»Die Verwandlung«, 1915 veröffentlicht, ist die bekannteste Erzählung Kafkas, deren mysteriöse Phantastik bis heute nicht restlos ausinterpretiert werden konnte: Als der Handlungsreisende Gregor Samsa eines Morgens in seinem Bett erwacht, hat er sich in ein riesiges, abstoßendes Insekt verwandelt. Verzweifelt versucht Samsa, der nur noch unartikulierte Tierlaute ausstoßen kann, mit seiner Familie Kontakt aufzunehmen, die zwar entsetzt ist über sein Aussehen, ihn zunächst aber noch versorgt. Doch das Tierhafte gewinnt in Samsa allmählich immer mehr die Oberhand, bis sich die letzte Sympathie der Familie verflüchtigt hat. Verletzt und vollständig isoliert dämmert der Verwandelte allmählich seinem Ende entgegen.
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»Der Grundsatz, nach dem ich entscheide, ist: Die Schuld ist immer zweifellos.«
Bewertung aus Bamberg am 27.10.2025
Bewertungsnummer: 2637753
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
»Der Grundsatz, nach dem ich entscheide, ist: Die Schuld ist immer zweifellos.«
Wenn man Kafka liest, begibt man sich immer in eine andere Welt. Eine Welt, in der nichts sicher scheint und niemanden zu trauen ist, denn auch auf die eigene Wahrnehmung sei kein Verlass!
So auch in diesem ersten Band, der von Kafka-Biograf und Experte Reiner Stach kommentierten Ausgabe, der Erzählungen.
Die Erzählungen, beginnend mit seiner ersten Buchpublikation „Betrachtung“, sind geprägt von kranken, vom Schicksal geplagten, einsamen, aber auch wissbegierigen Figuren an teils abgelegenen Orten. Einige davon werden von der patriarchalen Macht von Kafkas Vater überschattet, die er literarisch verarbeitete und dadurch Einblicke in seine Familie gab.
Auch wenn ich erst vor etwa drei Jahren alle Erzählungen Kafkas gelesen habe, kam es mir bei fast allen – mit Ausnahme „Der Verwandlung“ und „In der Strafkolonie“ – so vor, als läse ich sie zum ersten Mal. Bei den kurzen Texten ist das nicht wirklich verwunderlich, da deren Inhalt oftmals nicht so bedeutungsvoll ist und die mich persönlich auch nicht so begeistern können. Bei den längeren hat es mich jedoch mehr verwundert.
Mein Highlight dieses Bands bleibt ganz klar „Die Verwandlung“, welche einfach zu dem Besten gehört, was Kafka geschrieben hat und ein unbedingtes Must-Read für alle ist, die sie bisher noch nicht gelesen haben. Aber auch die Erzählungen „Das Urteil“, „Erinnerungen an die Kaldabahn“ und besonders „Blumfeld, ein älterer Junggeselle“ haben mir gut gefallen und konnten mich überzeugen.
Ohne Zweifel muss man Kafkas Texte mehrmals gelesen haben, um sie ansatzweise zu verstehen.
Deshalb empfand ich, wie schon beim ersten Band dieser kommentierten Ausgabe zu dem Roman „Der Process“, die Kommentare von Reiner Stach hilfreich, um den thematischen und biografischen Kontext der Erzählungen zu erfassen.
Menschliches Tier
Bewertung aus Wien am 28.10.2017
Bewertungsnummer: 295136
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Faszinierend was dem österreichischen Schriftsteller alles einfällt! Ich persönlich habe die Verwandlung gerne gelesen und war am Ende von der Handlung sehr erstaunt. Da Kafka ein ziemlich guter Schriftsteller war, kann man sich ja auch nichts anderes erwarten. An diesem Werk stört mich nur eine einzige Sache und zwar es ist traurig zu lesen, dass Kinder zur damaligen Zeit als Versorger der Familie gesehen wurden und so bald sie arbeitsunfähig wurden, auch schnell ihren Wert verloren sowie Gregor, der selbst im Buch halb zu einem Tier wurde. Ansonsten ist die Verwandlung vollkommen empfehlenswert!
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