Produktbild: Schau heimwärts, Engel! Eine Geschichte vom begrabenen Leben
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Thomas Wolfe

1. Schau heimwärts, Engel!

Schau heimwärts, Engel! Eine Geschichte vom begrabenen Leben

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Matthias Ponnier

Spieldauer

21 Stunden und 56 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

09.03.2018

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

487

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742405869

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Matthias Ponnier

Spieldauer

21 Stunden und 56 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

09.03.2018

Hörtyp

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Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

487

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742405869

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  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    02.08.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Vom «feinsten Scheitern» Den…

    Vom «feinsten Scheitern» Den 1929 erschienenen Debütroman «Schau heimwärts, Engel» des amerikanischen Schriftstellers Thomas Wolfe nannte Hermann Hesse damals «Die stärkste Dichtung aus dem heutigen Amerika», und auch die Nobelpreisträger Faulkner und Lewis schätzten ihren Kollegen literarisch sehr hoch ein. Ein Riesenerfolg also gleich auf Anhieb, an den spätere Werke des früh verstorbenen Autors nicht mehr anknüpfen konnten. Seit 2009 liegt dieser inzwischen zum Klassiker avancierte Roman nun in einer überzeugend gelungenen Neuübersetzung vor. Wir haben es mit einem typischen Entwicklungsroman zu tun, dessen Held Eugene eingebettet ist in eine kinderreiche Familie mit markanten, lebenshungrigen Charakteren, deren wechselvolles, unangepasstes Leben letztendlich das fatale Scheitern des American Dream widerspiegelt. Die autobiografischen Bezüge in diesem Erstling sind überdeutlich, so zum Beispiel der unschwer als Thomas Wolfes Geburtsstadt Ashville in North Carolina erkennbare Handlungsort, - was ihm denn auch prompt einigen Ärger einbrachte bei seinen Mitbürgern, die sich im Roman wieder erkannten und verunglimpft fühlten. Aber auch viele Gemeinsamkeiten in der Familie und insbesondere im Werdegang seines Helden sind unübersehbar, er fühlt sich ebenfalls zum Schriftsteller berufen, und auch sein Vater ist Steinmetz. So ist also der «mit einem Lächeln milder Statueneinfalt» aus Granit gemeißelte Engel im Roman nicht nur titelgebend, sondern wird schon auf der zweiten Seite auch leitmotivisch eingesetzt, er begleitet den Leser fortan ganz ohne religiöse Konnotation als sinnfällige Metapher für ein wohlbehütetes Leben. Es ist das Auf und Ab im Daseinskampf, die Widersprüchlichkeit des Lebens, die den heranwachsenden, hochbegabten Eugene zunehmend verzweifeln lässt. Seinem stadtbekannten Vater als versoffenem, schwadronierendem Künstlertyp mit großer Attitüde steht die äußerst energische, geschäftstüchtige, aber geradezu krankhaft geizige Mutter gegenüber. Er und seine Geschwister stehen zwischen diesen Fronten eines nimmer endenden Ehekriegs ihrer völlig entzweiten Eltern, deren konträre Visionen ebenso kläglich scheitern wie die ihrer höchst verunsicherten Kinder. Ihnen allen ist kein Glück beschieden, und Eugene erlebt gleich bei seiner ersten Liebe einen schnöden Verrat, der den Gutgläubigen völlig aus der Bahn wirft. Sein Glück, soviel ahnt er dann als unschlüssig dahin Treibender nach dem Ende seines Studiums, liegt in ihm selbst, nicht in der großen weiten Welt, in die es ihn hinauszieht, in die er sich geradezu flüchten will auf der Suche nach Lebenssinn und Erfüllung. Vom «feinsten Scheitern», wie Faulkner es umschrieb, handelt dieser stilistisch hochklassige Roman, der mit einigem Pathos erzählt wird. Er überzeugt mit einer geradezu genialen Beschreibungskunst, mit lebensecht gezeichneten Figuren und stimmigen Dialogen, mit einer sinnreich ausgeklügelter Metaphorik vor allem, die ihresgleichen sucht. Die Stofffülle ist selbst nach den radikalen Kürzungen des Manuskriptes noch sehr üppig geblieben, der gleichwohl ziemlich handlungsarme Roman erfordert zudem mit seiner geradezu ausufernden Intertextualität und den vielen historischen, politischen und kulturellen Anspielungen, - die hilfreichen Anmerkungen hierzu umfassen allein 45 Buchseiten mit 614 Verweisen -, so einiges an Durchhaltevermögen beim Leser. Der episodische Roman schildert in seiner stärksten Szene sehr ergreifend einen qualvollen Todeskampf und endet mit einer ebenso faszinierenden Geisterszene, in der Eugene auf seinen verstorbenen Bruder Ben trifft, der ihm als Todesengel die Tür zur scheinbar entschwundenen Welt weist, die in ihm selber läge. Der «Homer des modernen Amerika», wie Kritiker ihn überschwänglich nannten, folgte seiner Theorie «Wir sind die Summe aller Augenblicke unseres Lebens». Entsprechend weit verzweigt und üppig ist das Geflecht unzähliger Impressionen in diesem an den «Ulysses» angelehnten, grandiosen Klassiker.

  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    5/5

    18.02.2012

    eBook (ePUB)

    Wolfe, Schau heimwärts, Engel

    Eine amerikanische Familiengeschichte, erstmals erschienen 1929. Jetzt in der Neuübersetzung mit vielen Anmerkungen als Taschenbuch. Die Familie Gant: Vater, Mutter und mehrere Kinder spiegeln in ihren Geschichten das Amerika bzw. die Welt zu Wolfes Zeiten. Der jüngste Sohn, Eugene, erzählt die Geschichte. Und voller Bewunderung erkenne ich beim Lesen, wie kunstvoll sie sich kreisförmig, spiralförmig vom kleinsten Detail bis zur größten Übersicht ( von Geschehnissen und Gefühlen) bewegt. Für mich einer der wichtigsten und schönsten Romane der Weltliteratur!!

  • Dorothea Rose

    aus Frankfurt

    5/5

    14.12.2010

    eBook (ePUB)

    vielleicht einer der amerikanischsten Romane in Neuübersetzung!

    Ein unbeschreiblich reiches Buch: sowohl die Lebensgeschichte Eugenes, des jüngsten Sprosses der Gants, als die sehr amerikanische Familiengeschichte an sich verdient durch die neue Übersetzung volle Aufmerksamkeit. Hier hat die frische, junge Sprache der Gegenwart einen versunkenen Schatz von 1929 wieder sichtbar gemacht! Versäumen Sie nicht, die Leseprobe runterzuladen und lassen sie sich durch Opulenz verführen!

  • Lorenz Laudenberg

    aus Bergisch Gladbach

    5/5

    21.09.2009

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Große amerikanische Literatur

    Als Thomas Wolfe (1900- 1938) im Alter von 38 Jahren starb, hinterließ er nur den Bruchteil eines auf mehrere Bände angelegten, sprachgewaltigen Werks. Erfolglos als Dramatiker verstand er " Schau heimwärts, Engel" als Anfang einer romanhaften Autobiographie, die man als Bildungsroman bezeichnen kann. Wir begleiten den jungen Eugene Gant durch seine Jugendjahre, in denen er, aufwachsend in einer großen Familie im Süden der USA, trotzdem meist sich selbst überlassen bleibt. Aufmerksam und detailliert schildert er seine Beziehungen zu den Menschen, beobachtet und beschreibt genau seine Umgebung. Dieser großartige, farbige Bilderbogen beeindruckt um so mehr, als dass er mit sprachlicher Brillanz, in einer intensiven, lyrischen Sprache geschrieben ist. Wie so oft bei großen Werken der Literatur war der Roman zunächst heftig umstritten, von der Kritik anerkannt erst kurz vor dem frühen Tod des Autors. Was bleibt, ist ein Werk von großer sprachlicher Intensität, das indirekt auch die seelische Verfassung des amerikanischen Volkes seiner Zeit beschreibt.

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