Köln-Marienburg 1926: Karolina Offermann träumt von einer Filmkarriere im fernen Berlin. Doch die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben kollidiert mit den Vorstellungen ihres Vaters. Der Fabrikant hat einen anderen Weg für sie vorgesehen. Allen Hindernissen zum Trotz nimmt sie unentdeckt von ihm Schauspielunterricht. Als er dies erfährt, eskalieren die familiären Konflikte und münden in eine Tragödie. Und der Traum vom Film rückt in immer weitere Ferne.
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Eintauchen und ein Leben in einer anderen Zeit genießen - klasse!
Bewertung am 20.01.2022
Bewertungsnummer: 1641803
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Spannende Epoche, in einer mitreißenden Erzählung über eine junge Frau auf dem Weg ins schillernde Film-Business, Der Autorin merkt man beim Lesen die Historikerin an: Sie taucht mit ihren Leser*innen gut recherchiert tief in die Orte und Geschehnisse der damaligen Zeit ein, so dass man das Gefühl hat, ganz nah dabei zu sein. Die Geschichte um Karolina Offermann baut sich langsam auf, zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse und nehmen eine überraschende Wendung, die Lust auf mehr machen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung „Großstadtdlüstern“.
Jeder sollte Vorbilder und Träume haben!
Jeanette Lube aus Magdeburg am 09.08.2020
Bewertungsnummer: 1361788
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch erschien 2018 in der Gmeiner Verlag GmbH und beinhaltet 364 Seiten.
"Der Traum vom Film"
Diese Geschichte beginnt in Köln-Marienburg im Jahr 1926. Karolina Offermann hat einen großen Traum. Sie möchte gern eine Filmkarriere im fernen Berlin machen. Doch leider kollidiert die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben mit den Vorstellungen ihres Vaters. Er ist Fabrikant und hat einen anderen Weg für sie vorgesehen. Doch Karolina nimmt allen Hindernissen zum Trotz unentdeckt von ihm Schauspielunterricht. Die familiären Konflikte eskalieren und münden in eine Tragödie, als er davon erfährt. Und damit rückt der Traum vom Film in immer weitere Ferne.
Zunachst hatte ich ja mit dem zweiten Teil "Großstadtflüstern", der Geschichte über Karolina Offermann zu lesen begonnen. Da mich in diesem zweiten Teil die Autorin Karin Joachim aufgrund ihres tollen Schreibstils überzeugt hatte, wollte ich nun unbedingt erfahren, was Karolina Offermann im ersten Teil erlebt hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Eine wirklich tolle Geschichte über eine junge Frau, die unerschrocken und mit allen Mitteln versucht, ihren eigenen Weg zu finden. Karolina Offermann ist leider noch nicht großjährig und so darf sie eigene Entscheidungen ohne den Wohlwollen ihres Vaters nicht treffen. Was für eine Zeit, die "Goldenen Zwanziger"! Alles ist im Umbruch! Die Frauen, beginnen sich zu emanzipieren. Karolina hat es wirklich nicht leicht, denn ihr Vater hat schon Pläne mit ihr. Und doch hat sie einen großen Traum, sie will Schauspielerin werden. Ich finde sie sehr sympathisch und konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Mithilfe des tollen Schreibstils von Karin Joachim hatte ich das Gefühl, an Karolinas Seite alles direkt zu erleben. So war ich mit ihr unterwegs in Köln, in Bad Neuenahr und begab mich mit ihr in die wunderbare Großstadt Berlin in den 20er Jahren. Auch ich habe immer Glücksgefühle, wenn ich mich in Berlin aufhalte und konnte so Karolinas Gefühle sehr gut nachvollziehen. Auch Köln ist für mich eine ganz besondere Stadt. Ich habe direkt mitgefiebert und habe auch die Schicksalsschläge Karolinas sehr tief in meinem Herzen nachempfinden können. Nur gut, dass die Frauen damals für ihre Unabhängigkeit kämpften. Wir sollten niemals vergessen, wenn es diese starken Frauen nicht gegeben hätte, könnten wir heute nicht so unabhängig leben. Die Autorin hat wirklich gute Recherchen geführt, wenn auch vieles ausgedacht ist, so hätte diese Geschichte genauso passiert sein können. Ich bin fasziniert und konnte das Buch wieder mal nicht mehr aus den Händen legen. Es war für mich ein toller Ausflug in die damalige Zeit. Ob Karolina ihren großen Traum wirklich leben darf, das erfahrt ihr, wenn ihr dieses Buch selbst lest. Wenn ich mal wieder in Köln bin, werde ich mich auf jeden Fall an dieses Buch erinnern. Henny Porten ist ein großes Vorbild von Karolina Offermann. Jeder Mensch sollte Vorbilder und Träume haben! Ich hatte wunderbare Lesestunden. Eine Leseempfehlung für alle, die sich sowohl für das Leben Karolina Offermanns als auch für die Zeit der 20er Jahre interessieren. Ihr könnt wunderbar mit dieser Geschichte in die damalige Zeit abtauchen!
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