Lesesucht und Lesewut. Der Lesekonsum im Zeitalter der Aufklärung im 19. Jahrhundert
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.01.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
290 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668610309
Zu diesem Zweck wird in dieser Arbeit zuerst auf die Lesesucht an sich eingegangen. Es wird untersucht, welche Gruppen den Begriff der Lesesucht prägten, auf welche Gruppen der Begriff angewandt wurde, und inwiefern er berechtigt war.
Im zweiten Teil werden die Institutionen der Aufklärung aufgelistet und ihren Funktionen entsprechend nach Wichtigkeit geordnet.
Das Wort "Lesesucht" oder auch ""Lesewut"" wird dem Menschen des 21. Jahrhundert nur selten ein Begriff sein. Schließlich wird das Lesen heutzutage in den meisten Fällen sehr geschätzt, wenn nicht gar gefördert. Mehr noch, Menschen, die nicht lesen können, haben oft keinen Zugriff auf gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten. Lesen wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts mehr und mehr zur wichtigsten Quelle der Wissensaneignung, vor allem zu Zeiten des World-Wide-Web. Da erscheint es reichlich absurd, das Lesen mit solch abfälligen Begriff wie ""Lesewut"" oder "Lesesucht" zu betiteln.
Andere Umstände herrschten jedoch im 18. Jahrhundert, zur Zeit der Aufklärung. Als der Buchdruck langsam aber sicher praktikabel wurde, Bücher also nicht mehr langwierig von Hand abgeschrieben werden mussten, konnte man eine riesige Anzahl an Neuveröffentlichungen beobachten. Da es nun viel einfacher war, an ein Buch zu kommen, oder selbst eines zu veröffentlichen, als noch im 17. Jahrhundert, stieg nicht nur die allgemeine Verfügbarkeit, sondern auch die Vielfältigkeit der Bücher.
Nun haben die zeitgenössischen Aufklärer das vermehrte Lesen zuerst begrüßt, schließlich bildet es und hilft, selbst zu denken. Weiterhin waren es die Vertreter der Aufklärung, und vor allem die von ihnen errichteten Institutionen der Aufklärung, die für das vermehrte Lesen verantwortlich waren. Mit der Zeit jedoch kehrte sich ihre Meinung um, auch die Vertreter der Aufklärung kritisierten zunehmend die "Lesewut" der Bürger. Dies geschah aus mehreren Gründen, von denen nicht wenige die Annahme vertraten, dass übermäßiger Bücherkonsum ernsthafte Schäden an Geist und Körper nach sich ziehen würde.
In welchem Maße das Lesen durch die Institutionen der Aufklärung auch gefördert worden war, bereits hier kann man festhalten, dass niemand die Entwicklung des Lesens als Zeitvertreib hat aufhalten können.
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