Es ist der 31. Oktober - Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen - was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt ... ihre letzte Party!
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Villingen-Schwenningen
4/5
11.11.2018
eBook (ePUB)
Was geschah 1986 ?
Zehn ehemalige Freunde erhalten die Einladung zu einer Halloween-Party. Sie haben sich 1986 zuletzt auf der Halloween-Party ihres heutigen Gastgebers Brandon gesehen. Mit gemischten Gefühlen machen sich die zehn auf den Weg. Wie wird es sein, die anderen nach so langer Zeit wiederzusehen ? Brandon wohnt in einem Haus inmitten von Wäldern auf einem Felsen gelegen, dessen einzige Zufahrtsstraße über einen kleinen Fluss führt. Dort angekommen werden ihre Handys eingesammelt , um das Lebensgefühl der 80iger Jahre wieder aufleben zu lassen. Gleich zu Beginn der Party wird Brandon von einem Kronleuchter erschlagen : Unfall, Selbstmord oder Mord ? Als seine Gäste Hilfe holen wollen, stellen sie fest, dass sie völlig von der Außenwelt abgeschnitten sind. Als weitere Freunde ums Leben kommen, beginnt die Suche nach dem Warum und Wer. Hat das Morden mit den Ereignissen während der Halloween-Party 1986 zu tun ? Jeder scheint verdächtig und zugleich unschuldig.
Das Buch liest sich sehr spannend. Geschickt verwebt der Autor das Geschehen von damals und heute. Bis kurz vor dem Ende war mir nicht klar, wer der Täter ist. Jedes Mal, wenn einer der Anwesenden verdächtig wird, wird logisch und nachvollziehbar dargelegt, warum derjenige der Mörder sein muss. Kurz darauf lösen sich die Argumente in Luft auf und ein anderer gerät ebenso überzeugend in den Focus. Im Laufe der Geschichte wird immer deutlicher, dass die Geschehnisse von 1986 eine wesentliche Rolle für die Motive der Morde heute spielen. Kurze Rückblenden bringen Licht ins Dunkel.
Die Idee, eine Gruppe isoliert von der Außenwelt zusammenzubringen und dann einen nach dem anderen umkommen zu lassen, ist an sich nicht Neues. Der Autor verpackt aber seine Version so spannend und hat neue Ideen für mögliche Motive, dass ich wirklich gut unterhalten und der Krimi nie langweilig wurde. Im Gegenteil ich war fleißig dabei, zu überlegen, wer der Mörder sein könnte. Alles in allem ein spannender, unterhaltsamer Krimi mit überraschendem Ende.
Bewertung
aus Duisburg
4/5
31.10.2018
eBook (ePUB)
Die Party (Gut)
Seit der Halloweenparty 1986 haben sich die “Freunde” nicht mehr gesehen. Nun läd Brandon sie wieder zu einer Halloweenparty, in sein Anwesen ein. Schnell fällt den Zehn Freunden auf, dass alles so wie früher zu sein scheint. Bei einem geplanten Showact von Brandon passiert dann jedoch etwas, womit niemand gerechnet hat. Brandon wird unter dem Kronleuchter begraben und ist tot. Die restlichen Zehn Personen versuchen zu Telefonieren, doch finden kein funktionierendes Festnetztelefon und ihre Handys musste sie zu Beginn der Party abgeben. Auch eine Flucht mit dem Auto scheint unmöglich, da der Schlüssel der Fähre, die über den Fluss führt, nicht vorhanden ist.
Die Geschichte des Buches “Die Party” wird in 50 Kapitel erzählt, die in zwei Teile geteilt sind. Die Überschriften bestehen dabei lediglich aus einer Ziffer.
Teil eins des Buches, fängt recht normal an, entwickelt sich dann aber sehr rasant Richtung Horror/Action. Anfangs bekommt der Leser nur Andeutungen und weiß eigentlich nicht genau worum sich die Geschehnisse von damals drehen, dies motivierend zum weiterlesen und hält die Spannung aufrecht. In Teil Zwei schlägt der Autor dann aber einen anderen Weg ein, der nicht mehr so gut überzeugen kann. Zwar erfährt man hier sehr viel über die Charaktere und Ihre Vergangenheit, in Kapiteln die kursiv gedruckt sind und sich somit gut abheben. Der Leser weiß also zu jeder Zeit, ob die Story in der Vergangenheit oder der Gegenwart spielt. Leider wechselt in Teil zwei aber auch die Art der Handlung. Erinnerte sie anfangs noch an einen sehr bekannten Horrorfilm, in dem Menschen ebenfalls Aufgaben lösen müssen, geht es ab der Hälfte nur noch um den schwarzen Peter, den sich jeder zu schiebt und dabei in den Tod rennt.
Die Charaktere sind sehr gut erzählt und man bekommt als Leser auch recht viele Informationen geliefert, um das Bild über die Charaktere zu vervollständigen. Leider handeln die Charaktere aber recht schnell, sehr unrealistisch (in meinen Augen). Anstatt zusammenzuhalten, fangen sie an, sich gegenseitig Angst einzujagen. Auch finde ich es mutig, in einem Horrorszenario mit Erotik zu reagieren. In einem solchen Fall würde wohl kaum einer an Sex denken. Das hat nicht sonderlich gut gepasst.
Am Ende des Buches wird die Geschichte dann auch aufgeklärt und das klingt auch alles recht schlüssig. Leider ist auch hier das Verhalten nicht 100 % realistisch aber zumindest nachvollziehbar.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass es am Ende des Buches ein Charakterverzeichnis gibt. Dies kann, besonders zu Beginn des Buches, sehr hilfreich sein, da die Charaktere doch sehr oft wechseln im Buch und man so, den Überblick behalten kann.
Cover: Das Cover ist hauptsächlich in Schwarz gehalten. Wir erkennen auf der Vorderseite einen Briefumschlag, der ein wenig erhoben ist (man kann Ihn mit den Fingern ertasten), das gefällt mir gut, da sich der ebenfalls schwarze Umschlag so, vom Hintergrund abhebt. Aus dem Umschlag schaut ein weißer Brief hervor, auf dem in Blut, der Titel des Buches steht. Hier kann man ebenfalls erkennen, dass das Blut in Hochglanz gedruckt ist. Zusätzlich dazu ist der Brief ebenfalls mit den Fingern zu ertasten. Auf der Rückseite sehen wir den Brief nochmals komplett.
Zusammenfassen gefällt mir das Cover gut, auch wenn es schlicht gehalten ist. Es passt gut zum Inhalt des Buches und sticht durch kleine Details heraus.
Fazit: Das Buch fängt vielversprechend an, lässt aber leider nach der Hälfte etwas ab. Die Idee war gut und hätte einiges geboten, was leider nicht umgesetzt wurde. Trotzdem hat man am Ende einige Stunden blutige Unterhaltung gehabt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der auf Thriller/Horror steht. Leider kann ich für das Buch am Ende aber nur 4/5 Sterne geben.
Bewertung
4/5
18.09.2018
eBook (ePUB)
Spannender Thriller, nicht unähnlich zum Film "The Invitation" - und doch ganz anders.
Was wie ein guter Horrorfilm im Stil "High School Freunde treffen sich nach 30 Jahren wieder" beginnt wird schnell zu blutigem Ernst, bei dem sich die Charaktere ihre dunklen Geheimnisse an den Kopf werfen und sich einige Abgründe auf tun.
Gute Idee, bis Ende der Mitte spannend umgesetzt, hat mich der Schluss leider doch nicht ganz überzeugt obwohl auch dieser originell ist.
Fazit: Lesen und sich selbst ein Urteil bilden ;)
Streiflicht
3/5
24.10.2018
eBook (ePUB)
Leider nicht so ganz überzeugend
Nachdem ich erst von einigen Wochen „Murder Park“ gelesen hatte und so begeistert davon war, habe ich mich riesig auf das neue Buch des Autors Jonas Winner gefreut. Vielleicht waren meine Ansprüche zu hoch, die Vorfreude zu groß, jedenfalls bin ich etwas enttäuscht. Die Party konnte mich nicht so recht überzeugen, auch wenn ich es flott zu Ende gelesen hatte. Insgesamt hat mich das Buch einfach nicht so richtig gepackt. Die Figuren waren mir oft zu hölzern und unglaubwürdig. Dadurch hat mich auch ihr Schicksal nicht so sehr berührt. Auch konnte ich leider das Handeln der einzelnen Personen oft nicht nachvollziehen. Das ewige Hin und Her und die nicht enden wollenden Diskussionen haben mich irgendwann ziemlich genervt.
Zudem fand ich auch die Geschichte, die hinter dem Massaker steht, nicht sonderlich gut. Anfangs war ich noch neugierig, aber es wirkte auf mich dann immer mehr an den Haaren herbeigezogen, sodass ich das Ende dann schon gar nicht mehr so interessant fand. War mir insgesamt alles etwas zuviel und dadurch unglaubwürdig.
Die Idee fand ich gut und auch die Schreibweise ist spannend und rasant, der Geschichte selbst hätte aber etwas weniger gut getan. Hier wäre weniger mehr gewesen, z.B. wenn ich an die Sexszene denke, die meiner Meinung nach an dieser Stelle völlig fehl am Platz ist, oder bei der Auflösung, die einfach ein bisschen zu viel will. Schade. Ich hoffe, dass das nächste Buch von Jonas Winner mich dann wieder mehr begeistern kann.
Bewertung
aus Kiel
5/5
08.02.2019
Buch (Taschenbuch)
was geschah damals und steht es mit den heutigen Morden in Verbindung?
Die Party
von Jonas Winner
Das Cover gefiel mir schon, als ich es noch nicht live gesehen habe, schwarzer Hintergrund mit einem Lichtschimmer hinter einem schwarzen Briefumschlag in der eine Blut bespritzte Einladungskarte mit dem Titel des Buches ist. Als ich das Buch dann in den Händen hielt, gefiel es mir gleich noch besser, da sich der Umschlag und die Einladungskarte etwas vom Cover anhebt und sowas liebe ich. Der Untertitel „Wer Glück hat, stirbt als erster“ hat mich sehr neugierig gemacht und auch die Leseprobe hat mir direkt zugesagt. Kurze, knackige Sätze ließen da schon ein hohes Tempo aufkommen. Ich war gespannt, wie es weiter gehen würde und daher freute ich mich sehr, als der Autor mich anschrieb und fragte, ob ich sein Buch vielleicht lesen und Rezensieren möchte, das ließ ich mich nicht zweimal fragen und sagte danken zu.
Ich habe mich gefragt was Brandon vorhat, ich hatte die Erwartung, dass es nicht gutes sein kann, was natürlich auch dem Titel geschuldet ist. Aber auch, dass er wollte, dass alles ihre Kostüme von damals tragen und dass er ihm Album von vor dreißig Jahren blättert und ihn Erinnerungen schwelgt. Ich dachte direkt, er will sich rächen, weil die zehn ihn in seiner Kindheit schikaniert haben. Dass schon zu Anfang steht, dass er nur noch eine Stunde zu leben hat, habe ich gar nicht richtig registriert und erst eben beim Durchblättern bewusst war genommen. Gut er stirbt scheinbar wirklich als erster, was für mich absurd war. Wenn er sie hergelockt hat um sie nach und nach umzubringen, warum sollte er sich als erster umbringen. Ich ging also sehr lange davon aus, dass er seinen Tod nur vorgetäuscht hat. Sonst hat er ja nichts davon, dass die anderen sterben.
Je mehr Party-Gäste sterben, desto mehr fragt man sich und die Gäste fragen sich das auch – wer steckt mit Brandon unter einer Decke. Jeder beschuldigt jeden, man kennt sich ja nach dreißig Jahren gar nicht mehr und mit fortschreitender Stunde traut man es jedem zu. Das fand ich teilweise etwas anstrengend zu lesen. Man hatte das Gefühl, man dreht sich im Kreis und kommt nicht voran.
Wie gesagt ich glaubte nicht daran, dass er tot war. Ich dachte, er hätte sich ein ruhiges Plätzchen gesucht, nachdem man ihn weggeschleppt hat und beobachtete das Geschehen amüsiert über einen Bildschirm, der die Bilder der versteckten Kameras überträgt. Aber mehr sage ich nicht dazu, nur soviel, wie es endet, darauf wäre ich nicht gekommen.
So hat mir der Thriller sehr gut gefallen. Was ich etwas schade finde, ist, dass man für meinen Geschmack zu wenig aus der Vergangenheit der Gruppe erfährt. Rückblickend hätte ich mir gewünscht, weniger Wer-ist-der-Täter-debaten und mehr, wie standen die einzelnen Charaktere zueinander, damit sie greifbarer werden. Befremdlich war für mich, dass das Buch in der Gegenwartsform geschrieben ist, ich kann mich nicht so recht daran gewöhnen. Hier sollte es den Leser sicher näher ans Geschehen führen, hat bei mir nicht funktioniert.
Fazit: Für mein Empfinden ein guter Thriller – habe mir auch schon die anderen Bücher des Autors besorgt – der was die Charaktere angeht, aber sehr schwammig ist und bei der Diskussion, wer der Täter sein könnte zu langatmig. Ich habe das Buch aber gerne gelesen, da es zwar grausam ist, was den Charakteren passiert, aber nicht ekelhaft (ausführlich) geschildert wurde.
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