Die Geldroboter Wie Hochfrequenzmaschinen unser Erspartes einkassieren und Finanzmärkte destabilisieren
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.02.2018
Verlag
Promedia VerlagSeitenzahl
224 (Printausgabe)
Dateigröße
2350 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783853718612
Die Betreiber der Geldroboter sind nicht nur die Gewinner der digitalen Revolution, sondern auch der Krisen. Als Griechenland 2012 vor dem Konkurs stand, sackten sie fette Gewinne ein. Als am "Black Monday", dem 24. August 2015, weltweit die Börsen crashten, verzeichneten sie einen Rekordhandelstag. Als "Virtu Financial", einer der wichtigsten Geldroboter, 2014 an die Börse gehen wollte, gaben seine Inhaber bekannt, dass man an 1238 Handelstagen nur an einem einzigen keinen Gewinn eingefahren hatte; Gewinne freilich, die Anleger und Pensionsanstalten teuer bezahlen mussten.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor im automatisierten Finanzkasino ist die Geschwindigkeit. Damit die Geldroboter der Handelsmaschine so nah wie möglich kommen, nisten sie sich direkt bei den Großservern der Börsen ein. Um zwischen London und Frankfurt keine Millisekunde zu verlieren, bauen sie einen Mikrowellenturm höher als der Eiffelturm. Obwohl sie Manipulationstechniken wie das sogenannte "Spoofing" benutzen, obwohl sie auch schon mal einen ausgemachten Kurseinbruch auslösen und obwohl sie selbst Ex-EU-Kommissar Michel Barnier als "systematische Gefahr für die Märkte" bezeichnet, wurde das vom EU-Parlament geplante "Tempolimit" auf Finanztransaktionen niemals beschlossen.
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