Produktbild: Unruhe

Unruhe Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

03.07.2018

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

169 (Printausgabe)

Dateigröße

2589 KB

Auflage

1. Auflage 2018

Originaltitel

Huzursuzluk

Übersetzt von

Gerhard Meier

Sprache

Deutsch

EAN

9783608111026

Beschreibung

Rezension

»Hier weht nicht nur roter Sand durch die Straßen, sondern auch die jahrtausendealte multikulturelle Geschichte Mesopotamiens, jesidische Geschichten vom Engel Pfau, die aramäische Inschriften am Zafaran-Kloster und Sprüche sufistischer Mystiker. Wer will, kann dies als Gegenentwurf zum Nationalismus von Erdogans Partei AKP lesen.«
Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 03.03.2019

»Zülfü Livaneli hat ein hochaktuelles und sehr bewegendes Buch geschrieben, in dem Liebe und Grausamkeit einander sehr nahe sind und das man nur in kleinen Häppchen erträgt.«
Regula Tanner, Schweizer Familie, Ausgabe 09/2019

»Livaneli greift mit bloßer Hand nach den heißen Eisen seines Landes, um mit ihnen die faulenden Stellen auszubrennen. Er weiß was er tut«
Barbara Frischmuth, Die Presse, 06.10.2018

»Livaneli wirbt für ein besseres, ein friedlicheres , ein vorurteilsfreieres Zusammenleben. Und er hat mit diesem Roman erneut ein Licht in die Schatten dieser Welt gesetzt.«
Stefan Berkholz, SR2, 15.08.2018

»Zülfü Livaneli [...] hat mit diesem Roman erneut ein Licht in die Stollen dieser Welt gebracht.«
Stefan Berkholz, BR, 29.07.2018

»Er will aufrütteln, aufklären und gleichzeitig noch über die Position des außenstehenden Aufklärers reflektieren.[...] Doch seine skrupulöse Thesenhaftigkeit macht diesen Roman sehr wahrhaftig. Nur aus einem gewissen - und gewissenhaften - Abstand kann es einem Außenseiter überhaupt möglich sein, sich einer menschlichen Katastrophe dieses Ausmaßes erzählerisch zu nähern.«
Katharina Granzin, Frankfurter Rundschau, 24.07.2018

»In seinem neuen Roman [...] taucht Zülfü Livaneli tief ein in die verheerenden Konflikte unserer Zeit und gibt ihnen ein zutiefst menschliches Gesicht«
Gerrit Wustmann, fixpoetry.com, 04.09.2018

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

03.07.2018

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

169 (Printausgabe)

Dateigröße

2589 KB

Auflage

1. Auflage 2018

Originaltitel

Huzursuzluk

Übersetzt von

Gerhard Meier

Sprache

Deutsch

EAN

9783608111026

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Schonungsloser, nachdenklich stimmender Roman

bookloving am 20.01.2021

Bewertungsnummer: 1132773

Bewertet: eBook (ePUB)

Mit „Unruhe“ hat der bekannte türkische Schriftsteller Zülfü Livaneli einen beeindruckenden, gesellschaftskritischen Roman mit einer sehr aktuellen Thematik verfasst. Es ist ein überaus gelungener, unaufgeregt erzählter Roman, der mit seiner emotionalen Geschichte aufrüttelt und den Leser sehr betroffen und nachdenklich zurücklässt. Angesiedelt ist die Handlung in der Stadt Mardin nahe der türkisch-syrischen Grenze gelegen, wo viele vor dem Islamischen Staat und seinen Gräueltaten geflüchtete Menschen aus Syrien in Flüchtlingslagern untergekommen sind. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der sympathische Ich-Erzähler Ibrahim, ein engagierter Journalist aus Istanbul, der wegen der Beerdigung seines Jugendfreundes Hüseyin nach langer Zeit in ihren Heimatort Mardin zurückkehrt. Wir begleiten ihn auf seiner Spurensuche, die ihn zu früheren Bekannten mit ihren Geschichten führt und alte Erinnerungen in ihm heraufbeschwört. Aus Ibrahims Blickwinkel erleben wir seine fesselnden Nachforschungen zu den mysteriösen Hintergründen des Tods seines Freunds und zu dessen geheimnisvoller Verlobten Meleknaz, einer jungen geflohenen Jesidin mit einem blinden Baby. Sehr eindringlich und einfühlsam beschreibt Livanali in verschiedenen Episoden, wie sehr die jesidische Glaubensgemeinschaft mit Vorurteilen und offenen Anfeindungen selbst im muslimischen Exil durch die Bewohner im Grenzland zu kämpfen hat. Nach und nach lässt der Autor uns in die faszinierenden jesidischen Mythen und befremdlichen Traditionen dieser recht archaischen Kultur eintauchen. Was Ibrahim schließlich aber über die grausame Verfolgung der Jesiden, ihren Massenmord durch den IS und ihr leidvolles Schicksal von einer jesidischen Frau im Flüchtlingslager erfährt, rüttelt ihn auf und lässt auch uns Leser sehr betroffen zurück. Zunehmend beginnt er – konfrontiert mit den dörflichen Mythen und islamischen Traditionen - seinen westlich geprägten Lebensstil und seine bisherigen Überzeugungen zu hinterfragen. Ibrahims obsessive Suche nach Hüseyins verschollener Verlobten wandelt sich immer mehr zu einer eigenen Sinnsuche. Trotz der eher schweren, schonungslosen Thematik versteht es Zülfü Livaneli mit seinem oftmals blumigen Erzählstil, eine gewisse Leichtigkeit in seine Geschichte zu bringen und dem Leser sein Anliegen nicht belehrend, sondern unterhaltsam und anschaulich zu vermitteln. FAZIT Eine schonungslose, nachdenklich stimmende Geschichte über Schmerz, Hass, Verfolgung und Gewalt, aber auch über die versöhnlich stimmende Kraft der Liebe, die bisweilen alle Grenzen überwinden kann. Sehr lesenswert!

Schonungsloser, nachdenklich stimmender Roman

bookloving am 20.01.2021
Bewertungsnummer: 1132773
Bewertet: eBook (ePUB)

Mit „Unruhe“ hat der bekannte türkische Schriftsteller Zülfü Livaneli einen beeindruckenden, gesellschaftskritischen Roman mit einer sehr aktuellen Thematik verfasst. Es ist ein überaus gelungener, unaufgeregt erzählter Roman, der mit seiner emotionalen Geschichte aufrüttelt und den Leser sehr betroffen und nachdenklich zurücklässt. Angesiedelt ist die Handlung in der Stadt Mardin nahe der türkisch-syrischen Grenze gelegen, wo viele vor dem Islamischen Staat und seinen Gräueltaten geflüchtete Menschen aus Syrien in Flüchtlingslagern untergekommen sind. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der sympathische Ich-Erzähler Ibrahim, ein engagierter Journalist aus Istanbul, der wegen der Beerdigung seines Jugendfreundes Hüseyin nach langer Zeit in ihren Heimatort Mardin zurückkehrt. Wir begleiten ihn auf seiner Spurensuche, die ihn zu früheren Bekannten mit ihren Geschichten führt und alte Erinnerungen in ihm heraufbeschwört. Aus Ibrahims Blickwinkel erleben wir seine fesselnden Nachforschungen zu den mysteriösen Hintergründen des Tods seines Freunds und zu dessen geheimnisvoller Verlobten Meleknaz, einer jungen geflohenen Jesidin mit einem blinden Baby. Sehr eindringlich und einfühlsam beschreibt Livanali in verschiedenen Episoden, wie sehr die jesidische Glaubensgemeinschaft mit Vorurteilen und offenen Anfeindungen selbst im muslimischen Exil durch die Bewohner im Grenzland zu kämpfen hat. Nach und nach lässt der Autor uns in die faszinierenden jesidischen Mythen und befremdlichen Traditionen dieser recht archaischen Kultur eintauchen. Was Ibrahim schließlich aber über die grausame Verfolgung der Jesiden, ihren Massenmord durch den IS und ihr leidvolles Schicksal von einer jesidischen Frau im Flüchtlingslager erfährt, rüttelt ihn auf und lässt auch uns Leser sehr betroffen zurück. Zunehmend beginnt er – konfrontiert mit den dörflichen Mythen und islamischen Traditionen - seinen westlich geprägten Lebensstil und seine bisherigen Überzeugungen zu hinterfragen. Ibrahims obsessive Suche nach Hüseyins verschollener Verlobten wandelt sich immer mehr zu einer eigenen Sinnsuche. Trotz der eher schweren, schonungslosen Thematik versteht es Zülfü Livaneli mit seinem oftmals blumigen Erzählstil, eine gewisse Leichtigkeit in seine Geschichte zu bringen und dem Leser sein Anliegen nicht belehrend, sondern unterhaltsam und anschaulich zu vermitteln. FAZIT Eine schonungslose, nachdenklich stimmende Geschichte über Schmerz, Hass, Verfolgung und Gewalt, aber auch über die versöhnlich stimmende Kraft der Liebe, die bisweilen alle Grenzen überwinden kann. Sehr lesenswert!

Unruhe

Miss.mesmerized am 31.07.2018

Bewertungsnummer: 1122470

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ibrahim hat seine südostanatolische Heimat schon lange verlassen, um in Istanbul als Journalist zu arbeiten. Als er auf eine Todesmeldung stößt, wird er stutzig: kann es sich bei dem in Amerika getöteten Türken um seinen alten Schulfreund handeln? Alles spricht dafür und so reist er nach Mardin, um die Hintergründe zu erforschen. Was er dort erfährt, wird sein Leben nachhaltig verändern. Hüseyin war verliebt in eine Frau, doch es war eine Liebe, die nicht sein durfte. Er Muslim, sie Jesidin aus einem der stadtnahen Flüchtlingslagern. Ibrahims Spurensuchte führt ihn zu diesen Geflüchteten und die Geschichten, die er hört, lassen ihn nicht mehr los. Zülfü Livaneli ist neben Orhan Pamuk eine der bedeutendsten Stimmen der Türkei, vor allem, weil er in seinen Romanen gesellschaftskritische Themen verarbeitet und unbequeme Wahrheiten anspricht. So auch in „Unruhe“, das den Umgang mit Jesiden, die Verachtung dieser Religion und die Ablehnung der Menschen offen anspricht und am Beispiel von Hüseyin und Meleknaz die Absurdität auf die Spitze treibt. „Im Nahen Osten ist es seit jeher üblich, dass man sich gegenseitig umbringt und nicht merkt, wie man sich dabei selbst tötet.“ Es sind solche Sätze, die wie Nadelstiche auf diejenigen wirken müssen, an die sie gerichtet sind. Es ist nicht nur das unsägliche Treiben des IS, das im Namen einer Religion legitimiert wird und weltweit für Entsetzen sorgt, das Livaneli kritisiert. Dies ist einfach, denn kaum jemand wird ihm da widersprechen. Schwerer wiegt jedoch der Umgang der Bewohner im Grenzland mit den geflüchteten Jesiden. In einem Lager dürfen sie hausen, man kümmert sich auch dort um sie, aber sie sollen bitte auch dort bleiben und auf keinen Fall Beziehungen mit Muslimen eingehen. Meleknaz erfährt kein Mitleid für ihr Schicksal, statt Verständnis schlägt ihr Hass von Hüseyins Familie entgegen. Aber auch Ibrahim muss erkennen, dass sein Verhalten zweifelhaft ist. Beobachtet er zunächst die Haltung von Hüseyins Familie, ist hierdurch geradezu verstört und sucht fieberhaft nach der jungen Frau, so muss er sich doch irgendwann eingestehen, dass auch er mehr aus Eigennutz handelt als aus Nächstenliebe: er will sich selbst und anderen beweisen, dass er ein guter Mensch ist, seinem Leben Sinn geben. Dass er dabei die Bedürfnisse der Frau ignoriert, wird ihm erst spät bewusst. „Unruhe“ ist ein kurzer, schonungsloser Roman, der das Schicksal einer Glaubensgemeinschaft ins Zentrum stellt, deren Geschichte von Verfolgung und Hass gekennzeichnet ist. Er wirft kein gutes Bild auf die Welt, die zusieht, im besten Fall schweigt, im schlimmsten für zusätzliches Leid sorgt.

Unruhe

Miss.mesmerized am 31.07.2018
Bewertungsnummer: 1122470
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ibrahim hat seine südostanatolische Heimat schon lange verlassen, um in Istanbul als Journalist zu arbeiten. Als er auf eine Todesmeldung stößt, wird er stutzig: kann es sich bei dem in Amerika getöteten Türken um seinen alten Schulfreund handeln? Alles spricht dafür und so reist er nach Mardin, um die Hintergründe zu erforschen. Was er dort erfährt, wird sein Leben nachhaltig verändern. Hüseyin war verliebt in eine Frau, doch es war eine Liebe, die nicht sein durfte. Er Muslim, sie Jesidin aus einem der stadtnahen Flüchtlingslagern. Ibrahims Spurensuchte führt ihn zu diesen Geflüchteten und die Geschichten, die er hört, lassen ihn nicht mehr los. Zülfü Livaneli ist neben Orhan Pamuk eine der bedeutendsten Stimmen der Türkei, vor allem, weil er in seinen Romanen gesellschaftskritische Themen verarbeitet und unbequeme Wahrheiten anspricht. So auch in „Unruhe“, das den Umgang mit Jesiden, die Verachtung dieser Religion und die Ablehnung der Menschen offen anspricht und am Beispiel von Hüseyin und Meleknaz die Absurdität auf die Spitze treibt. „Im Nahen Osten ist es seit jeher üblich, dass man sich gegenseitig umbringt und nicht merkt, wie man sich dabei selbst tötet.“ Es sind solche Sätze, die wie Nadelstiche auf diejenigen wirken müssen, an die sie gerichtet sind. Es ist nicht nur das unsägliche Treiben des IS, das im Namen einer Religion legitimiert wird und weltweit für Entsetzen sorgt, das Livaneli kritisiert. Dies ist einfach, denn kaum jemand wird ihm da widersprechen. Schwerer wiegt jedoch der Umgang der Bewohner im Grenzland mit den geflüchteten Jesiden. In einem Lager dürfen sie hausen, man kümmert sich auch dort um sie, aber sie sollen bitte auch dort bleiben und auf keinen Fall Beziehungen mit Muslimen eingehen. Meleknaz erfährt kein Mitleid für ihr Schicksal, statt Verständnis schlägt ihr Hass von Hüseyins Familie entgegen. Aber auch Ibrahim muss erkennen, dass sein Verhalten zweifelhaft ist. Beobachtet er zunächst die Haltung von Hüseyins Familie, ist hierdurch geradezu verstört und sucht fieberhaft nach der jungen Frau, so muss er sich doch irgendwann eingestehen, dass auch er mehr aus Eigennutz handelt als aus Nächstenliebe: er will sich selbst und anderen beweisen, dass er ein guter Mensch ist, seinem Leben Sinn geben. Dass er dabei die Bedürfnisse der Frau ignoriert, wird ihm erst spät bewusst. „Unruhe“ ist ein kurzer, schonungsloser Roman, der das Schicksal einer Glaubensgemeinschaft ins Zentrum stellt, deren Geschichte von Verfolgung und Hass gekennzeichnet ist. Er wirft kein gutes Bild auf die Welt, die zusieht, im besten Fall schweigt, im schlimmsten für zusätzliches Leid sorgt.

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