Nach einem schweren Unfall und dem Tod ihres Geliebten ist Sayoko nicht mehr sie selbst. Sie hat Geheimnisse der unsichtbaren Welt erfahren. In der Tempelstadt Kyoto lernt sie das Leben so zu akzeptieren, wie es ist: voller Ungewissheiten und Rätsel, dem Tod immer nahe, ob man jung ist oder alt. Aber sie begreift auch, wie einmalig das Diesseits ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
28.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Ein wunderschöner, ruhiger Roman...
Ein wunderschöner, ruhiger Roman über den Tod und das Leben.
Es geht um Verlust und Neuanfang, Trauer und die Akzeptanz dessen, was man nicht mehr ändern kann. Sehr berührend.
Bewertung
4/5
16.08.2020
Buch (Taschenbuch)
EIn kurzweiliges poetisches Juwel.
EIn kurzweiliges poetisches Juwel.
IrinaR_2605
3/5
09.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Leben und Tod
Nach einem schweren Unfall verliert Sayochan ihren Freund und Geliebten - ihre große Liebe Yochi. Seit dem ist sie verloren in der Welt der Lebenden.
Mit der Zeit heilen ihre tiefe Wunden, doch sie ist nicht mehr dieselbe Frau, die sie einmal war.
Auf einmal sieht sie Geister, die offenbar in der Menschenwelt stecken geblieben sind. Sie fragt sich, ob sie nach ihrem eigenen Tod ebenfalls auf der Erde rumirren muss. Sayochan hat aber noch viele weitere Fragen, die das Leben und den Tod betreffen, und sucht täglich nach Antworten.
Langsam, nach und nach lernt sie wieder, wie lebenswert jeder Tag doch sein kann, und dafür ist die junge Frau sehr dankbar.
Sayochan erkennt, dass alles vorangeht, wenn man sich aktiv, Tag für Tag, Schritt für Schritt, weiter bewegt. Sie akzeptiert, dass ihre große Liebe nie wieder physisch bei ihr sein wird, aber sie weiß auch, dass sie ihr Herz wieder öffnen kann und wird!
Bewertung
4/5
05.05.2019
eBook (ePUB 3)
Nachrichten aus der Zwischenwelt
Die japanische Autorin Banana Yoshimoto steht schon länger auf meiner Bucket List, um genau zu sein seit exakt 30 Jahren, als ihr Debut “Kitchen” in England erschien. “Lebensgeister” knüpft stilistisch und thematisch an “Kitchen” an. Yoshimoto hat diesen Roman als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima geschrieben, wobei die zwar keine Rolle in der Geschichte spielt, dafür aber um so mehr die Nahtoderfahrung nach einem schweren Unfall, Tod, Verlust, Trauer und das eigene Überleben und Weiterleben in einer Art Zwischenwelt. Wie selbstverständlich stehen hier Geister herum oder schieben ihr Fahrrad durch die Straßen.
Es ist eine Erzählung zwischen Faszination und Befremden. Dabei findet sich alles wieder, was für mich japanisches Schreiben ausmacht: Sprachliche und erzählerische Eleganz, dazu eine kühle Distanziertheit, die auch in Anbetracht der schlimmen Erlebnisse abgeklärt und kaum emotional, dann wiederum total naiv wirkt. So manches scheint etwas zusammenhangslos. Eliptische Handlungssprünge, eingestreute Lebensweisheiten und Aphorismen, ständige Stilbrüche zwischen “elitärer” Sprache und Umgangssprache (“kann man nix machen, was soll’s”). Der Roman bildet eine Zwischenwelt ab, durch und durch. “So lauert, wo der Himmel ist, stets auch die Hölle.”
“Änderung bedeutet, dass die Zeit plötzlich zerrissen wird. Eine Person, die eben noch da war, ist plötzlich nicht mehr da. Dinge, die man eben noch hatte, sind auf einmal verschwunden. Außer der eigenen Existenz im Hier und Jetzt ist nichtsmehr gewiss.”
“Im Jetzt leben – schön und gut, aber vielleicht bedeutet es auch, dass man zu einem Einfaltspinsel wird, der sich keinerlei Gedanken mehr macht.”
Ein Roman wie ein literarisches Manga, in dem seelische Verwundungen sichtbar werden und das zeigt, wie die Dinge im Fluss sind und nichts bleibt, wie es ist. Das einzige, das bleiben kann und muss, ist Akzeptanz.
Ein ähnliches “literarisches Manga” (wenn auch dusterer), ebenfalls bei Diogenes erschienen und wie “Lebensgeister” übersetzt von Thomas Eggenberg ist Fuminori Nakamuras “Die Maske.” Eggenberg hat die Übersetzung von “Lebensgeister” mit zahlreichen Fußnoten ausgestattet, die u.a. die japanischen Ortsbezeichnungen sowie kulturelle Gegebenheiten erklären.
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