Figurengedichte als beispielhafter Anzeiger für eine unzulängliche Lyrikdefinition Exemplarische Betrachtung verschiedener Epochen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
20.11.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
1252 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668574366
Dieser Fakt erscheint bei Betrachtung vieler moderner Gedichte, die keineswegs mehr derart einfach von Prosatexten zu differenzieren sind, als erstaunlich. Feste Grenzen werden immer weiter gesprengt, Reime sind kein Muss mehr und es wird zunehmend schwieriger, festzulegen, was ein Gedicht ausmacht.
Dieses Definitionsproblem ist nicht neu. Schon seit dem Barock bemühen sich Literaten und Dichter darum, eine allgemeingültige Definition von Lyrik zu finden, die alle Untergenres mit einbezieht. Der Mensch strebt nach Systematisierung, und doch gibt es bislang keinen Ansatz, der von der Allgemeinheit akzeptiert wird. Für diese Problemstellung bilden Figurengedichte ein Paradebeispiel. Als Genre, das zwei künstlerische Medien - nämlich die Bildende Kunst und Literatur - in sich vereint, fällt es zunehmend stärker aus dem Diskussionsspektrum als viele andere Gedichtarten. Dies ist mitunter der Grund dafür, dass Figurengedichte bereits im Barock abgewertet und nie als vollwertige Gedichte wahrgenommen wurden. Selbst im 21. Jahrhundert gibt es nur wenige detaillierte Einzelinterpretationen zu Figurengedichten und eine genaue Gattungsdefinition erweist sich aufgrund der unterschiedlichen Formen als schwierig.
Aus diesem Grund bilden sie den Kern der vorliegenden Arbeit, in der es darum gehen soll, darzulegen, welche Probleme es bei der Einordnung von Figurengedichten in die Lyriktheorie gibt. Zudem soll ein Ansatz vorgeschlagen werden, um diese Lücken innerhalb der Theorie zu füllen. Das Ziel der Arbeit soll es demnach sein, die Fragen zu klären, was überhaupt als Figurengedicht bezeichnet wird und inwieweit das Genre als ein Anzeiger für eine unzulängliche Lyrikdefinition betrachtet werden kann.
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