David Hume Kausalitäts- und Induktionsskepsis
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.12.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
482 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638239769
berührt eine andersfarbige Kugel. Da die weiße Kugel diese in einem bestimmten Winkel
getroffen hat, rollt sie genau in eine der Ecktaschen. Sie verschwindet im Loch. Der hier
beschriebene Vorgang eines Billardstoßes verdeutlicht sehr anschaulich das Prinzip von
Ursache und Wirkung. Die Ursache dafür, das die farbige Kugel ins Loch gerollt ist, ist, dass
die weiße Kugel sie mit einer bestimmten Geschwindigkeit und in einem bestimmten Winkel
getroffen hat. Somit wurde die erhoffte Wirkung, das Versenken erzielt1. Mit diesem uns so,
bei einer ersten Betrachtung, trivial vorkommendem Prinzip von Ursache und Wirkung
beschäftigt sich David Hume in seinem Werk Eine Untersuchung über den menschlichen
Verstand. Nur ist dieses Prinzip wirklich so einsichtig und einfach? Sind mit ihm keinerlei
Probleme verbunden? Hume geht mit einer skeptischen Betrachtungsweise an die
Untersuchung des Kausalitätsproblems heran. Am Ende dieser Untersuchung bleibt er
allerdings nicht stehen und stellt das Induktionsprinzip zur Disposition. Der induktive Schluss
beruht auf den Erkenntnissen des Menschen, die er durch seine eigenen
Sinneswahrnehmungen erlangt hat. Es wurde z.B. die Aussage für richtig gehalten, dass alle
Raben schwarz seinen. Es wurde von vielen tausend Einzelfällen, in denen freilich immer nur
schwarze Raben beobachtet wurden die allgemeine These gebildet, dass alle Raben schwarz
sind. Doch wurde diese These wiederlegt, als ein weißer Rabe gesichtet wurde. Mit diesem
Auftretendem Problem beschäftigt sich Hume im zweiten Teil des vierten Abschnittes seiner
Untersuchung. Bevor wir uns allerdings diesen beiden Problematisierungen widmen, muss ein
kurzer Blick auf die Ausgangsposition geworfen. Kurz gesagt untersucht er den Verstand, die
Verstandestätigkeiten darauf hin, ob sie tauglich sind wissenschaftliche Erkenntnisse zu
liefern.
1 Das genannte Beispiel wird im Laufe dieser Arbeit wieder erwähnt werden und in einen theoretischen Kontext
eingebaut werden, der Humes Kausalitätsskepsis darstellen wird. An dieser Stelle dient es nur der alltäglichen
Darstellung des Kausalitätsprinzips.
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