Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.10.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
115 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638317498
Scharfblick von den systematischen Denkgebäuden, in denen die Philosophen seit jeher versuchten
die Welt zu erfassen, abgelenkt und sich wie kein anderer Philosoph vor ihm dem
menschlichen Sprachgebrauch zugewandt, wodurch er der Sprachphilosophie als philosophischer
Fundamentaldisziplin des 20. Jahrhunderts zum Durchbruch verhalf. Die formale Logik,
von Frege und Russell entwickelt, schien Wittgenstein in seinem Frühwerk die neue und geeignete
Methode zu sein, um Ordnung in die philosophischen Verwirrungen seiner Zeit zu
bringen. Die Ursache der philosophischen Probleme lag für Wittgenstein im falschen
Gebrauch unserer Sprache, "er hatte den Verdacht, dass viele Probleme der Philosophie im
Grunde Verknotungen des Denkens seien, Selbstfesselungen, Verschlingungen und gordische
Knoten der Sprache, nicht aber der Welt"2. In seinem einzigen zu Lebzeiten veröffentlichten
philosophischen Werk, dem Tractatus logico-philosohicus, untersucht und beschreibt Wittgenstein,
wie "Sprache und Wirklichkeit ineinandergreifen"3 und versucht eine Zeichensprache
zu entwerfen, die durch ihre Klarheit alle philosophischen Probleme beseitigen sollte.
Von diesem Vorhaben distanziert sich Wittgenstein jedoch in seinem Spätwerk und stellt nun
die Alltagssprache in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Sein 1953 posthum veröffentlichtes
Hauptwerk trägt den Namen Philosophische Untersuchungen. In ihm führt Wittgenstein
den Begriff des "Sprachspiels" ein, der fortan sein gesamtes Denken prägt. Ich möchte in der folgenden Arbeit darstellen, was unter diesem Begriff zu verstehen ist und welche Wichtigkeit Wittgenstein diesem beimisst. Dazu ist es unerlässlich einen Überblick
über Wittgensteins Vorstellungen von sprachlicher Bedeutung zu geben. Ich werde dies in
Abgrenzung zur repräsentativen Zeichentheorie tun. Zum Schluss meiner Arbeit möchte ich
beschreiben, wie Wittgensteins sprachphilosophische Einsichten seinen Blick auf die Philosophie
beeinflussten. 1 Vossenkuhl, Wilhelm: Ludwig Wittgenstein, 2. Aufl., München 2003, S. 11. 2 Lem, Stanislaw: Also sprach GOLEM, Frankfurt am Main 1986, S.80. 3 Lutz, Bernd (Hg.): Metzler-Philosophen-Lexikon, 2.Aufl., Stuttgart 1995.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice