Stadtentwicklung in der Gallia Narbonensis
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.02.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
1047 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638254632
der außeritalischen Provinzen geleistet hat, gehört zur üblichen Allgemeinbildung.
Ebenso weiß der Laie in aller Regel, daß bedeutende historische Städte (Köln,
Trier und Augsburg in Deutschland; Lyon, Toulouse und Narbonne in Frankreich,
um nur einige wenige zu nennen) römischen Ursprungs sind. Auf welche Weise
die mehr oder weniger geplante Verstädterung aber zum hochkomplexen
Geschehen der Romanisierung, d. h. der Durchdringung unzivilisierter Räume mit
römischer Sprache und mediterraner Lebensart beigetragen hat, ist jedoch
weitgehend im Allgemeinbildungskontext unbekannt.
Diese Seminararbeit unternimmt den Versuch, am Beispiel der römischen Provinz
Gallia Narbonensis1 die Stadtentwicklung seit der Eroberung durch die Römer
nachzuvollziehen und die Ziele, die die Eroberer mit der Verstädterung verfolgten
und die Konsequenzen dieser Strategie darzustellen.
Um sich aber mit dem Komplex Stadtentwicklung zu beschäftigen, ist zunächst
der Begriff "Stadt" einer kurzen, aber kritischen Betrachtung zu unterziehen. Behandlung dieses Themas unerläßlich; kompliziert deshalb, weil die Stadtplaner,
Geographen und Historiker, die sich mit dem Thema Stadt auseinandersetzen, sich
nicht über die Kriterien einigen können, die eine Siedlung konstituieren, die den
Namen "Stadt" zu recht trägt. Da die Definition auch noch möglichst allen
historischen Epochen vom Altertum bis zur Moderne und allen geographischen
Räumen genügen soll, gehen die Meinungen über die letztlich entscheidenden
Wesensmerkmalen einer Stadt weit auseinander.2 [...]
1 Die Gallia Narbonensis lag im heutigen Südfrankreich und wurde im Osten von den
Alpenausläufern, westlich von den Pyrenäen und südlich von der Mittelmeerküste begrenzt. Als
nördlichste Erstreckung erreichte sie den Genfer See.
2 Vgl. zur Definitionschwierigkeit von "Stadt" Kolb (1984), S.11 - 17 und auch Freyberger (1999),
S. 108f, Anm. 428. Als Minimalkriterium für "städtisches" Wesen definiert B. Freyberger "die
Existenz einer - wie auch immer gearteten - sinnvoll aufeinander abgestimmten Einheit von
kollektivem und individuellem Sein, die sich auch im materiellen Bild zu äußern hatte." (S. 109)
Diese Definition ist in dieser umfassenden Art und Weise sicher zutreffend, aber sie scheint mir zu
weit und insgesamt zu vage und darum für diese Arbeit ungeeignet.
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