Die Welt der siebzehnjährigen Marie bricht jäh zusammen, als der Sohn eines wohlhabenden Bauern ihr eröffnet, dass er eine andere heiraten wird. Durch die Demütigung vom väterlichen Hof getrieben, tritt Marie in die Dienste der Mätresse des Herzogs von Württemberg ein. Als Dienstmagd auf Schloss Brenz muss sie sich der Nachstellungen des herzoglichen Jägers erwehren, der sie des Diebstahls bezichtigt. Anstatt sie zu bestrafen, schlägt Wilhelmine ihr vor, sich einer Truppe von fahrenden Schauspielern anzuschließen und für sie zu spionieren. Marie willigt ein und gerät dadurch schon bald in einen Strudel aus tödlichen Intrigen.
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Spannender Historienroman
Bewertung am 03.11.2018
Bewertungsnummer: 1144386
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inhalt:
Marie erfährt von Bartholomäus, einem Bauernsohn, dass er sie nicht heiraten wird. Für sie bricht erst mal die Welt zusammen, da sie fest damit gerechnet hat, seine Frau zu werden. In dieser Zeit der Handlung ist nicht nur Maries Ruf ruiniert, sie muss auch ihre Familie verlassen, da sie mit ihrem schlechten Ruf keinen Mann mehr abbekommt und für die Familie nun eine Belastung ist.
Nach dieser Demütigung, beschließt Marie, im Schloss Brenz um eine Arbeit zu bitten. Zum Glück wird eine Küchenmagd benötigt und Marie bleibt auf dem Schloss, obwohl sie sich damit in die Dienste der Mätresse des Herzogs von Württemberg begibt, die als Hexe bezeichnet wird.
Leider entpuppt sich ihr Glück später als Belastung, da ihr der herzogliche Jäger nachstellt. Sie kann ihm mehrfach entkommen und in seiner Wut bezichtigt sie der Jäger des Diebstahls. Eine sichere und harte Strafe scheint auf Marie zu warten.
Da die Mätresse des Herzogs dringend eine neue Spionin sucht, wandelt sie die harte Strafe, die Marie bekommen würde um, damit Marie für sie spioniert. Dafür soll sich Marie in die Hände einer Gauklertruppe begeben, um dort alle wesentlichen Dinge zu lernen, die für eine erfolgreiche Spionin nötig sind.
Marie kann in ihrer Not nur einwilligen und es beginnt ein Abenteuer für die junge Frau. Sie gerät schnell in den Sog aus gefährlichen Intrigen. Sie ahnt natürlich nicht, wie gefährlich sich ihr Leben nun gestalten wird.
Ob sie diesem Sog entkommen kann?
Wird für Marie am Ende vielleicht alles gut?
Lest selbst, es lohnt sich.
Fazit:
Mich hat das schön gestaltete Cover neugierig gemacht und nachdem ich die Beschreibung gelesen habe, war es für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Mir hat es sehr gut gefallen, wie es der Autorin gelungen ist, mich gekonnt in die Zeit von 1721 mitzunehmen und mir das raue Leben für Frauen in dieser Zeit anschaulich zu erzählen. Ich durfte viel vom Leben des einfachen Volkes und der höheren Gesellschaft erfahren und war an vielen Stellen entsetzt, wie hart das Leben für Frauen wirklich war.
Der hohe Spannungsbogen und der schöne Erzählstil sorgten dafür, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe, da ich es nicht aus der Hand legen wollte.
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und ihre Recherche sehr anschaulich und spannend umgesetzt. Viele Personen aus diesem Roman lebten tatsächlich in dieser Zeit und handelten in vielen Dingen auch so, wie im Roman beschrieben. Hut ab, wie es Silvia Stolzenburg gelungen ist auf dieser Basis solch ein packendes Buch zu schreiben.
Ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten einfühlen und habe mit ihnen gefühlt, gelitten und gelebt, da sie so liebevoll und authentisch beschrieben wurden. Die Schauplätze wurden so bildlich und ansprechend gezeichnet, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte.
Mich hat dieses Buch in allen Punkten überzeugt und ich warte sehnsüchtig auf den Folgeband, da am Ende einige Fragen offenblieben. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Maries Schicksal
Martin Schult aus Borken am 31.10.2018
Bewertungsnummer: 1143622
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Für die siebzehnjährige Marie gerät die Welt aus den Fugen, als ihr der Sohn eines reichen Bauern, der sich lange mit ihr getroffen hat, eröffnet, dass er eine andere heiraten will. Zur damaligen Zeit eine fatale Information, da Marie nun mit ihren siebzehn Jahren ihr Glück als Magd zu suchen hat. Ihr Vater fordert sie auf, unverzüglich für ihr eigens Wohl zu sorgen, so dass sie sich in die Dienste der Mätresse des Herzogs von Württemberg begibt. Sie ist zwar im Dorf als Hexe verschrien, aber Marie sucht dort dennoch ihr Glück. Eine Entschei-dung, die ihr kommendes Leben total verändern soll...
Ich habe sowohl einige Kriminalromane als auch historische Romane der Autorin Silvia Stolzenburg gelesen und wurde bisher niemals enttäuscht. Auch mit "Die Meisterbanditin" hatte die Autorin mich schnell gefesselt und ihr erfrischender und temporeicher Schreibstil führte mir die damalige Zeit lebendig vor Augen. An dem Schicksal der Hauptprotagonistin Marie wird der Leser ins 18. Jahrhundert entführt. Über die verzweifelte Situation der noch jungen Marie wird der Spannungsbogen aufgebaut und mit ihrer ungewissen Zukunft als Spionin der Mätresse auf einem hohen Niveau gehalten. Es machte Spaß, Marie auf ihren Abenteuern in einer sehr rauen Zeit zu begleiten, wobei der historische Hintergrund sehr gut recherchiert wirkt. Im Anhang geht die Autorin noch darauf ein. bei welchen Gegebenheiten es sich um reale historische Fakten oder eigene Fiktion handelt, was dem Buch noch eine zusätzliche Portion Authentizität verleiht.
Insgesamt war "Die Meisterbanditin" für mich ein spannender und temperamentvoller Ausflug ins 18. Jahrhundert. Das Buch stellt den Auftakt einer neuen Reihe der Autorin dar, so dass man sich auf weitere Abenteuer mit der Hauptprotagonistin freuen darf. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.
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