Rainer Maria Rilke und Benvenuta - Analyse ihres Briefwechsels
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.09.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
527 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640693641
schönsten und leidenschaftlichsten Briefen in der deutschen Literatur. Am 22.
Januar 1914 schreibt die Pianistin Rilke zum ersten Mal, nachdem sie seine
"Geschichten vom lieben Gott" gelesen hat. Was mit einem einzelnen Brief
begann steigerte sich zu einer wahren Sturzflut an Briefen, innerhalb von vier
Wochen schrieben sich der Dichter und die Musikerin 39 Briefe. Wichtige Themen
sind in erster Linie die Musik, die Liebe, die vielen Reisen Rilkes, aber er schildert
auch Erfahrungen aus seiner Kindheit, erste Liebeserlebnisse, seine Ehe und das
Verhältnis zu seiner Tochter Ruth. Ebenso finden sich in seinen Briefen
Ausführungen über Marcel Proust, über Balzac und "das Hässliche" in der Kunst
sowie über die Psychoanalyse. Es gibt also kaum einen Lebensbereich, der in
diesem intensiven Briefwechsel ausgeschlossen wird. So schreibt Rilke am 18.
Februar 1914 an Benvenuta: "Sag mir, einmal, wenn dies alles geschrieben ist-,
leb ich dann, sterb ich dann? Ists doch das Vermächtnis meines ganzen
bisherigen Daseins. Und wer bin ich denn, dass ichs da so wogenden Wesens
hinschreiben darf, Dir, und es siegeln mit Deinem Herzen?".
" Alle Briefe, die in Jahren möglich wären, möchte ich Ihnen auf einmal schreiben
[...]", und so öffnet er ihr sein Herz, sie wird zu "Benvenuta", der Willkommenen
in seinem Leben. Schon in seinem zweiten Brief scheint Rilke zu wissen, welch
starken Einfluss die neu gewonnene Freundin auf sein Leben nehmen wird: "Es
ist Sonntag, ich will ihn heilig halten, an Sie schreiben, die nun eine so
wunderbare Zukunft für mich in Händen hat, die mächtig ist, Stürme, Gewitter und
Klärungen, die reinsten Erschütterungen des Alls über mich zu bringen, so wie sie
nur will."
Nach dem Abschluss der "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" setzte bei
Rilke eine tiefe Schaffenskrise ein. Nach der Entstehung der ersten beiden
Elegien auf Schloss Duino im Januar/ Februar 1912 kämpfte der Dichter mit der
Vollendung der insgesamt 10 Elegien. In Paris suchte er die Isolation, um zu
seiner früheren Schaffenskraft zurückzukehren. [...]
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