Unter einer Eisenbahnbrücke an der Ilmenau in Lüneburg verbrennt ein Obdachloser. Für die schockierende Tat gibt es zunächst weder Motiv noch Verdächtige. Da verbrennt am Bahnhof der nächste Obdachlose. Ist es eine Serie? Kommissarin Marie Gläser und ihr vergesslicher Chef Stephan Weide untersuchen in ihrem zweiten gemeinsamen Fall zwei Morde, die so gar nichts miteinander zu tun haben. Oder doch? Ihre Ermittlungen führen sie von obskuren Neo-Nazis bis in die feine Lüneburger Gesellschaft und werfen ständig neue Fragen auf.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Schönebeck
5/5
05.03.2018
Buch (Taschenbuch)
Spannung pur in einer gut verstrickten Geschichte
Das Cover ist recht dunkel gehalten. Auf der linken Seite ist eine aufsteigende Feuerwalze zu sehen. Mittig ist der Titel des Thrillers angebracht. Dieses Bild verrät zwar noch nicht viel, fällt aber direkt ins Auge.
Die Buchbeschreibung ist anregend formuliert und animiert den süchtigen Thrillerfan schnell zum Lesen.
Der Einstig in das Buch gelingt recht schnell. Wir werden direkt mit an einen Unfallschauplatz genommen, können hier aber erst einmal nicht wirklich viele Zusammenhänge erkennen. Dennoch ist es sehr detailliert und mitreißend geschildert.
Nun lernen wir Stück für Stück alle Mitwirkenden kennen und fragen uns manchmal, wie diese nun neu kennengelernten Personen mit der Geschichte zusammen passen könnten. Dies ist lange nicht durchsichtig, regt die Neugier aber zusätzlich an.
Die Figuren werden charakterlich tief gekennzeichnet und können schnell voneinander unterscheiden werden. Sie wirken menschlich und authentisch und führen durch diese interessant verstricket Geschichte.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und anschaulich. Alsbald hat man die einzelnen Szenen vor Augen und kann der Geschichte stets sehr gut folgen.
Die Spannung steigt hier kontinuierlich an, denn nach und nach verdichten sich die einzelnen Stränge zu einem stimmigen Gesamtbild. Hier konnte mich der Autor wirklich sehr überraschen, da ich mit viele Entwicklungen so nicht gerechnet hätte. Es ist alles plausibel aufgebaut und hinterlässt letztendlich ein stimmiges Gesamtbild- sowie einen zufriedenen Leser!
Mein Fazit:
Eine wirklich sehr gut durchdachte und schlüssig aufgebaute Geschichte mit vielen guten, unerwarteten Wendungen. Vorhersehbar war das Buch zu keiner Zeit und somit ein wirklicher Lesegenuss!
Daher vergebe ich sehr gerne eine klare Leseempfehlung sowie volle Punktzahl!
Bewertung
aus Altenmedingen
4/5
21.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Maries und Stephans 2. Fall
"Brandopfer" von Klaas Kroon ist der zweite Fall des Ermittlerduos Marie Gläser und Stephan Weide. Erschienen am 29.01.18 im Books on Demand Verlag.
Diesmal müssen die beiden den Tod eines verbrannten Obdachlosen klären. Wer tut so etwas Grausames? Politisch motiviert oder ein eskalierter Streit unter Obdachlosen? Kurze Zeit später wird ein nächstes Opfer gefunden. Haben sie es mit einem Serientäter zu tun? Gläser und Weide ermitteln in alle Richtungen, die sie zu Neo-Nazis oder auch in die höhere Gesellschaft Lüneburgs führen.
Wir werden in der personalen Erzählperspektive durch die Handlung geführt und begleiten die Ermittler bei ihrer Arbeit, einem Mann, der aus Indonesien nach Deutschland reist und drei junge Studenten. Anfangs zusammenhanglos wirkend nähern sich die einzelnen Szenarien im Laufe der Geschichte einander an.
Der Focus liegt in diesem Krimi auf den Mordfällen und deren Aufklärung. Einen kleinen Einblick in das Privatleben der Ermittler erhalten wir, was nebenbei, fast sachlich anmutend, geschildert wird. Trotzdem konnte ich ihnen nahe kommen, gerade Marie Gläser war für mich zum "Anfassen". Der eine oder andere, vor allem jemand, der den ersten Teil kennt, wird vielleicht monieren, dass die Ereignisse aus "Totenwald" scheinbar keine Spuren bei Gläser und Weide hinterlassen haben. Ich persönlich empfinde es als angenehm, nicht zuviel über die persönlichen Probleme und ein vielleicht zerrüttetes Seelenleben der Kommissare zu lesen. Der Fall tritt hier nie in den Hintergrund.
Der Autor schreibt die Geschichte flüssig und spannend. Es traten immer wieder Wendungen ein, die ich nicht erwartet hatte. Die Motive des Täters waren für mich glaubwürdig, und ich konnte das Buch zufrieden schließen.
Ein solider Krimi, mitreißend und durchaus fesselnd, nicht unbedingt aus der Masse stechend, aber ich habe ihn gern in die Hand genommen und gelesen.
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