Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
08.06.2018
Abbildungen
Illustrationen, nicht spezifiziert
Herausgeber
Julius WiedemannVerlag
TaschenSeitenzahl
240
Maße (L/B/H)
28,4/21,9/3 cm
Gewicht
1596 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch, Englisch, Französisch
ISBN
978-3-8365-7221-7
Das im Koreakrieg völlig zerstörte Pjöngjang wurde 1953 nach Plänen des Gründers der Nation Kim II-sung als nordkoreanische Vorzeigehauptstadt von Grund auf neu errichtet. Er entwarf die Stadt wie ein eindrucksvolles Bühnenbild. Breite Boulevardachsen, durch riesenhafte Monumente miteinander verbunden, werden von großen Wohnhäusern im koreanischen Stil gesäumt. Alles hatte „national in der Form und sozialistisch im Inhalt“ zu sein.
Unter dem gegenwärtigen Führer Kim Jong-un wird die Bautätigkeit weiter intensiviert. „Lasst uns das ganze Land in ein sozialistisches Märchenland verwandeln“, fordert einer seiner patriotischen Leitsätze. Im Eiltempo macht er aus Pjöngjang einen Spielplatz, wobei er eine illusionäre Wohlstandsfantasie beschwört und die Architektur als Anästhetikum benutzt, mit dem er die Bevölkerung zum Träumen einlädt und von der harschen Wirklichkeit seiner autoritären Herrschaft ablenkt.
Oliver Wainwright, Journalist und Fotograf des Guardian, nimmt uns mit auf eine Reise in ein Land, das wie aus der Zeit gefallen erscheint und sich vom Rest der Welt weitgehend abgeschottet hat. Seine Fotografien enthüllen die pompösen Wunderwelten hinter den monumentalen Steinfassaden: Marmor und Mosaik, Kassettendecken und Kristallkronleuchter nebst neuen Interieurs in den schillerndsten Farben. Entdecken Sie die palastartigen Leseräume des Volksstudienhauses und werfen Sie einen Blick in die Umkleideräume des kürzlich renovierten Stadions „1. Mai“, das geduldig auf eine Fußballweltmeisterschaft wartet, die wohl nie kommen wird.
Der Band enthält über 200 Abbildungen mit detaillierten Bildunterschriften und einen einleitenden Essay des Fotografen, in dem er die Geschichte des modernen Pjöngjang skizziert und die von Kim Il-sung, dem ersten Präsidenten Nordkoreas, entwickelte Chuch’e-Ideologie erläutert, der in Pjöngjang ein ganzer Skulpturenpark gewidmet ist.
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