Man schreibt das Jahr 3500. Die freien Menschen leben verborgen im Untergrund. Die Großfürsten der Hölle halten die Städte besetzt und einen Teil der Menschheit als Sklaven.
Da erhebt sich ein Mann namens Salomo und krönt sich zum König. Er will der Herrschaft der Großfürsten ein Ende setzen.
Wird das Leben unter Salomo aber tatsächlich besser sein?
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Spanendes Lesevergnügen
Circlestones Books Blog am 26.06.2020
Bewertungsnummer: 1344837
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Wir waren nicht immer die Bösen und auch nicht immer die Guten. Wir sind, was wir sind. Nicht anders als die Menschen. Mit Fehlern und Gefühlen.“ (Zitat Seite 8)
Inhalt
In den nebeligen, dunklen Gassen Londons geschieht ein Mord an einem Engel und einem Dämon, Abgesandte zum jährlichen Konzil zwischen dem Himmel und der Hölle. Mit letzter Kraft flüstert der Engel „Krokodil“, und dies weist eindeutig auf Nehemiael hin, Sohn von Prinz Seere und der Menschenfrau Perla. Sechzig Jahre alt, kann der Dämonenmischling seine Gestalt zwischen Menschengestalt und Krokodilgestalt verändern. Nehemiael beteuert, diese Tat nicht begangen zu haben, doch er muss persönlich Luzifer von seiner Unschuld überzeugen. Ein Dämonenfürst, ein Dämon, ein Engel und ein Mensch müssen ihn begleiten und dies bestätigen, doch es müssen fremde Verbündete sein, nur Vincent darf ihn begleiten. Die gefährliche Reise führt sie nach Island, Irland, Trier, die älteste Stadt Deutschlands und Ägypten. Bald wird klar, dass es ein mächtiger Gegner auf Nehemiael abgesehen hat, jemand, nach dessen Meinung dieser besondere Mischling schon längst hätte getötet werden müssen.
Thema und Genre
Dieser packende Urban Dark Fantasy Roman ist der vierte Teil der „Chronik der Dämonenfürsten“. Zeit der Handlung ist eine ferne Zukunft, in der sich die Engel und die auf der Erde herrschenden Dämonenfürsten um ein geordnetes Zusammenleben bemühen, mit strengen Regeln und Hierarchien, doch Intrigen und kämpferische Auseinandersetzungen bedrohen den brüchigen Frieden. Es geht um Entscheidungen, den Mut zu Veränderungen, um Freundschaft und Liebe.
Charaktere
Nehemial ist etwas überheblich, manchmal vorlaut und ungestüm, was es Vincent, Engel des Todes und langjähriger Lehrmeister von Nehemial, nicht einfach macht, den Mischling zu begleiten und beschützen. Es ist eine ungewöhnliche Gruppe von eigenwilligen Außenseitern, die schließlich gemeinsam auf dem Weg zu Luzifer ist. Das besondere an den Figuren dieser gesamten Chronik-Serie ist ihre Vielschichtigkeit, Engel sind nicht nur gut und strahlend, Dämonen sind nicht immer böse und grausam, und sie alle verhalten sich trotz ihrer besonderen Fähigkeiten sehr menschlich.
Handlung und Schreibstil
Schon mit der ersten Seite entwickelt die Geschichte ihren starken Sog, es beginnt spannend und bleibt es bis zur letzten Seite. Der Zeitrahmen ist straff und wird nur durch kurze Rückblenden unterbrochen, ergänzende Erklärungen und Erinnerungen an Ereignisse in der Vergangenheit. Man kann daher diesen Roman auch lesen, ohne die vorhergehenden Bände zu kennen. Die Sprache erzählt und schildert detailliert. Tödliche Kämpfe wechseln einander mit erfrischend humorvollen Szenen und Dialogen ab.
Fazit
Ein spannender Urban Dark Fantasy Roman mit einer packenden Geschichte und überzeugenden Figuren. Auch dieser vierte Teil der Serie macht Spaß und garantiert Lesevergnügen.
spannende Kombination von Engeln und Dämonen
Book-Cats am 16.07.2018
Bewertungsnummer: 1118379
Bewertet: eBook (ePUB)
Die Chronik der Dämonenfürsten von Monika Grasl hat mich sofort angesprochen, als ich das erste Mal den Klappentext las. Geschichten über Engel sind in den letzten Jahren eher rar gewesen oder in die Kitschschiene abgedriftet. Deswegen war ich auf die düstere Kombination von Engeln und Dämonen sehr gespannt.
In den Schreibstil der Autorin habe ich mich sehr schnell eingefunden. Sie schreibt einfach, trotzdem fesselnd und mit vielen Dialogen.
Überrascht hat mich, dass die Geschichte nicht rein von Evy und Vincent handelt, wie es der Klappentext vermuten lässt, sondern auch noch weitere Personen relevant werden, wie z. B. Merfyn, Azrael und Pater Nevin. Gerade im Hinblick auf die große Gefahr, die bevorsteht, hat das die Spannung noch mehr angefacht. Denn man erhält somit verschiedene Einblicke in die von der Autorin geschaffenen Welt. Vor allem die Konstellation der Hölle mit den Fürsten und Dämonenboten war sehr interessant, obwohl noch so einige Details offenblieben, die wohl in den weiteren Teilen der Reihe in den Vordergrund rücken.
Etwas gefehlt hat mir aber die Charaktertiefe. Alleine bei Evy, die durch ihre Situation viel mehr Emotionen bei mir hervorrufen hätte können. Ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen und habe ihre Handlungsweisen zum Teil auch nicht nachvollziehen können. Auch die anderen Figuren blieben etwas blass. Am besten haben mir da noch Merfyn und Pater Nevin gefallen.
Toll fand ich die Tatsache, dass eine Geschichte nicht immer eine umfassende, herzzerreißende Liebesgeschichte braucht. Hier sieht man, dass es auch ohne geht, und mir hat in diesem Punkt auch nichts gefehlt.
Zum Schluss verdichtet sich alles und die Handlungsstränge laufen zusammen. Ich habe auf ein fulminantes Ende gehofft und wurde dementsprechend leider etwas enttäuscht. Man verbringt viel Zeit mit Evy und am Ende rückt sie fast komplett in den Hintergrund. Der Showdown wird zu schnell abgehandelt.
Der Epilog war zwar eine kleine Entschädigung, konnte aber das abrupte Ende nicht vollends ausgleichen.
Fazit:
Die Chronik der Dämonenfürsten – Die Engel des Todes ist ein spannender Auftakt zu einer außergewöhnlichen Geschichte über Engel und Dämonen. Mit ausgereifteren Figuren und einem nicht ganz so abrupten Ende hätte mir die Handlung noch besser gefallen. Die Autorin hat auf alle Fälle interessante Ideen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.
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