Kann jemand eine Schublade für mich erfinden?
Nono (Veronika) ist gerade 15, als ihre Mutter noch einmal schwanger wird. Und angesichts dessen, was da in Mamas Bauch schwimmt, sieht sich die Ich-Erzählerin ziemlich unter Druck gesetzt. Erstens: Da kommt vielleicht genau das Kind nach, das sich Mama immer gewünscht hat, ein liebes, süßes Gugugaga-Baby. Aber Nono weiß auch: Das Baby und sie müssen zusammenhalten. Denn von wem soll der/die/das Kleine sonst etwas über die Welt lernen? Daher zweitens: Nono muss dringend herausfinden, wer sie eigentlich ist. Zur Verfügung stehen ihr dazu 200 Notizheft-Seiten, lange Sommerferien zuhause, ein beginnendes Schuljahr und die fixe Idee, über ein bestimmtes Outfit zu ihrem wahren Ich finden zu können.
Auch in ihrem zweiten Jugendroman beweist Sarah Orlovský ihr großes Gespür für die Sorgen und Sehnsüchte von Jugendlichen. Gemeinsam mit ihrer Protagonistin macht sie sich auf die Suche nach den (vermeintlichen) Versatzstücken menschlicher Identität. Entstanden ist dabei eine beeindruckende Collage sprachlicher Ausdrucksmöglichkeiten: tagebuchartige Einträge, Kurznotizen, Listen, Lexikonartikel, Gedichte und Hashtag-Kommentare, kombiniert mit Zeichnungen und Skizzen von Ulrike Möltgen.
Ein rasanter Jugendroman voller Offenheit, Witz und Warmherzigkeit
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Ein rasanter Jugendroman über die Suche nach sich selbst
Bewertung aus Tulfes am 15.01.2018
Bewertungsnummer: 1076110
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die 15-jährige Veronika (Nono) hat es nicht leicht: Ihr Vater ist Pilot und nur selten zuhause, ihre Mutter ist schwanger. Sie bekommt "ein Ersatzkind. Ein liebes, süßes, kleines Gugugaga-Baby. Und ich bin draußen".
Mit diesen Worten und dem daraufhin folgenden Gefühlschaos startet Nono in einen Sommer, der ihr eigentlich einen Urlaubstrip nach Norwegen bescheren sollte. Aber dank des "Bauchzwerges" muss sie nun zuhause bleiben, während alle anderen weg sind. Somit hat Nono viel Zeit. Zeit, um sich Gedanken zu machen über sich, darüber, wer sie ist, über die Welt und über ihr Leben.
Sie experimentiert mit Kleidung, wechselt vom Skater- zum Gothiklook und weiter, um durch diese Experimente Rückschlüsse auf sich selbst ziehen zu könen. Untermauert wird diese Vorgangsweise durch pointierte Illustrationen, Collagen und Grafiken zum jeweiligen Outfit. Sie macht Bekanntschaften und verliert sie wieder. Findet neue Freunde und lernt letztendlich ihre kleine Schwester kennen.
Nonos Spurensuche wird in einer Art Notizbuch dokumentiert. Selbstzweifel, Weltzweifel und Orientierungslosigkeit paaren sich dabei mit Humor, Sarkasmus und "Weißnichtgenaumentalität" und werden in Form von tagebuchartigen Einträgen, Kurznotizen, Listen, Übersetzungen, Gedichten und Illustrationen verarbeitet. Dies ergibt einen rasanten Roman, der sehr kurzweilig und leicht zu lesen ist und der gut geeignet ist, um die vielen Fragmente eines Teenagerlebens widerzuspiegeln.
Fazit: Der Autorin Sarah Michaela Orlovsky ist es gelungen, das emotionale Auf und Ab von Jugendlichen sowie deren drängende Fragen an sich und das Leben ( Was werde ich einmal? Wer will ich sein? Bis wann muss ich das wissen?) anschaulich und glaubwürdig darzustellen. Gerade weil die Protagonistin nicht auf alle diese Fragen eine (einfache) Lösung findet, vieles auch offen bleiben muss, bietet dieses Buch auch Identifizierungsmöglichkeiten in dieser schwierigen Zeit des Heranwachsens. Es ist o.k., nicht auf alle Fragen eine Antwort zu haben und es ist in Ordnung, sich immer wieder neu zu erfinden, denn: Das alles bist Du und noch viel mehr, lautet die dem Buch zugrunde liegende tröstende Botschaft.
Ein Buch, das für alle Heranwachsenden gut geeignet ist und auch in der therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen gut eingesetzt werden könnte.
Für Pubertiere perfekt
Nicole aus Nürnberg am 15.10.2017
Bewertungsnummer: 1055084
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung zum Jugendbuch:
ich
#wasimmerdasauchheißenmag
Aufmerksamkeit:
Wie immer findet ihr diesen Punkt bei mir auf dem Blog.
Inhalt in meinen Worten:
Nono ist 15 Jahre alt geworden und bekommt ein neues Geschwisterchen, dafür fällt der Urlaub mit ihrer Mutter und ihrem fliegenden Vater aus, der immer ein paar Wochen nicht da ist, weil er eben ein Pilot ist. Deswegen bringt er Nono auch ein Tagebuch mit, damit sie doch etwas Urlaub hat, und Dinge ausprobieren kann, doch in diesem kleinen Dorf wo Nono lebt, gibt es nicht viel.
Zu allerletzt kommt heraus das die Mutter von Nono noch einmal schwanger geworden ist.
Was das wohl für ein Sommer für Nono wird? Das schreibt sie eben in dieses Tagebuch, das mir als Leserin nun vorliegt.
Wie ich das Buch empfand:
Ich musste irgendwann leicht genervt das Buch aus der Hand legen und merkte, ich bin einfach kein Teenager mehr. Ich vermute, dass Teenager Mädels mit diesem Buch richtig viel Freude haben und sich selbst entdecken können, aber für mich als über 30 jährige war es mir dann doch etwas zu viel Teenie-Gehabe. Jedoch konnte ich dann auch nicht ganz vom Buch ab, und habe das Buch bis zum Ende durchgeblättert und habe damit erfahren wie es mit Nono weiter gegangen ist.
Der Charaktere Nono:
Nono erzählt dank ihrem Tagebuch ihre Geschichte und was sie am Leben toll findet und was doof. Eigentlich ist alles doof. Urlaub klappte nicht, weil Mama schwanger wurde, und sie muss die Schwangerschaft mit ihrer Mutter miterleben. Dann gibt es hier immer wieder peinliche Momente, denn eine Schwangere kann manchmal wirklich seltsam sein. Zumindest in Nono´s Augen.
Sie ist eben mitten in der Pupertät, mag das Kind von Anfang an nicht wirklich aber freundet sich irgendwie dann doch damit an, als dann auch noch ein neuer in die Klasse kommt, steht fest, alles steht Kopf.
Nono hätte ich persönlich manchmal gerne geschüttelt und ihr gesagt, sie soll sich doch bitte nicht so anstellen. Aber das hätte sie nicht verstanden noch wäre sie offen gewesen, denn die Rebellion in ihrem Herzen und ihr Wandel von Kind zu Frau ist eben da. Und wenn ich ehrlich bin, ich war wohl nicht besser als sie.
Schreibstil:
Immer wieder gibt es kurze Listen im Buch, Englische Sprache sollte man beherrschen denn hin und wieder gibt es Seiten voller englischer Sprache. Dann gibt es auch Tagebuch Einträge die wie eine Geschichte und ein Erlebnisbericht dargestellt werden, das alles zusammen ergibt die Geschichte um und über Nono.
Die Sprache ist sehr für Teenager geeignet, denn die Autorin begibt sich auf das Sprachniveau der jüngeren. An sich finde ich es toll, wenn Autoren zu den jüngeren auch richtig tolle Worte richtet und somit die Möglichkeit besteht sich mit dem was gelesen wird auch zu identifizieren, doch hier war es mir irgendwann zu viel.
Übrigens das Buch kommt aus einem Verlag der in Österreich sitzt und das merkt man diesem Buch auch an, am Anfang dachte ich, es sei ein Rechtschreibfehler, nachdem es sich aber durch das ganze Buch zieht, vermute ich, dass z.B. Die Kasse im Laden in Österreich Kassa heißt, was mir aber bis heute kein Begriff war. So geht es auch mit manch anderen Worten, das finde ich übrigens wieder toll, weil ich somit wieder etwas lernen konnte.
Empfehlung:
Es ist ein typisches Teenager Mädchen Buch. Für mich selbst war es zu kindlich, zu sehr in einer Welt, die ich schon lange durchschritten habe, aber ich denke, dass Teenager damit ihre Freude haben, sie sich selbst in dieser Geschichte wieder finden werden und sich gut unterhalten fühlen werden. Gerade weil Nono etwas erlebt, was eigentlich jeder als Teenager erlebt.
Die Wandlung von Kind zu einer Frau ist jedoch vor allem dann berührend, als Nono ihre kleine Schwester auf dem Bauch liegen hat und sie erkennt, dass ihre Rebellion zu Ende ist.
Das fand ich dann einen wirklich guten Abschluss, und deswegen auch wenn ich mir mit diesem Buch wirklich schwer tat und die Seiten sich für mich eher hingezogen haben, ist das Buch für Teenager wirklich gut geeignet.
Bewertung:
Ich gebe dem Buch für mich als Erwachsene Leserin leider nur drei Sterne, aber nachdem das Buch für Teenager geschrieben ist und ich denke, das diese Leserschaft dieses Buch lieben wird, gebe ich aus der Sicht eines Teenagers fünf Sterne. Gesamt ergibt das dann aber 4 Sterne, deswegen gibt es auch vier Sterne.
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