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Deborah Levy

1. Heiße Milch

Heiße Milch

Aus der Reihe Kampa Pocket
Gesprochen von
8
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Svenja Pages

Spieldauer

7 Stunden und 50 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.02.2018

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

142

Verlag

Audiobuch

Übersetzt von

Barbara Schaden

Sprache

Deutsch

EAN

9783958623828

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27.02.2018

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Fassung

ungekürzt

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MP3

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142

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Barbara Schaden

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Deutsch

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9783958623828

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Mutter und Tochter

Bewertung am 18.08.2025

Bewertungsnummer: 2570900

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch ist mir bis ins Mark gegangen. Die Beziehung zwischen der kranken Mutter und ihrer Tochter, die sich um sie kümmert, ist bedrückend und zugleich befreiend. Ich denke noch viel darüber nach. (Meiner Meinung nach passt Lorde‘s Album „Virgin“ perfekt zu Heiße Milch!)

Mutter und Tochter

Bewertung am 18.08.2025
Bewertungsnummer: 2570900
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch ist mir bis ins Mark gegangen. Die Beziehung zwischen der kranken Mutter und ihrer Tochter, die sich um sie kümmert, ist bedrückend und zugleich befreiend. Ich denke noch viel darüber nach. (Meiner Meinung nach passt Lorde‘s Album „Virgin“ perfekt zu Heiße Milch!)

Psychologisch stimmig, vielschichtig, anrührend und interessant.

https://lieslos.blog/ am 14.08.2020

Bewertungsnummer: 1363670

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Meine Gedanken und Eindrücke zu „heiße Milch“ von Deborah Levy. Als Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Psychoanalytikerin bin ich an dem Roman nicht vorbeigekommen. Schon der Klappentext hat mich gereizt. Geht es hier um eine neurologische Erkrankung oder um eine pseudoneurologische Symptomatik im Rahmen einer psychosomatischen Erkrankung? Aber jetzt erst einmal von vorne und zum Inhalt: Die Engländerin Rose ist chronisch krank. Ihre Beine versagen ihren Dienst. Beweglichkeit und Sensibilität sind gestört. Kein Arzt im Königreich konnte bisher eine klare Diagnose stellen, geschweige denn eine heilsame Therapie anbieten. Was steckt hinter der Symptomatik von Rose? Eine physiologische oder eine psychologisch-psychosomatische Ursache? Um endlich eine eindeutige Diagnose zu bekommen, die Voraussetzung dafür ist, den richtigen therapeutischen Weg einzuleiten, beschließt sie, sich an den Spezialisten Dr. Gomez zu wenden. Zu diesem Zweck reist sie zusammen mit ihrer Tochter Sofia, einer Mittzwanzigerin, nach Andalusien in die Spezialklinik. Der griechische Vater hat die Familie vor Jahren verlassen und die Mutter Rose scheint das noch nicht verdaut zu haben. Sofia kümmert sich um ihre Mutter, die unter dem Verlust und ihrer Erkrankung leider. Sie kümmert sich mehr um die Mutter, als um ihr eigenes Leben. Beide leiden unter einer Art Lähmung, die sie am Vorankommen hindert. Welche Erkrankung hat die alleinerziehende Mutter Rose, die seit Jahren von ihrer Tochter Sofia umsorgt wird? Hat die Symptomatik der Mutter eine Funktion? Will sie damit ihre Tochter unbewusst an sich binden? Es geht auch um Identitätssuche und Befreiung. Rose fragt sich letztlich, wer sie ist und wohin sie will. Es geht um die Notwendigkeit der Ablösung und Emanzipation von der Mutter. Um emotionale Unabhängigkeit. Bedeutende Schritte in diese Richtung kann die überforderte Rose tätigen, als sie Sorge und Verantwortung für ihre Mutter an den Arzt abgeben kann und nachdem sie die selbstbewusste, unkonventionell lebende und flippige Schneiderin Ingrid aus Berlin kennen und lieben lernt. Entscheidungen können jetzt getroffen, ein Wandel kann eingeleitet werden. Es geht in dem 288-seitige Roman um eine verstrickte Mutter-Tochter-Beziehung, um die gegenseitige Abhängigkeit der Beiden, um Selbstverlust, Identitätssuche und Befreiung. Mutter und Tochter klammern sich aneinander: Rose ist der Grund für Sofia, das eigene Leben nicht anpacken zu müssen und Sophia bewahrt Rose davor, mit ihrer Gefühlswelt, mit ihren inneren Nöten und mit ihrer Einsamkeit in Kontakt zu kommen Der Leser bekommt einen wunderbaren Einblick in Charakter und Psyche der Protagonisten. Die Autorin zeigt einerseits wunderbar auf, wie die leidende Rose sich an die Erkrankung und ihre Tochter klammert, um nicht auf sich selbst zurückgeworfen zu werden. Andererseits erkennt der Leser das Korsett von Sofia, die sich dringend abnabeln und ihren eigenen Weg finden muss. Der Roman überzeugt mich mit seinem allgegenwärtigen, unspektakulären und interessant aufbereiteten Inhalt, der gleichermaßen einfachen wie poetischen Sprache und den psychologisch stimmigen und nachvollziehbaren Hintergründen, Zusammenhängen und Beschreibungen. Vordergründig geht es um Krankheit und Heilung. In der Tiefe und hinter den Kulissen geht es aber um häufig auftretende psychologische Phänomene, die in der Regel nur bzw. v. a. in psychoanalytischen Aufarbeitungen so deutlich ins Bewusstsein und zur Sprache gebracht werden. Umso schöner ist es, dass die Autorin diese Thematik literarisch und poetisch verarbeitet. Was mich allerdings nicht überzeugt hat ist die Begründung für die Reise nach Andalusien. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es in ganz England keine Spezialisten für diese Symptomatik gibt. Heutzutage lernt man bereits im Medizinstudium differenzialdiagnostisch zu denken und spätestens dann, wenn man organische Ursachen ausgeschlossen hat, aber idealerweise schon auf dem Weg dahin, wendet man seine Gedanken und seinen Blick in Richtung Psychosomatik. Die Begründung hinkt, aber dass Levy sich für diesen Ortswechsel entschieden hat kann ich nachvollziehen. Sie will damit symbolisieren, dass Distanz von der Lebensrealität hilfreich sein kann, um Veränderungen und Entwicklungen Raum zu geben. Außerdem bietet das Setting in Andalusien natürlich mehr Möglichkeiten, Spannung und Abwechslung für den Leser (und Sofia) als eine psychosomatische Behandlung und eine psychoanalytische Therapie, die im Falle von Rose und Sofia auch in England hätten stattfinden und hilfreich sein können. Ich denke also, dass es aufgrund dieser Plausibilität und des Gesamteindrucks völlig in Ordnung ist, großzügig über diesen Makel hinwegzusehen. Was die Atmosphäre des Romans betrifft entstand in mir das Bild einer unerbittlich heißen Wüstengegend. Die Luft flimmert und flirrt. Die Sicht ist nicht ganz klar. Ich empfand die Gleichzeitigkeit von Bedrohlichkeit und Spannung ob eines sich auftuenden Abgrunds sowie Hoffnung ob des Erscheinens einer Oase. Die Oase der Erkenntnis, Veränderung, Entwicklung, Heilung, Emanzipation und Befreiung. Ich empfehle diesen lesenswerten, anrührenden und interessanten Roman sehr gerne weiter! Er erzählt eine vielschichtige Geschichte mit Sogwirkung.

Psychologisch stimmig, vielschichtig, anrührend und interessant.

https://lieslos.blog/ am 14.08.2020
Bewertungsnummer: 1363670
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Meine Gedanken und Eindrücke zu „heiße Milch“ von Deborah Levy. Als Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Psychoanalytikerin bin ich an dem Roman nicht vorbeigekommen. Schon der Klappentext hat mich gereizt. Geht es hier um eine neurologische Erkrankung oder um eine pseudoneurologische Symptomatik im Rahmen einer psychosomatischen Erkrankung? Aber jetzt erst einmal von vorne und zum Inhalt: Die Engländerin Rose ist chronisch krank. Ihre Beine versagen ihren Dienst. Beweglichkeit und Sensibilität sind gestört. Kein Arzt im Königreich konnte bisher eine klare Diagnose stellen, geschweige denn eine heilsame Therapie anbieten. Was steckt hinter der Symptomatik von Rose? Eine physiologische oder eine psychologisch-psychosomatische Ursache? Um endlich eine eindeutige Diagnose zu bekommen, die Voraussetzung dafür ist, den richtigen therapeutischen Weg einzuleiten, beschließt sie, sich an den Spezialisten Dr. Gomez zu wenden. Zu diesem Zweck reist sie zusammen mit ihrer Tochter Sofia, einer Mittzwanzigerin, nach Andalusien in die Spezialklinik. Der griechische Vater hat die Familie vor Jahren verlassen und die Mutter Rose scheint das noch nicht verdaut zu haben. Sofia kümmert sich um ihre Mutter, die unter dem Verlust und ihrer Erkrankung leider. Sie kümmert sich mehr um die Mutter, als um ihr eigenes Leben. Beide leiden unter einer Art Lähmung, die sie am Vorankommen hindert. Welche Erkrankung hat die alleinerziehende Mutter Rose, die seit Jahren von ihrer Tochter Sofia umsorgt wird? Hat die Symptomatik der Mutter eine Funktion? Will sie damit ihre Tochter unbewusst an sich binden? Es geht auch um Identitätssuche und Befreiung. Rose fragt sich letztlich, wer sie ist und wohin sie will. Es geht um die Notwendigkeit der Ablösung und Emanzipation von der Mutter. Um emotionale Unabhängigkeit. Bedeutende Schritte in diese Richtung kann die überforderte Rose tätigen, als sie Sorge und Verantwortung für ihre Mutter an den Arzt abgeben kann und nachdem sie die selbstbewusste, unkonventionell lebende und flippige Schneiderin Ingrid aus Berlin kennen und lieben lernt. Entscheidungen können jetzt getroffen, ein Wandel kann eingeleitet werden. Es geht in dem 288-seitige Roman um eine verstrickte Mutter-Tochter-Beziehung, um die gegenseitige Abhängigkeit der Beiden, um Selbstverlust, Identitätssuche und Befreiung. Mutter und Tochter klammern sich aneinander: Rose ist der Grund für Sofia, das eigene Leben nicht anpacken zu müssen und Sophia bewahrt Rose davor, mit ihrer Gefühlswelt, mit ihren inneren Nöten und mit ihrer Einsamkeit in Kontakt zu kommen Der Leser bekommt einen wunderbaren Einblick in Charakter und Psyche der Protagonisten. Die Autorin zeigt einerseits wunderbar auf, wie die leidende Rose sich an die Erkrankung und ihre Tochter klammert, um nicht auf sich selbst zurückgeworfen zu werden. Andererseits erkennt der Leser das Korsett von Sofia, die sich dringend abnabeln und ihren eigenen Weg finden muss. Der Roman überzeugt mich mit seinem allgegenwärtigen, unspektakulären und interessant aufbereiteten Inhalt, der gleichermaßen einfachen wie poetischen Sprache und den psychologisch stimmigen und nachvollziehbaren Hintergründen, Zusammenhängen und Beschreibungen. Vordergründig geht es um Krankheit und Heilung. In der Tiefe und hinter den Kulissen geht es aber um häufig auftretende psychologische Phänomene, die in der Regel nur bzw. v. a. in psychoanalytischen Aufarbeitungen so deutlich ins Bewusstsein und zur Sprache gebracht werden. Umso schöner ist es, dass die Autorin diese Thematik literarisch und poetisch verarbeitet. Was mich allerdings nicht überzeugt hat ist die Begründung für die Reise nach Andalusien. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es in ganz England keine Spezialisten für diese Symptomatik gibt. Heutzutage lernt man bereits im Medizinstudium differenzialdiagnostisch zu denken und spätestens dann, wenn man organische Ursachen ausgeschlossen hat, aber idealerweise schon auf dem Weg dahin, wendet man seine Gedanken und seinen Blick in Richtung Psychosomatik. Die Begründung hinkt, aber dass Levy sich für diesen Ortswechsel entschieden hat kann ich nachvollziehen. Sie will damit symbolisieren, dass Distanz von der Lebensrealität hilfreich sein kann, um Veränderungen und Entwicklungen Raum zu geben. Außerdem bietet das Setting in Andalusien natürlich mehr Möglichkeiten, Spannung und Abwechslung für den Leser (und Sofia) als eine psychosomatische Behandlung und eine psychoanalytische Therapie, die im Falle von Rose und Sofia auch in England hätten stattfinden und hilfreich sein können. Ich denke also, dass es aufgrund dieser Plausibilität und des Gesamteindrucks völlig in Ordnung ist, großzügig über diesen Makel hinwegzusehen. Was die Atmosphäre des Romans betrifft entstand in mir das Bild einer unerbittlich heißen Wüstengegend. Die Luft flimmert und flirrt. Die Sicht ist nicht ganz klar. Ich empfand die Gleichzeitigkeit von Bedrohlichkeit und Spannung ob eines sich auftuenden Abgrunds sowie Hoffnung ob des Erscheinens einer Oase. Die Oase der Erkenntnis, Veränderung, Entwicklung, Heilung, Emanzipation und Befreiung. Ich empfehle diesen lesenswerten, anrührenden und interessanten Roman sehr gerne weiter! Er erzählt eine vielschichtige Geschichte mit Sogwirkung.

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