Katie ist 16, als sie ein Missionswerk für Waisenkinder in Uganda gründet. Ihr Vertrauen auf Gott steht. Sie verschenkt alles, auch ihr Mutterherz: 14 Kinder hat sie adoptiert. Was für eine Glaubensheldin! Doch Großfamilie ist nicht nur Zuckerschlecken. Und so wird Katies Glaube auf die Probe gestellt. Passt ein Mann in ihr Leben? Muss sie eine ihrer Töchter aufgeben? Meint es Gott wirklich gut mit ihr?
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smillas_bookworld
aus Rheinland Pfalz
5/5
03.01.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Segen wächst auch in dunkelster Nacht
Bereits das erste Buch von Katie hat mich sehr beeindruckt, weswegen ich auf ihr neues sehr gespannt war. Der Fokus im ersten Buch liegt auf ihren 13 Töchtern, die sie nach und nach adoptierte. Sie erzählte über die Entstehung des Missionswerks Amazima und ihre Arbeit vor Ort, wie Gott ihr Land und Leute ans Herz legte.
Nun ist viel Zeit vergangen, in der Katie neuen Herausforderungen begegnete. Neben dem Haushalt mit 13 Kindern, dem Unterrichten und ihrer Arbeit bei Amazima kümmert sie sich zusätzlich noch um Kranke. Sie nimmt diejenigen bei sich auf, um die sich im Krankenhaus keiner kümmern kann: Männer mit großen Brandwunden, junge Mütter, die an AIDS erkrankt sind und deren Kinder, einen Jungen, der häufig operiert werden muss usw.
Besonders die langwierige Pflege der kranken Mütter verlangt ihr viel ab - weniger körperlich als seelisch. Es entstehen Freundschaften, doch sie muss den Frauen beim Sterben zusehen. Das bringt Katie zum Hadern, sie durchlebt einige Tiefs und fragt Gott, warum er ihre Freundinnen sterben ließ. Hätte er sie nicht heilen können?
Katie erfährt viel Trost und Hoffnung im Bibellesen. Sie lässt die Leser ihres Buches an all ihren Gefühlen und Erkenntnissen teilhaben, zeigt ihnen die Bibelstellen, die genau zum richtigen Zeitpunkt kamen und ihr die Kraft gaben weiter zu machen. Und nach einer Zeit der Trauer und des Weinens kommt auch wieder eine Zeit der Freude: Sie darf heiraten und bekommt ihr erstes Baby.
Mit ihrer einfachen, weisen Art zu erzählen und ihrer schlichten Dankbarkeit rührt sie das Herz an und ich finde, dass es auch für Menschen lesenswert ist, die ebenfalls durch ein dunkles Tal gehen. Es ist wahnsinnig beeindruckend, was diese junge Frau leistet!
»Warum hatte ich mein ganzes Leben lang geglaubt, dass Unbeschwertheit und Erfolg, Gaben und Wunder, lächelnde Gesichter und die Verwirklichung meiner Pläne ein Beweis für den Segen und die Gunst des Herrn wären? Der Segen wächst auch in der dunkelsten Nacht und im tiefsten Tal, wenn wir die Augen haben, ihn zu sehen.« (S. 144)
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