Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer. Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht, als das Schicksal von Artemis selbst.
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
Bewertung
5/5
11.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Artemis
Einmal auf dem Mond spazieren gehen – ein teurer Wunschtraum für viele von der Erde. Jazz hat das 'Glück' auf dem Trabanten zu leben, führt jedoch als gewöhnliche Gepäckträgerin kein leichtes Leben (und das bei einem Sechstel der Gravitationskraft!). Klar, dass sie sich ihr spartanisches Gehalt mit der ein oder anderen Gaunerei aufstocken möchte. Als Trond Landvik, einer von vielen Millionäre auf dem Mond, ihr für die Erledigung eines heiklen Auftrages eine riesige Summe zukommen lassen möchte, zögert sie nicht lange. Doch die Sabotage eines Geschäftsfeindes ist nur die Spitze des Eisbergs, dem Jazz nun gegenüber steht... Wie der 'Marsianer' ist auch 'Artemis' ein absolut unterhaltsamer Science-Fiktion-Roman von Andy Weir, der sowohl mit seinen bunt gemischten, chaotisch, aber liebenswerten Charakteren punktet, Realitätsnähe und technischen Background aber nicht vermissen lässt.
Bewertung
4/5
29.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Über dem Durchschnitt aber nicht Top
Ich kannte von Andy Weir nur der Marsianer und dort auch nur den Film, daher bin ich unvoreingenommen an das Buch heran gegangen. Das Setting "Stadt auf dem Mond" ist recht gut beschrieben und hat mir gefallen. Auch hat er die technischen Hintergründe für ein Leben auf dem Mond meiner Meinung nach recht gut und glaubwürdig beschrieben.
Die Story um die es im Buch in dieser Stadt auf dem Mond dann geht, fand ich recht seicht und nichts wo ich sagen kann, dass es super spannend und innovativ war. Zudem beinhaltet das Buch nur eine sehr überschaubare Anzahl an Charakteren. Die meisten davon werden nicht besonders tief behandelt. Der Hauptcharakter wird zwar etwas tiefergehender behandelt, aber die Geschichte an sich ist nur als eine Art Momentaufnahme im Leben des Protagonisten dargestellt. Daher hat mich das Buch nach dem Lesen irgendwie unbefriedigt zurückgelassen, da ich gerne etwas mehr erfahren hätte wie es weitergeht. Irgendwie ist bei mir der Eindruck entstanden, dass das Buch schon auf Filmtauglichkeit getrimmt wurde.
Man kann das Buch lesen, so mal zwischendurch, aber versäumt auch nichts wenn nicht. Insgesamt würde ich 3,5 Sterne geben, habe aber mal zugunsten auf 4 aufgerundet
Bewertung
4/5
22.01.2019
Buch (Taschenbuch)
Kurzweilige Sci-Fi Unterhaltung
Seit einigen Jahrzehnten gibt es eine Stadt auf dem Mond. Und Jazz ist eine Bewohnerin auf eben diesem. Doch, weil das Leben dort teuer ist und die Jobs schlecht bezahlt, verdient sie sich gelegentlich etwas dazu... illegal.
Irgendwann kommt es dann zu einem besonders lukrativem Angebot, das Jazz einfach nicht ablehnen kann. Doch natürlich geht nicht alles so glatt, wie erhofft!
Andy Weirs zweiter Roman ist wieder wunderbare Unterhaltung. Die Charaktere sind sympathisch, die Story ist zwar nicht gerade neu, aber gut konstruiert.
Außerdem fließen immer wieder interessante technische Details mit in die Geschichte.
Es kommt zwar nicht ganz an den "Marsianer" ran, ist aber dennoch lesenswert und sorgt für kurzweilige Unterhaltung.
Andraja Meda
4/5
19.06.2018
Buch (Taschenbuch)
Eine interessante Handlung mit vielen Überraschungen
Eigentlich hätte alles so einfach sein können, doch der verfluchte Sinn, das Richtige zu tun, war nun einmal leider stärker.
Willkommen auf dem Mond! Nachdem der Autor Andy Weir mit seinem Roman „Der Marsianer“ seine Leser ins All geschickt hat, so werden sie in seinem neusten Roman auf den Mond geschossen. Um genauer zu sein in die namensgebende Stadt Artemis. Obwohl es durch ein recht geordnetes System gibt und Kriminelle eine Seltenheit sind, so hat auch die erste und einzige Stadt auf dem Mond ihre Probleme, die über kurz oder lang Konsequenzen mit sich ziehen.
Weirs Idee bietet dabei viele Spielräume, die sich neben dem Erzählten im Kopf weiterentwickeln und die Umgebung lebendig erscheinen lassen. Doch bis es so weit ist, muss man erst einmal der etwas trägeren Anfang überwinden, bei dem sich durch die vielen Unbekannten nur schwer eine Spannung aufbaut. Dieser Umstand wird lange Zeit durch das Nichtvorhandensein eines klaren Ziels oder eines offensichtlichen Feindes unterstützt. Man verfolgt sozusagen die Geschichte der Protagonistin, ohne zu wissen, wohin es gehen soll. Doch innerhalb weniger Kapitel wird aus diesem „Manko“ der große Coup Andy Weirs. Aus dem Nichts folgt eine überraschende Wendung auf die nächste und die Spannung steigt unaufhaltsam, sodass man die Worte förmlich inhaliert.
Die interessante Atmosphäre des Romans ist aber nicht nur auf die Handlung, sondern auch auf die außergewöhnliche Protagonistin Jazz Bashara zurückzuführen.
Keine aufgesetzte Höflichkeit, keine Maske des Gefallens … die junge Frau ist schonungslos ehrlich und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, dem Leser ihre Geschichte zu erzählen. Sie ist weder eine strahlende Heldin noch eine abgebrühte Kriminelle. Viel mehr will sie doch einfach nur ein gutes und sorgloses Leben leben. Als Jazz plötzlich die Lösung aller Probleme greifbar nahe vor sich sieht, kann sie diese Gelegenheit selbstverständlich nicht ausschlagen. Doch was einfach begann, wandelt sich sehr sehr schnell in eine Katastrophe!
Ja, unsere Protagonistin ist keine Heldin, doch muss sie während ihres Abenteuers Entscheidungen treffen, die sie auf lange Sicht auch nicht zur fiesesten Verbrecherin des Mondes machen. Dieser ständige, moralische Wechsel hat somit natürlich auch Auswirkungen auf Jazz Charakter, der egal wie man es dreht und wendet sich zum einen verändert und zum anderen dennoch die gleichen Ziele im Blick behält. Hinzu kommt ihr trockener und überaus sarkastischer Humor, der die Story immer wieder auflockert und den Leser zum Lachen bringt.
Obwohl es neben Jazz noch viele mehr oder weniger wichtige Nebencharaktere, wie ihren Vater, ihren (ehemals) besten Kumpel und einen potenziellen Partner gibt (Ich lasse die Namen hier gezielt unerwähnt, um mögl. Spoiler zu vermeiden), so haben diese in dieser Geschichte nur recht wenig zu sagen. Dies scheint unter anderem daran zu liegen, dass die Geschichte von Jazz in der Vergangenheitsform erzählt wird und ab und an immer wieder die 4. Wand zum Publikum mit den Anmerkungen der Protagonistin durchbrochen wird. Dennoch baut sich durch den Stil der Erzählung eine interessante Umwelt auf, die zwar etwas leer wirkt aber damit gleichzeitig die Handlung unterstützt, indem das Hauptaugenmerk auf Jazz haften bleibt. Überraschungen sind also garantiert!
Bewertung:
Ich lieb ja bekanntlich Sci-Fi Bücher, weshalb ich nicht widerstehen konnte, mit „Artemis“ ein Buch von Andy Weir zu „probieren“. Anfänglich war ich etwas enttäuscht, da sich die Spannung nur sehr langsam aufgebaut hat und dadurch nur schwer in die Handlung hineinfinden konnte.
Doch sobald das erste Drittel überstanden war, hat mich die Handlung nicht mehr losgelassen. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass man – wie bereits erwähnt – nicht weiß, auf welches größere Ganze die Handlung hinausläuft.
Durch die spannenden anderen zwei Drittel der Geschichte vergebe ich daher
8/10 bzw. 4/5 Sterne
Plush
4/5
07.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Hörbuch-Rezension: Tolle Geschichte mit spritziger Protagonistin!
„Artemis“ ist das neue Werk von Andy Weir, der mit „Der Marsianer“ ein wahnsinnig erfolgreiches Debütwerk hinlegte. Umso gespannter war ich nun also, als ich hörte, dass wir nach dem Mars dieses Mal den Mond bereisen werden.
Von Anfang an gelingt es dem Autor, die Stadt unter den Kuppeln so lebhaft und anschaulich zu beschreiben, dass man ganz schnell ein deutliches Bild vor Augen hat und sich angekommen fühlt in der Geschichte.
Wer „Der Marsianer“ bereits kennt, darf zu Recht vermuten, dass es auch in „Artemis“ wieder viele techniklastige Erläuterungen gibt, die den Charme der Bücher für mich unbedingt mit ausmachen. Logisch und in sich schlüssig werden hier wieder die technischen Komponenten mit der Geschichte verknüpft, was ich einfach faszinierend und genial finde.
Auch von Protagonistin Jazz Bashara bin ich restlos begeistert. Ihre oft derbe und direkte Art hat mich köstlich amüsiert. Sie ist eine hochintelligente junge Frau, die ihre Talente zwar gern in illegalen Gefilden nutzt, dabei aber dennoch ihre eigenen moralischen Prinzipien vertritt. Sie hat ihr Herz am rechten Fleck.
Besonders Spaß gemacht hat mir Jazz auch wegen der tollen Sprecherin Gabrielle Pietermann. Diese hat unter anderem schon Daenerys Targaryen und Hermine Granger ihre Stimme gegeben. Das habe ich aber gar nicht „unangenehm“ herausgehört und die Stimme direkt mit Jazz verknüpfen können. Durch die jung wirkende Stimme bekommt das Hörbuch einen frischen, fast schon jugendlichen Charme, der mir sehr gefiel.
Einzig der Charakter Calvin war für mich nicht ganz rund, bzw. die Beziehung zwischen ihm und Jazz. Als ihr Brieffreund von der Erde hilft er ihr oft und in großem Umfang, scheint dafür aber nicht wirklich etwas von Jazz zurückzubekommen. Warum er ihr über die Jahre trotzdem immer wieder so bedingungslos unter die Arme greift, erschloss sich mir nicht ganz. Das ist aber nur ein kleines Manko in einer ansonsten tollen und runden Geschichte.
Fazit: Ein wirklich spannender Ausflug auf den Mond, der mich mit seiner spritzigen Protagonistin und den cleveren technischen Details toll unterhalten hat!
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