Das Tor zur globalen Vernichtung steht weit offen!
Eine Splittergruppe des IS soll ein Chemiewaffenlager in Syrien geplündert haben. J. B. Collins, Auslandskorrespondent der New York Times, wittert die Story seines Lebens und macht sich auf den Weg in den Nahen Osten.
Nach Zielen in Syrien und Irak soll als Nächstes ein Staat im Westen angegriffen werden. Doch welcher? Die USA? Israel? Oder ein ganz anderes Land?
Die Situation in der krisengeschüttelten Region wird noch verschärft durch den bevorstehenden Besuch des amerikanischen Präsidenten. Er könnte der Funke sein, der das Pulverfass explodieren lässt. Schafft es Collins die Wahrheit zu enthüllen, bevor es zum Völkermord kommt?
Joel C. Rosenberg ist Nahost-Experte und einer der erfolgreichsten Thriller-Autoren der USA.
Publishers Weekly: »Rosenberg nutzt die aktuellen Schlagzeilen für einen dramatischen Plot, der auf ein schockierendes Finale zusteuert.«
Porter Goss (ehemaliger CIA-Direktor): »Sobald ein neues Buch von Joel Rosenberg erscheint, plane ich mir dafür freie Zeit ein. Sein enormes Wissen über den Nahen Osten und sein Gespür für die dortigen bedrohlichen Vorgänge nehme ich wirklich ernst.«
The Real Bookspy: »Geht es um Action und Spannung, dann ist Rosenberg gnadenlos.«
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Ein Highlight für mich
Bewertung aus Nack am 03.12.2018
Bewertungsnummer: 1151968
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Meine Meinung:
Kommen wir erst einmal zum Aufbau des Buches. Das Buch ist übergeordnet in „Teile“ aufgeteilt. Sofern sich etwas am Jahr ändert, steht es dort. So steht bei Teil 1 beispielsweise das genaue Datum und das Jahr, 1951. Dieser Teil spielt in der Vergangenheit und ist auch der einzige. Er wird aus der Sicht von A.B. Collins erzählt. Die restlichen Teile werden von unserem Hauptcharakter, J.B. Collins erzählt. Das alles in der Ich-Perspektive geschrieben ist, bringt dem Leser das Buch noch näher und es ist leicht von der Geschichte eingenommen zu werden.
Ganz am Anfang des Buches werden die wichtigsten Charaktere mit Namen und „Funktion“ vorgestellt.
Sich die Funktion durchzulesen würde ich empfehlen, auch wenn einige davon innerhalb des Romans nochmal erwähnt werden, sobald die Person ins Spiel kommt. Die Charaktere haben mich gut auf die Story eingestimmt.
Zu Beginn eines Kapitels steht der Ort, an dem dieses Kapitel beginnt.
Spezielle Wörter, ich nehme an alles Arabische, sind kursiv geschrieben. Sie haben sich alle gut in die Geschichte integriert und ihr Authentizität verliehen. Alles, was für den Leser nicht verständlich ist, aber relevant für die Story, wird zeitnah erklärt.
Der Klapptext berührt nur den Kern der Storyline. Das Buch startet weit davor. Obwohl der erste Teil nur knapp 50 Seiten umfasst, bekam ich hier schon Lust auf die restlichen 450 Seiten. Das ganze Buch über war ich geplättet, wie viele gut recherchierte, logische und authentische Informationen zum Geschehen rund um den Nahen Osten, die Politik dort und in Amerika sich innerhalb der Geschichte befinden (soweit ich das beurteilen kann). Sie kommen immer portioniert und sind so leicht zu verstehen. Allerdings muss man das ganze schon konzentriert lesen um allem folgen zu können. Man erfährt hier von allen Seiten die Richtige Menge. Politische Situationen des Westens und Nahen Ostens. Ansichten und Taten der Terroristen sowie Informationen über die besonderen chemischen Waffen. Beispielsweise die Auswirkungen auf den Körper. Und natürlich das Leben eines Journalisten der in solch gefährdeten Gebiete arbeitet.
Nach und nach kommen politische Intrigen und Machtkämpfe ans Licht. Da dies Stück für Stück passiert bleibt die Spannung erhalten und der Leser denkt selbst mit, um herauszufinden warum bspw. der Präsident von Amerika so handelt. Auch wenn ich absolut nicht nachvollziehen konnte wie der Präsident auf die Bedrohung durch den IS reagiert, es hat mich regelrecht wütend gemacht. Durch das realitätsnahe Thema ist es einfacher, mit der Angst des Lesers zu spielen. Und das tut Joel C. Rosenberg. Man wird im Unklaren gelassen wie es Freund A oder B von J.B Collins geht, zittert, hofft und weint mit ihm. Die Schilderung der Geschehnisse ist so genau beschrieben, dass ich es beinahe selber fühlen konnte, wenn die Erde erzittert, weil irgendwo eine Bombe explodierte. Dass man alles in der Ich-Perspektive liest, trägt sehr zu diesem realistischen Feeling bei.
Optische Details wie bspw. die Kleidung werden schön „nebenher“ einfließen gelassen, so dass sich das Bild nach und nach zusammenfügt. Das optische ist ausreichend und authentisch beschrieben. Auch wird, wenn die Charaktere etwas sagen, was dem Leser neu ist oder einer Erklärung bedarf, immer recht zeitnah erklärt, so dass keine Lücken bleiben und es immer spannend bleibt. Action und Spannung sind genügend vorhanden, denn auch wenn es mal in ruhigeres Fahrwasser geht, weiß man das dies nicht lange der Fall sein wird. Ich habe regelrecht darauf gewartet, dass irgendetwas passiert. Die Abstände zwischen den „Showdowns“ sind nicht zu lang und nicht zu kurz, gerade richtig um die Spannung zu erhalten.
Es wird selten etwas „unwichtiges“ erzählt. Natürlich werden die Umgebung und die Menschen beschrieben allerdings in einem angemessenen Rahmen. Etwas wie beispielsweise eine super lange Autofahrt wird nicht unnötig mit Gesprächen gestreckt. Das „Überspringen“ davon ist angenehm und hat mich nicht gestört.
Neben der Haupthandlung gibt es noch ein bis zwei Nebenhandlungen, der rote Faden geht allerdings nicht verloren. Die Nebenhandlungen befassen sich hauptsächlich mit J.B. Collins Privatleben und geben seinem Charakter zusätzliche Struktur. Auch wenn Collins nicht impulsiv rüberkommt, scheint er doch sehr Risiko orientiert zu sein. Er scheut keine Mühen um die Wahrheit herauszufinden und bringt sich damit mehr als einmal in Lebensgefahr. J.B. selbst folgt keiner Glaubensrichtung/Religion was hier mehrmals thematisiert wird, aber an den richtigen Stellen und im richtigen Maß, so dass es nicht nervig ist.
Die Terroristen sind erschreckend fanatisch dargestellt. Zuerst hatte ich das Gefühl dass das doch gar nicht so sein kann, doch beim längerm Nachdenken und recherchieren wurde ich leider eines Gegenteils belehrt.
Die Nebencharaktere (davon gibt es viele) bekommen beinahe alle einen kleinen Background – Geburtsort/Datum, Familie, kurzer Lebenslauf. Das macht sie alle greifbarer und realistischer. Ich würde sie teilweise nicht mal als Nebencharaktere zählen, denn viele Charaktere, beispielsweise die Mossad Agentin oder der ehemalige CIA Chef sind unabdingbar für die Story.
Immer, ungelogen immer, wenn ich eine Pause machen wollte, kam ein Cliffhänger am Ende eines Kapitels (davon gibt es ebenfalls einige) und ich musste weiterlesen. Ich muss doch wissen wie es weiter geht!
Das Ende war ein wortwörtlicher Kampf und gefiel mir sehr gut. Zwischendurch verlor ich kurz die Orientierung – wer ist jetzt wo? Wer lebt und wer ist Tod? Aber das gab sich mit der Zeit. Als ich das Buch fertiggelesen hatte, überzog mich eine Gänsehaut, die ich nicht beschreiben kann. Das Ganze Buch war ein Kampf für mich, denn es zeichnet uns den Worstcase Fall was Terrorismus angeht. Zwar spielt nichts davon in Deutschland, was aber nicht heißt, dass es uns nicht betreffen würde, wenn es passieren würde. Wir müssen nur an den 11. September denken.
Ich freue mich unglaublich auf Band 2, denn zu meiner Überraschung lieferte mir Joel C. Rosenberg ein offenes Ende mit einem fiesen Cliffhänger!
Fazit:
Dieses Buch bekommt von mir glatte 5,0 Sterne und eine einwandfreie Empfehlung für alle Action Liebhaber! Dieser Roman ist etwas besonderes, denn er behandelt den Terrorismus aus einem ganze neuen Blickwinkel. Nicht aus dem eines „gescheiterten Soldaten“ sondern aus dem eines Auslandskorrespondent. Der Schreibstil, die rasante Handlung und die tollen Charaktere machen das ganze zu einem Fest für mich!
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