Produktbild: Schermanns Augen

Schermanns Augen Roman

2

28,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.07.2018

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

820

Maße (L/B/H)

24,3/14,2/5,3 cm

Gewicht

980 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-3338-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.07.2018

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

820

Maße (L/B/H)

24,3/14,2/5,3 cm

Gewicht

980 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-3338-3

Herstelleradresse

Wallstein Verlag GmbH
Geiststraße 11
37073 Göttingen
DE

Email: info@wallstein-verlag.de

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Die Biographie eines Graphologen und die Charakterisierung einer schwierigen Zeit

Bewertung am 06.07.2020

Bewertungsnummer: 487121

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein großartiger Roman, der durch die Internierten Haferkorn und Schermann zwei Lebensweisen in den 1930/40er Jahren aufleben lässt, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Das Leben in den europäischen Metropolen, mit Cafés, Kinobesuchen, Reisen und wissenschaftlichem und intellektuellem Austausch. Und der Alltag in einem sowjetischen Arbeitslager mit all seinen Unannehmlichkeiten und Gefahren.

Die Biographie eines Graphologen und die Charakterisierung einer schwierigen Zeit

Bewertung am 06.07.2020
Bewertungsnummer: 487121
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein großartiger Roman, der durch die Internierten Haferkorn und Schermann zwei Lebensweisen in den 1930/40er Jahren aufleben lässt, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Das Leben in den europäischen Metropolen, mit Cafés, Kinobesuchen, Reisen und wissenschaftlichem und intellektuellem Austausch. Und der Alltag in einem sowjetischen Arbeitslager mit all seinen Unannehmlichkeiten und Gefahren.

Ja wishu twoju sudbu. - Ich sehe dein Schicksal.

Gesellschaftliche Betrachterin aus Großraum Halle (Saale) am 02.04.2025

Bewertungsnummer: 2456088

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Wer singen, Gitarre oder Akkordeon spielen, Zoten reißen, zeichnen oder tätowieren konnte, wer Kartentricks beherrschte, Schattenspiele, wer dreckige Witze aus dem Ärmel zauberte, Gedichte rezitierte oder zu reimen verstand, wer auf den Händen laufen, eine Prisjadka hinzulegen vermochte, ohne auf dem Arsch zu landen, wer ein Aufschneider, Schweinigel oder Wissenschaftler war und von Entdeckungen, Atomen oder Sternen berichten konnte, ohne dass die Zuhörer einschliefen, kurz, wer irgendwie die Zeit totzuschlagen, die öde Langeweile zu vertreiben half, die jeden Tag zu einem hässlichen Zwilling des vorherigen werden ließ, war gefragt und davor geschützt, als Scheißefresser zu enden.“ Wäre der Schriftsetzer Otto Haferkorn (die fiktive Person) nach der gemeinsamen Nacht mit Maria Osten noch zum Frühstück bei ihr geblieben, wäre er in der Phase des Großen Terrors vielleicht nicht auf der Straße aufgegriffen worden und ins Lager geraten. So trifft er dort auf den Schriftdeuter Rafael Schermann (die reale Person) und beide solidarisieren sich, um im täglichen brutalen und absurden Überlebenskampf zu bestehen. Obwohl die Haupthandlung nur in der trostlosen Enge des Gulags im bitterkalten Oblast Archangelsk spielt, ist der Roman ein überwältigendes Feuerwerk des Sprachwitzes und der Ideen.

Ja wishu twoju sudbu. - Ich sehe dein Schicksal.

Gesellschaftliche Betrachterin aus Großraum Halle (Saale) am 02.04.2025
Bewertungsnummer: 2456088
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Wer singen, Gitarre oder Akkordeon spielen, Zoten reißen, zeichnen oder tätowieren konnte, wer Kartentricks beherrschte, Schattenspiele, wer dreckige Witze aus dem Ärmel zauberte, Gedichte rezitierte oder zu reimen verstand, wer auf den Händen laufen, eine Prisjadka hinzulegen vermochte, ohne auf dem Arsch zu landen, wer ein Aufschneider, Schweinigel oder Wissenschaftler war und von Entdeckungen, Atomen oder Sternen berichten konnte, ohne dass die Zuhörer einschliefen, kurz, wer irgendwie die Zeit totzuschlagen, die öde Langeweile zu vertreiben half, die jeden Tag zu einem hässlichen Zwilling des vorherigen werden ließ, war gefragt und davor geschützt, als Scheißefresser zu enden.“ Wäre der Schriftsetzer Otto Haferkorn (die fiktive Person) nach der gemeinsamen Nacht mit Maria Osten noch zum Frühstück bei ihr geblieben, wäre er in der Phase des Großen Terrors vielleicht nicht auf der Straße aufgegriffen worden und ins Lager geraten. So trifft er dort auf den Schriftdeuter Rafael Schermann (die reale Person) und beide solidarisieren sich, um im täglichen brutalen und absurden Überlebenskampf zu bestehen. Obwohl die Haupthandlung nur in der trostlosen Enge des Gulags im bitterkalten Oblast Archangelsk spielt, ist der Roman ein überwältigendes Feuerwerk des Sprachwitzes und der Ideen.

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Schermanns Augen

von Steffen Mensching

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