Produktbild: Der Mensch im Kosmos
Band 1055

Der Mensch im Kosmos

Aus der Reihe Beck Paperback
1

16,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.04.2022

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

12,3/19,1/2,3 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Le Phénomène humain

Übersetzt von

Othon Marbach

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-72793-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.04.2022

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

12,3/19,1/2,3 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Le Phénomène humain

Übersetzt von

Othon Marbach

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-72793-1

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Der Versuch einer ganzheitlichen Sicht

Raumzeitreisender aus Ahaus am 06.02.2026

Bewertungsnummer: 3037479

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Von denen, die versucht haben, diese Seiten bis ans Ende zu lesen, werden viele das Buch unbefriedigt und nachdenklich schließen und sich fragen, ob ich sie in einer Welt der Tatsachen, der Metaphysik oder des Traumes herumgeführt habe." (Teilhard de Chardin) Bei diesem Buch handelt es sich um den Versuch einer ganzheitlichen Weltschau. Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955) war gleichzeitig Naturwissenschaftler und Theologe, was auch sein Lebenswerk bestimmte. Er beschäftigte sich mit dem Ursprung des Kosmos, der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Lebens und präsentierte eine ganzheitliche Darstellung des Universums. Der Preis für diese Synthese ist hoch. Seine Ausführungen stehen einerseits im Widerspruch zum biblischen Fundamentalismus und überschreiten andererseits den Rahmen der etablierten Naturwissenschaften. Er verknüpfte auf visionäre Weise Kausalität und Sinn miteinander, baute eine Brücke zwischen empirischen Forschungen und Offenbarungen und befand sich damit – bildlich gesprochen - zwischen allen Stühlen. Zahlreiche Autoren haben Gedanken von Teilhard de Chardin in ihre Werke einfließen lassen. So beeinflusste er maßgeblich die New Age- Bewegung. Fritjof Capra beschreibt in "Wendezeit" (338) Ähnlichkeiten mit seiner Systemlehre. Nach Teilhard de Chardin verläuft die Evolution in Richtung zunehmender Komplexität, die wiederum von einem entsprechenden Aufstieg des Bewusstseins begleitet wird und ihren Höhepunkt in der menschlichen Spiritualität erreicht. Diese Auffassung einer Teleologie - muss deutlich gesagt werden - steht nicht im Einklang mit den Naturwissenschaften. Kritiker sehen in dem Buch daher eine Art Naturphilosophie. Kritik kam auch seitens der Kirche. Für die Kirche stellte seine evolutionäre Synthese eine Bedrohung traditioneller Theologie dar. Das führte dazu, dass viele seiner Werke zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht werden durften. Hoimar von Ditfurth schreibt in "Im Anfang war der Wasserstoff" (246), dass sich die Entwicklung der Welt in kosmischen Maßstäben abspielt und dass sie nicht zum Stillstand kommen würde, wenn die Menschheit eines Tages aus ihr ausschiede. Dies steht im Gegensatz zu Teilhard de Chardins Ausführungen (285), dass Leben einmal und nur einmal fähig war, die Schwelle zum Ich-Bewusstsein zu überschreiten. Unabhängig davon, wie man persönlich zu Teilhard de Chardins Thesen steht, handelt es sich um ein historisches Werk, mit dem sich an Ursprungsfragen interessierte Menschen auseinandersetzen können. Es handelt sich um eine frühe ganzheitliche Beschreibung der Entwicklung der Welt, in die Erkenntnisse der Evolution und der Glaube an einen transzendenten Endpunkt der Evolution einfließen. Mit heutiger Naturwissenschaft hat das nichts zu tun.

Der Versuch einer ganzheitlichen Sicht

Raumzeitreisender aus Ahaus am 06.02.2026
Bewertungsnummer: 3037479
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Von denen, die versucht haben, diese Seiten bis ans Ende zu lesen, werden viele das Buch unbefriedigt und nachdenklich schließen und sich fragen, ob ich sie in einer Welt der Tatsachen, der Metaphysik oder des Traumes herumgeführt habe." (Teilhard de Chardin) Bei diesem Buch handelt es sich um den Versuch einer ganzheitlichen Weltschau. Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955) war gleichzeitig Naturwissenschaftler und Theologe, was auch sein Lebenswerk bestimmte. Er beschäftigte sich mit dem Ursprung des Kosmos, der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Lebens und präsentierte eine ganzheitliche Darstellung des Universums. Der Preis für diese Synthese ist hoch. Seine Ausführungen stehen einerseits im Widerspruch zum biblischen Fundamentalismus und überschreiten andererseits den Rahmen der etablierten Naturwissenschaften. Er verknüpfte auf visionäre Weise Kausalität und Sinn miteinander, baute eine Brücke zwischen empirischen Forschungen und Offenbarungen und befand sich damit – bildlich gesprochen - zwischen allen Stühlen. Zahlreiche Autoren haben Gedanken von Teilhard de Chardin in ihre Werke einfließen lassen. So beeinflusste er maßgeblich die New Age- Bewegung. Fritjof Capra beschreibt in "Wendezeit" (338) Ähnlichkeiten mit seiner Systemlehre. Nach Teilhard de Chardin verläuft die Evolution in Richtung zunehmender Komplexität, die wiederum von einem entsprechenden Aufstieg des Bewusstseins begleitet wird und ihren Höhepunkt in der menschlichen Spiritualität erreicht. Diese Auffassung einer Teleologie - muss deutlich gesagt werden - steht nicht im Einklang mit den Naturwissenschaften. Kritiker sehen in dem Buch daher eine Art Naturphilosophie. Kritik kam auch seitens der Kirche. Für die Kirche stellte seine evolutionäre Synthese eine Bedrohung traditioneller Theologie dar. Das führte dazu, dass viele seiner Werke zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht werden durften. Hoimar von Ditfurth schreibt in "Im Anfang war der Wasserstoff" (246), dass sich die Entwicklung der Welt in kosmischen Maßstäben abspielt und dass sie nicht zum Stillstand kommen würde, wenn die Menschheit eines Tages aus ihr ausschiede. Dies steht im Gegensatz zu Teilhard de Chardins Ausführungen (285), dass Leben einmal und nur einmal fähig war, die Schwelle zum Ich-Bewusstsein zu überschreiten. Unabhängig davon, wie man persönlich zu Teilhard de Chardins Thesen steht, handelt es sich um ein historisches Werk, mit dem sich an Ursprungsfragen interessierte Menschen auseinandersetzen können. Es handelt sich um eine frühe ganzheitliche Beschreibung der Entwicklung der Welt, in die Erkenntnisse der Evolution und der Glaube an einen transzendenten Endpunkt der Evolution einfließen. Mit heutiger Naturwissenschaft hat das nichts zu tun.

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Der Mensch im Kosmos

von Pierre Teilhard de Chardin

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  • INHALT

    Aus dem Vorwort zurfranzösischen Ausgabe von N. M. Wildiers   

    Vorbemerkung des Verfassers .                                   

    Prolog: Sehen                                                                                       

    I.DIE VORSTUFE DES LEBENS

    Erstes Kapitel: Der Weltstoff   

    I. Der Urstoff                                                       

    II.Der Gesamtstoff                                                                   

    III.Die Evolution der Materie                                                                

    Zweites Kapitel: Die Innenseite der Dinge                                             

    I. Existenz  

    II.Qualitative Gesetze des Wachstums                                                 

    III. Die geistige Energie                                           

    Drittes Kapitel: Die jugendliche Erde          

    I. Die Außenseite  

    II. Das Innere

    II. DAS LEBEN

    Erstes Kapitel: Das Leben erscheint

    I. Die «Schwelle» des Lebens

    II. Das erste Erscheinen des Lebens 

    III. Die Blütezeit des Lebens

    Zweites Kapitel: Das Leben breitet sich aus 

    I. Die elementaren Bewegungen des Lebens

    II. Die Verzweigungen der lebenden Masse

    III. Der Lebensbaum

    Drittes Kapitel: Demeter

    I. Der Ariadnefaden

    II. Der Aufstieg des Bewußtseins

    III. Das Nahen der Zeiten  

    III. DAS DENKEN

    Erstes Kapitel: Die Geburt des Denkens

    I. Die Schwelle der Reflexion

    II. Die Urformen

    Zweites Kapitel: Die Enifaltung der Noosphiire

    I. Die verzweigte Phase der Prähominiden

    II. Die Grupge der Neandertal-Menschen

    III. Der Komplex Homo Sapiens

    IV. Die Metamorphose des Neolithikums

    V. Fortdauer des Neolithikums und Aufstieg des Westens 

    Drittes Kapitel: Die moderne Erde  

    I. Die Entdeckung der Evolution  

    II. Das Problem der Handlung

    IV. DAS HÖHERE LEBEN

    Erstes Kapitel: Die kollektive Lösung  

    I. Der Zusammenfluß des Denkens

    II. Der Geist der Erde

    Zweites Kapitel: Jenseits des Kollektiven: Das Oberpersönliche 

    I. Die Konvergenz des Persönlichen und der Punkt Omega

    II. Die Energie «Liebe» 

    III. Die Attribute des Punktes Omega 

    Drittes Kapitel: Der Endzustand der Erde   

    I. Voraussagen, die auszuschließen sind 

    II. Die Vorzeichen 

    III. Das Ende  



    Epilog: Das Phänomen des Christentums             

    I. Richtungen des Glaubens                                                           

    II. Wert seines Daseins  

    III. Kraft des Wachstums                                                                

    Zusammenfassung oder Nachwort: Die Essenz des Phänomens Mensch  

    I. Eine Welt, die sich einrollt, oder: Das kosmische Gesetz von Komplexität und Bewußtsein

    II. Das erste Erscheinen des Menschen, oder: Die Schwelle des Ichbewußtseins des Individuums  

    III. Das soziale Phänomen, oder: der Aufstieg zur Schwelle des Kollektivbewußtseins  

    Anhang: Einige Bemerkungen über den Rang und die Rolle des Bösen in einer evolutionären  Welt                                                    

    Nachwort: Entstehung und Aktualität von Teilhards «Der Mensch im Kosmos» von Günther Schiwy