Kann eine Entscheidung zwei Schwestern für immer trennen? Der neue große Familienroman der Autorin des Bestsellers "Sommer in Maine", J. Courtney Sullivan.Nora Flynn ist 21, als sie mit ihrer jüngeren Schwester aus Irland nach Amerika auswandert, um ihrem Verlobten zu folgen und Theresa eine Ausbildung zu ermöglichen. Doch Theresa wird schwanger, und Nora trifft eine folgenschwere Entscheidung. Fünfzig Jahre später hat Nora vier erwachsene Kinder: John, Bridget, Brian und Patrick, ihren Ältesten, der Nora beständig Sorgen bereitet und trotzdem ihr Liebling ist. Theresa lebt als Nonne in einem Kloster, als Patricks Tod die Schwestern nach Jahrzehnten des Schweigens wieder zusammenführt – und sie zwingt, sich mit dem auseinanderzusetzen, was ihr Leben für immer verändert hat. Nach "Sommer in Maine" ein neuer großer Familienroman von J. Courtney Sullivan.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Brenda_wolf
aus Bad Berneck
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Zeit des Schweigen
J. Courtney Sullivan ist mit All die Jahre wieder ein sehr schöner Familienroman gelungen. Er erzählt die Geschichte einer irisch-amerikanischen Familie.
Die 21jährige Nora wandert in den 50er Jahren zusammen mit ihrer jüngeren Schwester von Irland in die USA aus. Den beiden Schwestern eröffnet sich hier eine völlig neue Welt. Sie leben zunächst bei der Familie ihres Verlobten Charlie Rafferty. Nora ist sich nicht mehr sicher, ob sie Charlie wirklich heiraten will, wird dann jedoch gezwungen diesen Schritt zu tun. Denn die lebenslustige Theresa wird ungewollt schwanger, in dieser Zeit ein Skandal. Um die Schwangerschaft zu vertuschen opfert sich Nora. Mit dieser Entscheidung werden beide nicht glücklich. Das Verhältnis der Schwestern ist angespannt. Theresa findet schließlich Zuflucht in einem Kloster. Eine Zeit des Schweigens beginnt.
50 Jahre später ist Nora gezwungen zu Theresa Kontakt aufzunehmen. Patrick, ihrer beider Sohn ist verunglückt und gestorben.
Zwei Erzählstränge lassen den Leser an Gegenwart und Vergangenheit der Schwestern teilhaben. Die schwierige Zeit in den 50er sowohl in Irland, als auch in Amerika ist gut beschrieben. Die Welt der Schwestern ist vom Katholizismus geprägt. Man spürt die Enge der gesellschaftlichen Konventionen. Die beiden Hauptprotagonistinnen konnten unterschiedlicher nicht sein. Nora, die verantwortungsvolle und Theresa, die lebenshungrige jüngere Schwester. Ich mochte sie beide und ich habe mit beiden gelitten.
Der Schreibstil ist sehr schön und stimmungsvoll und hat mich auch diesmal begeistert. Er verlangt ein bisschen Aufmerksamkeit, aber er geht trifft genau den Nerv. Ein Roman, den man nicht einfach weglegt, ein Roman der nachhallt.
Tauriel
aus Wuppertal
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Berührende Geschichte
In Retrospektive wird die Geschichte von zwei Schwestern erzählt,die unterschiedlicher nicht sein können.Die vier Jahre ältere Nora kümmert sich ,seit dem frühen Tod der Mutter,liebevoll um ihre Schwester Theresa.Sie wachsen in Irland auf und Nora hofft auf eine bessere Zukunft.
Beide wandern,auf Einladung von Noras Verlobten 1957 ,nach Amerika aus.Die lebenslustige Theresa wird ungewollt schwanger und Nora hält in dieser Notlage zu ihr.
Die Autorin beschreibt anschaulich die damalige ,scheinbar aussichtslose Situation der Beiden,und die Beweggründe.Die Entfremdung der beiden Geschwister........
Trotz der unterschiedlichen Zeitschienen wird das Buch nicht langweilig und ich kann es kaum aus der Hand legen.
Lesebiene
aus Berlin
5/5
20.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein warmherziger, großartiger Roman
All die Jahre
von J. Courtney Sullivan
erschienen im Februar 2018
im Deuticke Verlag
Als junge Frauen sind die Schwestern Nora und Theresa Flynn
von Irland nach Amerika ausgewandert.
Nora soll sich dort mit ihrem Verlobten Charlie treffen.
Theresa reist mit, damit sie eine Ausbildung beginnen kann.
Das Leben in Amerika verläuft allerdings ganz anders
als sie sich das jemals vorgestellt haben.
Theresa wird schwanger, Nora trifft eine sehr folgenreiche
Entscheidung. 50 Jahre später, Nora hat vier Kinder.
John, Bridget, Brian und Patrick, ihren Ältesten, der Nora beständig Sorgen
bereitet und trotzdem ihr Liebling ist.
Theresa lebt als Nonne in einem Kloster, als Patricks Tod
die Schwestern nach Jahrzehnten des Schweigens wieder zusammenführt,
sie zwingt, sich mit dem auseinanderzusetzen, was ihr Leben für immer
verändert hat.
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und springt immer wieder zurück
in die Vergangenheit.
Die Charaktere sind sehr lebensecht und liebevoll gezeichnet.
Die Autorin hat einen wunderbaren leichten Schreibstil,
der das Lesen zum Erlebnis macht.
Eine Geschichte die einen in den Bann nimmt.
Es geht um die Frage, ob viele kleine Entscheidungen ein ganzes
Menschenleben ausmachen können. Entscheidungen können einen ein
ganzes Leben lang verfolgen. Ein Familienroman der sehr einfühlsam und
intensiv ist. Dieses Buch macht Mut und bringt Hoffnung,
das es im Leben immer weiter geht.
Jeder kann hier ein kleines Stück Hoffnung in sein eigenes Leben mitnehmen.
Nicht nur deshalb ist dieses Buch einfach schön.
Ein warmherziger, großartiger Familienroman der einen in den Bann zieht.
Eine Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
20.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Emotional aufwühlend
"All die Jahre" ist ein Familienroman von J. Courtney Sullivan, die auch durch den Roman "Die Verlobungen" bekannt ist. Das Buch erscheint zum 29.01.2018 im Deuticke-Verlag und ist als gebundene Version für 22,00 zu erwerben. Mir persönlich gefällt das künstlerische Cover sehr gut - passend zum Buch und nicht zu aufdringlich. Im Buch geht es um eine Familiengeschichte die auf zwei Zeitebenen spielt. Hier lernen wir Nora Flynn und Theresa kennen. Theresa hat sich für ein Leben als Nonne entschieden, Nora hingegen hat 4 Kinder und ihren Ehemann verloren. Man lernt auch die Kinder von Nora kennen und wie sie ihre Mutter sehen. Man ist die ganze Zeit gefesselt und möchte wissen warum die beiden Schwestern, die einst gemeinsam nach Irland ausgewandert sind nicht mehr miteinander sprechen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich war die ganze Zeit dabei. Ich musste auch das eine oder andere Tränchen verdrücken. Ein gelungener Roman mit Tiefgang!
Bewertung
5/5
20.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was hätte sein können
Eigentlich fängt alles damit an, dass Nora und ihre jüngere Schwester Theresa Ende der 1950er Jahre von Irland nach Amerika auswandern. Nora, um ihren Verlobten Charlie zu heiraten und Theresa, um eine Ausbildung als Lehrerin zu beginnen. Der Roman selbst beginnt allerdings 2009, als Noras ältester Sohn Patrick bei einem Autounfall stirbt. Der Verlust des Sohnes veranlasst Nora zurückzublicken, auf das, was ist und auf das, was war bzw. was hätte sein können.
Die Ereignisse aus Gegenwart und Zukunft wechseln ab, sodass sich zwei Handlungsstränge ergeben. In der Gegenwart kann man dabei eine nachdenkliche Nora erleben, in der Vergangenheit eher eine schüchterne, zurückhaltende. Während des Lesens entsteht allerdings nie der Eindruck eines Rückblicks, beide Handlungsstränge sind für sich gegenwärtig, wodurch der Eindruck einer Nacherzählung vermieden wird. Zusätzlich entsteht so eine gewisse Nähe zwischen dem Leser und Nora, da die in der Vergangenheit stattfindende Handlung direkt erzählt wird und nicht über einen Rückblick innerhalb der Geschichte.
J. Courtney Sullivan verknüpft die Ereignisse aus Gegenwart und Vergangenheit dabei so geschickt, dass der Leser Noras Handlungen der Gegenwart anhand der Ereignisse der Vergangenheit nachvollziehen kann und sich aus der Kombination der Handlungsstränge ein ganzes Bild ergibt. Nora ist kein einfacher Charakter, sie ist weder besonders sympathisch, noch besonders unsympathisch. Dennoch entsteht beim Lesen eine gewisse Nähe zu ihr, nicht nur weil sie die Protagonistin ist, sondern auch, weil ihre Handlungen menschlich und nachvollziehbar sind. Das macht auch den Roman stellenweise etwas trocken, eine Schwäche, die der Schreibstil der Autorin und die Konstruktion des Textes allerdings wieder gut zu machen wissen.
Ein Rückblick und ein tödlicher Unfall markieren den Beginn von "All die Jahre" und führen den Leser erst langsam und dann mit einem Knall an die Handlung heran. Durch die Nähe zur Protagonistin wird der Leser somit sofort auf der emotionalen Ebene angesprochen. Die Ansprache auf emotionale Ebener hält jedoch nicht lange an. Dafür wird jedoch bereits zu Beginn deutlich, dass sich das vollständige Bild erst im Laufe des Romans nach und nach zusammensetzt. „All die Jahre“ ist dabei allerdings kein Buch, dass man in einem Rutsch verschlingt, sondern eher ein langsamerer Text den man portionsweise liest. Das liegt nicht an einem etwaigen zähen Erzählstil, sondern vielmehr daran, dass sich die Ereignisse nach und nach entfalten und so an Tiefe gewinnen.
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