Wer heißt denn schon Gertrude?! Gertrude ist neu in Inas Klasse und sie ist anders als alle Mädchen, die Ina kennt: Sie trägt Westklamotten, ihr Lächeln haut einen um und niemand hat so klare blaue Augen. Aber Gertrude ist auch deshalb anders, weil ihr Vater Dichter ist und die Familie einen Ausreiseantrag gestellt hat. Damit sind sie in den späten 70er-Jahren in der DDR Staatsfeinde. Nicht nur die Schule ist gegen ihre Freundschaft, auch Inas Mutter macht sich große Sorgen. Alles gerät aus den Fugen. Was soll man machen, wenn man die Freundin fürs Leben gefunden hat, aber alles so kompliziert ist? Ina und Gertrude schmieden einen Plan: Kommando Rose, um ihre Freundschaft gegen alle Widerstände leben zu können. Eine Geschichte über eine große Freundschaft – einfühlsam, direkt und mitreißend erzählt.
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Wer heißt schon Gertrude?
Gertie G. aus Wien am 25.11.2024
Bewertungsnummer: 2349429
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wer heißt denn schon Gertrude?!
Als mitten im Schuljahr eine neue Schülerin in die Klasse von Ina kommt, weiß noch nicht, was sie erwartet. Das neue Mädchen heißt Gertrude und ist ganz anders als Ina und ihre Mitschülerinnen. Sie trägt schicke Westklamotten, benutzt eine Füllfeder aus westlicher Produktion, hat blaue Augen und muss mit Ina die Eselsbank, also jene, die ganz hinten im Klassenraum steht, teilen. Die beiden Außenseiterinnen freunden sich an, was weder der Schule noch Inas Mutter gefällt. Denn, Gertrudes Eltern haben einen Ausreiseantrag aus der DDR gestellt und gelten ab sofort als Staatsfeinde.
Während Gertrudes Eltern genau wissen, was ihnen bzw. Ina und ihrer Mutter blüht, wenn die Mädchen weiterhin ihre Freundschaft pflegen, weiß vor allem Ina nicht, wie sie damit umgehen soll, als man ihr die Treffen mit Gertrude verbietet. Vorsichtig beginnt Ina die Ideologie der DDR zu hinterfragen und bringt damit nicht nur sich selbst in Gefahr.
Doch Stasi und oder Stasi her, die Mädchen entwickeln (wie so viele Regimekritiker) einen Plan, sich heimlich zu treffen.
Wie sich die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen trotz aller Widerstände entwickelt, könnt ihr in diesem sehr emotionalen Buch lesen.
Meine Meinung:
Als Österreicherin kann ich die politische Situation leider (oder Gott sei Dank) nicht nachvollziehen. Dennoch schafft es die Autorin mir diese beklemmende Atmosphäre der Angst vor Bespitzelungen und Repressalien eindrucksvoll darzustellen. Der Staat entscheidet aus reiner Willkür, welches Kind welche Schule besuchen darf. Begabungen spielen keine Rolle, Parteigehorsam ist das Zauberwort.
Schmunzeln musste ich bei der Ankündigung dieses Buches mit der Frage: Wer heißt denn schon Gertrude?!
Mein erster Gedanke war: ICH, ich heiße so.
Denn auch ich wurde Gertrude genannt, obwohl damals Gabriela, Brigitte, Sabine, Susanne oder Christine modern waren. Der Grund war allerdings nicht die Vorliebe für die amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein (1874-1946) sondern der profane Grund, dass meine Eltern fix mit einem Sohn (Friedrich) gerechnet haben und für ein Mädchen schlichtweg kein Name vorbereitet war. Jahrelang habe ich mich für diesen Namen geschämt, inzwischen kann ich damit leben.
Das Buch ist mitreißend, schwungvoll und einfühlsam erzählt.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser Geschichte zweier Mädchen, die ihre Freundschaft gegen alle Widerstände verteidigen, 5 Sterne.
Freunde gehen durch dick und dünn (oder Ost und West)
Bewertung am 11.05.2022
Bewertungsnummer: 1710822
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Als Gertrude neu in die Klasse kommt, fällt sie sofort auf. Sie schreibt mit einem Westfüller, trägt Westkleidung und riecht sogar nach Westwaschmittel. Gertrude wird neben Ina gesetzt, und die möchte sich gerne mit der Neuen anfreunden. Gertrude jedoch ist sehr zurückhaltend. Ist es, weil die Lehrerin sie schlecht behandelt? Tatsächlich öffnet sich Gertrude Ina ein wenig. Sie erfährt, dass Gertrudes Familie einen Ausreiseantrag gestellt hat, denn ihr Vater ist Dichter und darf seine Werke nicht mehr veröffentlichen, weil er den sozialistischen Staat kritisiert und Freiheit für alle gefordert hat. Für die DDR sind sie Staatsfeinde. Ina beginnt durch die tiefe Freundschaft zu Gertrude grundlegende Dinge zu hinterfragen. Als Ina ihrer Mutter erzählt, was für eine tolle neue Freundin sie gefunden hat, verbietet diese ihr auch noch den Umgang. Wie kann eine Freundschaft da bestehen?
Ich möchte von dieser Freundschaftsgeschichte mit Handlungsort in der DDR nicht zu viel verraten, aber dieses Kinderbuch ist einfach umwerfend! Ina ist eine lustige und loyale Protagonistin, es hat solchen Spaß gemacht die Geschichte aus ihrer Perspektive zu lesen! Der Einfallsreichtum, den sie an den Tag legt, um die Freundschaft mit Gertrude möglich zu machen, hat mir das Herz mehr als ein Mal höher schlagen lassen. Absolute Kinderbuchempfehlung meinerseits!
Meinung aus der Buchhandlung
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Ina bekommt eine neue Mitschülerin: die geheimnisvolle Gertrude! Die beiden Mädchen werden beste Freundinnen und Ina ist überglücklich. Doch die Freude währt nur kurz. Gertrudes Eltern haben einen Ausreiseantrag gestellt und dies ist in der DDR eine Straftat. Deswegen sollen die Mädchen nicht befreundet sein. Aber keiner rechnet mit Inas Mut. Ein tolles Buch über Freundschaft, Zusammenhalt und Freiheit! Ab 10 Jahren
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