Produktbild: Verwirrnis

Verwirrnis Roman

6

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

21,3/13,1/3 cm

Gewicht

417 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42822-1

Beschreibung

Rezension

»... eine berührende Geschichte von Liebe, Strafe und Verrat.« ("DIE WELT")
»Christoph Hein, einer der scharfsinnigsten Chronisten der deutschen Gegenwartsliteratur führt in seinem neuen Roman Verwirrnis direkt in diese bedrückende Ära und erzählt die ebenso spannende wie bewegende Geschichte seines Protagonisten Friedeward Ringeling.« ("Der Tagesspiegel")
»Über das Geschrei und das Gefuchtel der Moral hat Christoph Hein einen großartig leisen Roman geschrieben.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Auch das neue, vergleichsweise kompakte Buch Verwirrnis ist erzählerisch und lebensvoll bis ins Beschwingte.« ("Frankfurter Rundschau")
»Bis zuletzt ist die Verwirrnis, die der Roman vorführt, voll von überraschenden Wendungen, die den Leser einfangen, ohne ihn gefangen zu nehmen. ... Ein psycho-sozialer Roman, den man klüger verlässt.« ("Mitteldeutsche Zeitung")
»Unter die Haut gehend erzählt Christoph Hein diese Geschichte eines ›Außenseiters‹ aus der Mitte einer unaufgeklärten Gesellschaft zweier deutscher Staaten des 20. Jahrhunderts, die in dieser Hinsicht (lange) ungeteilt waren. Das ist eine der verblüffendsten Erkenntnisse dieses Romans.« ("WDR 5")
»Hein erzählt diese Geschichte der großen Gefühle in aller Nüchternheit – unaufdringlich, aber immer präsent: Das ist seine Stärke.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Das alles ist in einem so akkuraten wie dezenten Stil erzählt, als habe sich die Sprache den besorgt-brillanten Manieren ihres Protagonisten anverwandelt.« ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

21,3/13,1/3 cm

Gewicht

417 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42822-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander)

    aus Speyer

    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In diesem großartigen Buch wird die Liebesgeschichte zweier Männer erzählt, begonnen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bis nach dem Mauerfall. Eine Liebe, die nicht öffentlich gelebt werden darf und an den gesetzten Grenzen zerbricht. Deutsche Zeitgeschichte, sprachlich sachlich und klar, voller Empathie für seine Protagonisten. Wir lesen ein sehr berührendes Buch, das man so schnell nicht wieder vergisst. Für mich eines der besten des Jahres!

  • Bewertung

    5/5

    11.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    § 175

    Eine große Liebe - aber die Liebenden sind zwei Männer in einem totalitären Staat ( DDR ) in den 50er Jahren. Würden sie entdeckt, droht ihnen bestenfalls das Zuchthaus. Da haben sie eine Idee, die in die Tat umgesetzt wird. Aber das Herzeleid und die Angst doch noch entdeckt zu werden überschattet ihr Leben. Ein wunderbarer Roman, der mit wenigen Worten eine ganze Gefühlswelt öffnet. Christoph Hein gehört nicht zuletzt wegen seiner Sprache zu meinen Lieblingsautoren !!!

  • Kaffeeelse

    4/5

    15.11.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fliegen ist schön

    Dieses Buch ist ein Roman über das Leben eines homosexuellen Mannes. Friedeward Ringeling wurde am 1. September 1933 in Heiligenstadt als Sohn eines frommen Englischlehrers und einer Krankenschwester geboren. Er wuchs mit seinen beiden Geschwistern in einem recht lieblosen Elternhaus auf, dafür werden die Kinder kontrolliert und jede Unerzogenheit der Kinder wird bestraft, die Schwester Magdalena mit einem "Klaps auf den Hintern" oder einer "Kopfnuss", die beiden Brüder Hartwig und Friedeward bekommen schon den Siebenstriemer zu spüren. Die Folge ist, dass die beiden älteren Geschwister ihr Heil außerhalb des Elternhauses suchen. Friedeward ist recht gut in der Schule, sondert sich von den anderen ab, nur ein Junge findet Zugang zu ihm. Wolfgang Zernick, der Sohn des Pastors, ebenso gut in der Schule und ein Sonderling. Beide freunden sich an, werden unzertrennlich, fangen an Gefallen aneinander zu finden. In den Sommerferien fahren Beide mit den Fahrrädern an die Ostsee zum Zelten und da haben sie ihre ersten erotischen Erfahrungen miteinander. Aus Friedeward und Wolfgang werden Friedl und Wölfchen. Doch beide wissen, dass sie sich verstecken müssen, es ist nicht die Zeit für offene homosexuelle Handlungen. Darauf steht noch eine fünfjährige Gefängnisstrafe, eine Gefängnisstrafe für die Liebe ?!?! Sie versuchen es zu verbergen, Friedewards Vater bekommt es trotzdem heraus und sorgt durch Drohungen dafür, dass sich ihre Wege trennen, natürlich nicht ohne seinen siebzehnjährigen Sohn ein weiteres Mal mit dem Siebenstriemer blutig zu schlagen. Friedl und Wölfchen treffen sich später beim Studium in erst Jena/dann Leipzig wieder, hier in Leipzig treffen sie auf das lesbische Paar Jacqueline und Herlinde, und alle vier werden zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, verstecken sich und ihre Neigungen weiter gemeinsam und schützen sich gegenseitig. Weiterhin ist dieser Roman ein guter Blick auf die Geschichte Deutschlands, besonders die Geschichte Leipzigs und seiner Universität und einige Größen dieser schönen Stadt, ein Blick auf die Geschichte Leipzigs bis 1993 führend. Und natürlich ein schöner Blick auf ein verstecktes Leben. Wobei ich mir und hier die Frage stelle, warum sollte sich Liebe verstecken müssen? Dieser Roman ist nicht gefühlsüberbordend geschrieben, fast nüchtern und etwas kühl. Ich hatte erst Angst ob ich Zugang zum Geschehen finden werde. Aber diese Ängste waren unbegründet. Den Zugang fand ich recht schnell und trotz des recht sachlichen Schreibstil berührte mich das Geschilderte tief. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso Liebe, das Beste was Menschen anderen Menschen geben können, bestraft wird, weil Bornierte und Kleingeister unter uns das so möchten und gerade diese Liebe verdammen. Das ist einfach nur traurig und leider auch immer noch ein Thema. Die historischen Informationen des Romans fand ich aufschlussreich und interessant. Der Schreibstil entwickelt einen recht hohen Sog, ich hatte es an einem Tag durch und fand das Buch sehr schön.

  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    21.08.2022

    eBook (ePUB)

    Geschütze Orte der Erfüllung

    Friedeward Ringeling liebt die Literatur, das Theater und Wolfgang. Sein Vater Pius, ein überzeugter Katholik, prügelt seinem 17-jährigen Sohn die fundamental christlichen Werte mit dem Siebenstriemer ein. Friedeward und Wolfgang müssen ihre Liebe verstecken. Eine geschützte Umgebung finden sie vorerst in der Universität Leipzig, wo beide studieren. Wolfgang geht nach Westberlin, nach dem Mauerbau sind sie dauerhaft voneinander getrennt. Der Leiter des germanistischen Instituts in Leipzig wird der Mentor von Friedeward. Als jener nach einer Auslandreise nicht mehr in die DDR zurückkehrt, fürchtet Friedeward um seine Position. Er verlässt Leipzig, sein Vater liegt im Sterben. Ausgerechnet am Sterbebett des Vaters ist er geschützt von den Säuberungsaktionen der Partei im Institut. Friedeward wird an der Universität ein bedeutender Germanist, dies ermöglicht ihm in den 80er-Jahren Reisen ins Ausland. Seine Homosexualität verbirgt er weiter. Als er in Wien eine Laudatio für seinen ehemaligen Professor und Mentor halten soll, wird ihm die Ausreise nur unter der Auflage erlaubt, dass er für die Stasi einen Bericht verfasst. Der Bericht ist mehr als dürftig, aber er reicht aus. Nach der Wende wird die Universität rigoros verkleinert und damit die vertraute und geschützte Umgebung von Friedeward. Die Stasi-Akte kommt zu Tage. Er könnte sich vor der Entlassung durch ein Coming-Out schützen, das ihn vom Täter zum Opfer machen würde. Der Roman handelt vom Verstecken, von geschützten Orten der Erfüllung und vom Verlassenwerden. Erzählt wird auktorial mehr oder weniger linear in einem schlichten, sachlichen Ton. Das ist wenig modern, gibt aber dem Leser sehr viel Raum für eigene Überlegungen und Erkenntnisse zudem entspricht diese Form dem Protagonisten: «Friedeward Ringeling ‒ und da waren sich selbst seine engsten Freunde einig ‒ war ein Original, ein kostbares Relikt aus der Welt der Großmütter, der Kutschen und Hauskonzerte, einer Zeit, in der die Toilette nicht einen Abort bezeichnete, sondern Gegenstand des öffentlichen Interesses war und mal mehr, mal weniger Bewunderung hervorrief.»

  • Ute Hoffmann

    5/5

    11.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Verwirrungen der Liebe

    Wir begleiten den Protagonisten durch sein Leben und erfahren mit ihm die Wirrungen der Liebe in verschiedenen Gesellschaftssystemen und zwischenmenschlichen Situationen, die sein Leben prägen und bestimmen und ein folgerichtiges (?) Ende ansteuern.

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  • Zum Bewerterprofil von Margarete Riethmüller

    Margarete Riethmüller

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verwirrnis

    Christoph Hein erzählt in seinem Roman vom akademischen Nachkriegsleben vorwiegend im Osten Deutschlands. Wolfgang und Friedeward lieben sich! Doch alles darf nur im Verborgenen geschehen, denn in den 50ger und 60ger Jahren war Homosexualität unter Strafe gestellt. Beim Studium in Leipzig finden sie in Jaqueline und ihrer lesbischen Freundin einen Weg, um ihre Beziehung ohne Outing weiterzuleben Christoph Hein, einer meiner zeitgenössischen Lieblingsautoren macht leider nicht gerne Lesereisen, dadurch kommt er nie zu uns in den Süden. Auch in diesem Buch hat er es wieder geschafft, Lebensentwürfe der vergangenen fünfzig Jahre authentisch zu erzählen. Für mich ein Lesegenuss mit Parallelen aus meiner eigenen Kindheit und Jugend.
  • Zum Bewerterprofil von Ursula Birkhold

    Ursula Birkhold

    OSIANDER Göppingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Friedeward Ringeling wächst in Heiligenstadt in der sowjetischen Besatzungszone auf. Er wird vom streng katholisch gläubigen Vater mit eiserner Hand erzogen. Homosexualität ist keine Option, also versucht er sie zu verbergen, ein Verstecken bis an sein Lebensende. Sein Lebensweg macht nachvollziehbar, wie schwierig das Leben für Homosexuelle früher war, auch wenn die Homosexualität in der DDR schon 1957 straffrei gestellt wurde (was allerdings noch lange keine gesellschaftliche Akzeptanz bedeutete). Ein ergreifendes, kluges, unbedingt lesenswertes Buch.

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