Methodische Probleme der familiären Situationsforschung
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.10.2002
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
710 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638147873
"... dass ein beträchtlicher Teil des Forschungsinteresses [Anm. d. Verf.: betrifft familiäre Sozialisationsprozesse] heute auf die Idiographisierung und eine möglichst situational angemessene Betrachtung der Vorgänge in den Eltern-Kind-Konstellationen hinausläuft."
Bisher fehlte dieser zentrale Aspekt der Idiographisierung und Situationsspezifität in der verhaltenstheoretisch orientierten Forschung, ist doch die elterliche Erziehung im besonderen Maße situationsabhängig.
Obwohl die Erziehungsstilforschung generell über eine optimale Datengewinnungsmethode verfügt, nämlich der objektiven Beobachtung , besteht doch bei einer empirischen Untersuchung ein hoher ökonomischer Aufwand bezüglich größerer Stichproben. Umso problematischer gestaltet sich der Versuch, die verhaltenstheoretischen Konstrukte, die hinter der Erziehungsstilforschung stehen, auf die empirische Ebene zu transferieren.
Als Hauptwerk wähle ich die Untersuchung von PREISIG, PERREZ und PATRY, die sich auf die Konstruktion eines verhaltenstheoretisch orientierten Fragebogens konzentrierten. Anders als die Analyse des elterlichen Erziehungsverhalten von POPP gingen die Autoren speziell auf die methodischen Probleme während ihrer Untersuchung ein und erhoben zudem keinen Anspruch auf Gültigkeit und Richtigkeit ihrer Vorgehensweise - im Gegenteil, sie wogen ständig alternative Vorgehensweisen ab und legten Hauptaugenmerk auf den problematischen Übergang der Theorie zur angewandten Praxis.
POPP verfolgte grundsätzlich vollkommen andere Ansätze - als Basis nutzte er Typenkonzepte und setzte den Schwerpunkt auf Spannungs- und Konfliktsituationen - dennoch vernachlässigte er meiner Ansicht nach das Problemfeld der empirischen Methodenauswahl, die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis, und reflektierte nicht selbstkritisch seine gewählte Vorgehensweise.
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