Untersuchung zur Haltungs- und Gleichgewichtsregulation bei Patienten mit Cochlea Implantat
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.06.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
75 (Printausgabe)
Dateigröße
4719 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638387804
Nicht hören zu können, schränkt die persönliche Entfaltung eines Menschen in vielen Bereichen des Lebens besonders stark ein. Als Folge dieser Behinderung sind Beeinträchtigungen wie retardierte Sprachentwicklung, Lernschwäche sowie soziale Ausgrenzungen durch Kommunikationsstörungen allgemein bekannt. Darüber hinaus wird durch eine Hörschädigung auch das synchrone Wirken der Sinnesorgane, die sich einander in ihrer Funktion ergänzen, gestört. Dadurch können Probleme im komplexen System der Gleichgewichts- und Haltungsregulation entstehen. Bereits in einer Vielzahl von Untersuchungen konnte ein signifikant niedrigeres Niveau in der Gleichgewichtskompetenz bei hörgeschädigten Personen im Vergleich zu Normalsinnigen nachgewiesen werden (Althoff & Eggert, 1980; Beger, 1983; Kotonski-Immig, 1994; Schnuch, 1987).
Primäres Ziel dieser Studie war es, das Niveau der Haltungs- und Gleichgewichtsregulation bei Patienten mit Cochlea Implantat zu untersuchen. Darüber hinaus galt es herauszufinden, welchen Einfluss die zusätzliche auditive Information durch ein CI auf die posturale Steuerung hat und ob der Ertaubungszeitpunkt (prälingual versus postlingual) für die Qualität der Gleichgewichtskompetenz von Bedeutung ist.
Im Ergebnis der Untersuchung ist festzustellen, dass Personen mit Cochlea Implantat im Vergleich zu Hörgesunden hinsichtlich der Haltungs- und Gleichgewichtsregulation deutlich unterlegen sind. Folglich scheint die auditive Information sehr wesentlich für das Zustandekommen einer situationsadäquaten Gleichgewichtskompetenz zu sein.
Erstaunlicherweise konnte zwischen den beiden Messsituationen - aktiviertes versus deaktiviertes Implantat - kein signifikanter Unterschied verzeichnet werden. Dies lässt sich damit erklären, dass während der Rehabilitationszeit nicht auf die Verarbeitung und Integration von auditiven Informationen bei Gleichgewichtsprozessen eingegangen wird.
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