Journalistin Elisa Gerlach hat genug von der Liebe, nachdem sie ihren Freund in flagranti mit einer anderen erwischt hat. Hals über Kopf verlässt sie Hamburg, als ein Studienfreund ihr einen Job bei der Morgenzeitung in München anbietet. In der neuen Redaktion muss sie sich vor dem Chefredakteur und den Kollegen beweisen und stürzt sich nach einem Todesfall bei einer Gasexplosion in die Recherche.
Für Kriminalhauptkommissar Henri Wieland scheint es sich dabei um einen Routinefall zu handeln, bis ein Mord geschieht, der seine persönlichen Dämonen auf den Plan ruft. Elisas eigenwillige Recherchen nerven ihn, doch als sie dem Mörder gefährlich nahe kommt, muss Henri handeln ...
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Toller Serienauftakt
Gertie G. aus Wien am 19.02.2018
Bewertungsnummer: 1083371
Bewertet: eBook (ePUB)
Die Hamburger Journalistin Elisa verlässt Hals über Kopf ihren Arbeitsplatz und die Hansestadt, nachdem sie ihren Freund, den Chefredakteur Carsten mit der Praktikantin Suki in flagranti ertappt hat.
München, so hofft sie, ist weit weg. An ihrem neuen Arbeitsplatz, der Morgenzeitung angekommen, erfährt sie, dass Schulkollege und Redakteur Dennis, den Job ein wenig zu rosig geschildert hat und eine Fixanstellung nur nach bestandener Bewährungsprobe in Aussicht steht. Chefradakteur André ist ein ähnliches Kaliber wie Carsten und Kollegin Jette eine Intrigante. Doch Elisa lässt sich nicht unterkriegen.
Der Zufall (oder die Autorin) will es, dass Elisa ausgerechnet im Haus von Karen, der Mutter von KHK Henri Wieland eine Wohnung findet. Henri, von seiner Mutter Bärchen genannt, ist nach dem Unfalltod seiner Frau und seines Sohnes noch immer nicht bereit für eine neue Beziehung, auch wenn das seine Mutter nicht einsieht und ihre Mieterinnen nach schwiegermütterlichen Aspekten aussucht.
Gleich in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft in München bietet sich für Elisa die erste Bewährungsprobe: Sie soll über eine Gasexplosion, bei der ein Mann ums Leben gekommen ist, berichten. Während Jette mit möglichst wenig Aufwand nach maximalen Nutzen sucht, recherchiert Elisa gewissenhaft, doch die Explosion verschwindet aus den Schlagzeilen als in der Nähe die zehnjährige Emily ermordet und augenscheinlich missbraucht aufgefunden wird.
Erst als sich Elisa erinnert, Emily an Schauplatz der Gasexplosion gesehen zu haben, erfährt der vermeintliche Unfalltod eine neue, brisante Wendung.
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist der Auftakt zu einer Serie, hebt sich wohltuend aus der Masse der Serienmörder, Psychopathen und kaputten Ermittler heraus. Zwar hat auch Henri sein Schicksalspäckchen zu tragen, doch wirkt er in seiner strikten Art, das Amtsgeheimnis zu wahren, nicht unsympathisch. Liv Morus hat hier Charaktere geschaffen, mit denen sich die Leser gut identifizieren können. Wer wollte denn nicht schon einmal Detektiv spielen?
Henri Wielands Team besteht ebenfalls aus Durchschnittstypen, die alle ihre kleinen oder größeren Sorgen durch den Alltag tragen. Sei es Lenz, der einen kranken Vater hat, oder Tanja, die als Alleinerzieherin den Spagat zwischen Job und Familie jeden Tag neu spannen muss. Einzig Marius, der Neue im Team, ist noch ein wenig von einer geheimnisvollen Wolke umgeben. Bin gespannt, wann der aus dem Nebel heraustritt. Ob er der viel zitiert Kontakt von Jette zur Polizei ist?
Gut beschrieben sind die Unterschiede zwischen polizeilicher und journalistischer Recherche. Die Polizei muss immer nach den Buchstaben des Gesetzes arbeiten und daher weniger Spielraum als die Journeille, die manchmal auch zu nicht ganz lupenreinen Mitteln greifen darf.
Fazit:
Wer einen bodenständigen Krimi mit Schauplatz München lesen möchte, und vor ein bisschen zwischenmenschlichen Gefühlen nicht zurückschreckt, dem kann ich diesen Krimi nur zu gerne empfehlen. 5 Sterne
Journalistische Sprürnase
Sonne63 am 27.12.2017
Bewertungsnummer: 1071375
Bewertet: eBook (ePUB)
Meinung:
Dieser Roman ist ein bisschen anders, als der allgemein übliche Einheitsbrei. Die Autorin gibt in erster Linie Einblick in die arbeitsintensiven Ermittlungen der Polizei. Fast schon akribisch genau zeigt sie Schritt für Schritt die Vorgehensweise der Beamten auf. So entstand eine sehr detailliert ausgearbeitete Handlung. Da die einzelnen Kapitel gleichzeitig einzelne Tage darstellen, hat man das Gefühl, fast jeder einzelnen Minute beizuwohnen. Trotzdem erscheint die Geschichte zu keiner Zeit langatmig oder gar langweilig. Natürlich trägt der große Wortschatz der Autorin auch seinen Teil dazu bei. Äußerst anschaulich und sehr bildlich beschreibt sie Situationen und Gefühle. Bei alledem vergisst sie aber nicht, dass es sich bei ihren Protagonisten um Menschen wie du und ich handelt, mit all ihren Fehlern, Schwächen und Sorgen, aber auch mit ihren Stärken und liebenswerten Eigenschaften.
Schrifstellerisch gesehen hat Liebe, Tod, Schmerz alles, was ein guter Kriminalroman braucht: Eine gut ausgearbeitete, wohl überlegte Handlung; sympathische Protagonisten mit Wiedererkennungswert; einen Spannungsbogen, der bis zum Schluss hält; sehr gutes Lektorat. So wird das Lesen zum Vergnügen. Ich hatte das Buch in drei Tagen durch.
Fazit:
Spannende Unterhaltung, die Lust darauf macht, mehr von den beiden Hauptdarstellern zu lesen.
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