin Gitti mit dabei, die eine Reise dorthin gewonnen hatte. So habe ich mich iesig gefreut, als ich "Spiekerooger Utkieker" von einer Bekannten geschenkt bekam.
Diesmal ist Mia Magaloff alleine zur Ferieninsel unterwegs und hat auf der Fähre von Neuharlingersiel nach Spiekeroog schon die erste unfreundliche Begegnung. Wurde sie von der Frau mit den vielen Flaschen in der Tasche wirklich verflucht? Bei ihrem ersten Strandspaziergang begegnet sie dann einem Mann, der von sich behauptet, der Utkieker zu sein und die Insel zu beschützen. Er bittet Mia um Hilfe, denn er ist sicher, dass das Unheil auf der Insel angekommen ist. Und wahrhaftig sitzt am nächsten Morgen eine Tote auf der Bank beim Bahnhof. Da kann Mia gar nicht anders als sich einzumischen. Und die Frau am Bahnhof wird nicht die einzige Tote auf der Insel bleiben.
Mir hat dieser locker leichte Krimi mit den vielen so unterschiedlichen Menschen viel Lesespaß gebracht. Der ein oder andere ist ganz schön durchgeknallt bzw. unverfroren. Vor allem sind sie so ausgefeilt beschrieben, dass ich jeden Einzelnen direkt vor Augen hatte. Besonders mag ich die vier Rentner bei Elführtje und der Utkieker hat es mir angetan – ein bisserl spinnert, aber ein prima Kerl.
Auch das Inselflair mit Möwenschreien, Strandhafer, Sand zwischen den Zehen und Wellen grollen werden durch die Beschreibungen sehr gut vermittelt. Womit es das autofreie Eiland auf meine "Möchte-ich-auch-mal-hin"-Liste geschafft hat. Und dann werde ich mir im Inselcafé bei Suzana einen Sanddorn-Eisbecher schmecken lassen.
Auch im Krinimalfall kommt, wie ich finde, die ostfriesische Gelassenheit und Gemütlichkeit rüber. Alles geht etwas beschaulicher zu, Hektik kommt keine auf. Nur die Spannung steigt ab der ersten Seite kontinuierlich an und entläd sich erst auf den letzten Seiten. Vor allem wird alles schlüssig aufgelöst.
Ich habe mich mit Mia auf Spiekeroog wieder sehr gut unterhalten und wohl gefühlt. Beim nächsten Insel-Krimi bin ich auf alle Fälle wieder mit dabei.
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